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Novo Nordisk-Aktie: China-Bremse als Bewertungs-Killer?

Foto: Getty Images

Die Aktie von Novo Nordisk (WKN: A1XA8R) hat sich inzwischen wieder etwas von der Marke von 100 Euro entfernt. Natürlich können wir einen Teil dieser Dynamik auf einen schwächeren Gesamtmarkt abschieben. Aber es gibt auch unternehmensorientierte Gründe, warum der Wochenausklang leicht durchwachsen verlief.

Riskieren wir daher einen Blick auf China-News bei der Aktie von Novo Nordisk. Und ordnen sie in den größeren Gesamtkontext ein. Erweisen sich diese Neuigkeiten als Bewertungs-Killer? Na ja, ganz so schlimm ist es möglicherweise nicht. Aber trotzdem: Für eine Aktie, die fast schon nach Perfektion bewertet ist, könnten schlechte Neuigkeiten grundsätzlich problematisch sein.

Novo Nordisk: China-Bremse

Wie Novo Nordisk jetzt berichtete, erwartet man in China für das kommende Jahr kein allzu rasantes Wachstum. Genauer gesagt soll es hier im Jahr 2022 einen negativen Effekt in Höhe von 3 % geben. Grund hierfür sind geringere Absatzmengen, aber auch niedrigere Preise.

In China wird immer mehr der Medikamentenvergabe zentral über staatliche Ausschreibungen geregelt. Novo Nordisk hat hier mitgemacht. Allerdings hat es nicht jedes Präparat geschafft, in den Kreis der Diabetes-Präparate aufgenommen zu werden. Konkret sind Ryzodeg und Xultophy dabei. Die weiteren Präparate hingegen schon. Aber auch die Preise dürften im kommenden Jahr ein wenig geringer ausfallen.

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Eine allgemeine Wachstumsbremse ist das möglicherweise nicht. Wobei die Volksrepublik natürlich alleine aufgrund ihrer Größe überaus relevant ist für den dänischen Konzern. Neue Ziele für das Gesamtjahr 2022 dürfte es sowieso im Februar geben, wenn das Management die Zahlen für 2021 und einen Ausblick auf das dann neue Geschäftsjahr gibt. Aber handelt es sich jetzt um einen Bewertungs-Killer für die Aktie?

Langsameres Wachstum wäre ein Problem

Wie gesagt: Die Aktie von Novo Nordisk ist bereits jetzt nach Perfektion bewertet. Selbst im aktuellen Dip und bei einem Aktienkurs von 720 Dänischen Kronen liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis für das laufende Geschäftsjahr voraussichtlich bei ca. 33. Das ist weiterhin eine Bewertung, die ein hohes, zumindest zweistelliges Ergebniswachstum benötigen dürfte.

Wenn sich China daher als Wachstumskiller für das Jahr 2022 oder eine mittelfristige Prognose erweist, könnte ein Dip die Folge sein. Natürlich ist und bleibt Diabetes auch weiterhin ein klarer Wachstumsmarkt. Wir kennen außerdem nicht die kurzfristige Prognose für die nächsten zwölf Monate. Trotzdem sollten sich Foolishe Investoren möglicherweise darauf vorbereiten, dass schlechte Nachrichten aufgrund der Bewertung Auswirkungen auf den Aktienkurs haben können.

Eine langfristige Investitionsthese würde ich mit Blick auf Novo Nordisk, die Wettbewerbsposition und den defensiven Gesamtmarkt nicht infrage stellen. Aber trotzdem würdigen, dass die Aktie derzeit eher teuer und damit anfällig ist, was gewisse Neuigkeiten angeht.

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Vincent besitzt Aktien von Novo Nordisk. The Motley Fool empfiehlt Novo Nordisk.



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