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VW-Aktie mit 3 frischen Elektroauto-News: So will Volkswagen an Tesla vorbeiziehen

Volkswagen ID.3
Quelle: Volkswagen AG

Bei Volkswagen (WKN: 766403) und der VW-Aktie hagelt es derzeit Elektroauto-News. Am 9. Dezember 2021 beschloss der Aufsichtsrat ein Investitionspaket über insgesamt fast 160 Mrd. Euro und entschied über die Zukunft von CEO Herbert Diess. Zudem gab Deutschlands größter Autohersteller einige Partnerschaften bekannt.

Investoren der VW-Aktie sollten diese News kennen. Denn sie könnten durchaus wegweisend für die Zukunft des Autoherstellers sein. Denn jetzt ist möglicherweise die letzte Chance, Tesla einzuholen, bevor der elektrische Zug abfährt.

89 Mrd. Euro für Elektromobilität und Software

Das am Donnerstag abgesegnete 159 Mrd. Euro schwere Fünfjahresbudget enthält ganze 89 Mrd. Euro, die für Elektromobilität, Software und andere Zukunftsthemen reserviert sind. Damit machen die Zukunftsinvestitionen erstmals den größten Anteil am Gesamtbudget des Autoherstellers aus. Ein Teil dieser Summe wird in ein neues Werk in Volkswagen fließen, in dem ab 2026 Elektroautos der nächsten Generation produziert werden sollen.

Weiterhin wird Volkswagen in diesem Jahrzehnt sechs Batteriezellfabriken bauen, die jeweils zwischen einer und zwei Milliarden Euro kosten dürften. Insgesamt wird sich Volkswagen die Batterieproduktion und die Beschaffung der benötigten Rohstoffmengen bis zu 30 Mrd. Euro kosten lassen.

Diese Investitionen sind notwendig, um die Produktivität in der Fertigung zu erhöhen und die Versorgung mit Batteriezellen sicherstellen zu können. Investoren der VW-Aktie können dieses Investitionsprogramm daher aus meiner Sicht begrüßen. Doch alleine das Bewerfen eines Problems mit großen Geldbeträgen ist keine Kunst – nun muss das Management die Summen auch effizient einsetzen. Tesla hat keine 89 Mrd. Euro benötigt, um dorthin zu kommen, wo es jetzt steht.


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3 wegweisende Partnerschaften der VW-Aktie

Volkswagen konnte gleich drei neue Partner vermelden, die die Batteriepläne der VW-Aktie vorantreiben werden. Für den wichtigen Rohstoff Lithium schloss Volkswagen einen fünf Jahre laufenden Abnahmevertrag mit dem deutsch-australischen Unternehmen Vulcan Energy Resources ab. Weiterhin startet Volkswagen ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem belgischen Materialtechnologie-Konzern Umicore, das Batteriematerialien für eine Kapazität von 160 Gigawattstunden im Jahr produzieren soll. Das wäre genug für zwei Drittel der von Volkswagen geplanten Batteriewerke.

Schließlich wird Volkswagen in der Batterieproduktion auf das Know-how des Batterietechnologie-Spezialisten 24M Technologies zurückgreifen. Die „Semi Solid“-Technologie des Unternehmens hat das Potenzial, die Investitionen und laufenden Kosten der Zellproduktion zu senken und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der Akkus zu steigern. Mit diesen drei Partnerschaften integriert Volkswagen einige essenzielle Bestandteile der Wertschöpfungskette. Investoren der VW-Aktie sollten das begrüßen.

Herbert Diess bleibt – Investoren der VW-Aktie können aufatmen

Nachdem Herbert Diess vor einigen Monaten den Aufsichtsrat und den Betriebsrat gegen sich aufgebracht hatte, sah es lange so aus, als könnte der Manager seinen Posten verlieren. Nun darf er doch an der Konzernspitze bleiben, wird jedoch einige Aufgaben abgeben müssen. Dazu zählen unter anderem der Vertrieb und das Chinageschäft – insbesondere Letzteres lief 2021 nicht gut. Herbert Diess selbst wird sich stärker auf strategische Themen wie etwa den Aufbau von Software-Kompetenzen kümmern.

Das klingt nach einer optimalen Arbeitsteilung, denn Herbert Diess verkörpert die Ambition zum Wandel bei Volkswagen wie kein zweiter. Er ist fast der Einzige, der den Wolfsburgern eine Art „Tesla-Flair“ einhauchen könnte, um die Bewertung der VW-Aktie zu erhöhen. Doch dafür wird es erst mal darauf ankommen, dass sich Volkswagen als einer der Gewinner des laufenden Wandels herauskristallisiert.

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Christoph Gössel besitzt Aktien von Tesla. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla und Volkswagen AG.



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