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Wow, was für eine Überraschung, Delivery Hero! Doch kein Deutschland-Fokus?

Logo Delivery Hero
Foto: Delivery Hero

Delivery Hero (WKN: A2E4K4) ist ein DAX-Konzern, besaß allerdings sehr wenig Deutschland-Fokus. In der Vergangenheit zog sich der Konzern aus dem hiesigen Geschäft zurück und konzentrierte sich auf andere Märkte. Eigentlich, so hieß es zumindest, wolle man diesen Umstand „korrigieren“ und sich wieder vermehrt auf den hiesigen Markt konzentrieren.

Es gibt jedoch offenbar eine plötzliche Wende. Riskieren wir einen Blick auf die neuesten Schlagzeilen bei Delivery Hero. Sowie darauf, warum Deutschland offenbar kein Fokus- oder Kernmarkt für den DAX-Konzern bleibt.

Delivery Hero: Deutschland-Ansätze wieder begraben …?

Wie zur Wochenmitte unter anderem finanzen.net unter Berufung auf den Dow Jones berichtete, begräbt Delivery Hero offenbar sein Vorhaben, Foodpanda in Deutschland expandieren zu lassen. Demnach ziehe man sich aus sechs deutschen Städten, nämlich Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart, zurück. Eine bemerkenswerte Wendung.

Lediglich der Standort Berlin bleibt als Innovationszentrum zurück. Hier möchte man Pilotprojekte mit neuen Produktfunktionen und Technologien in Zukunft weiter testen. Zudem soll auch das japanische Geschäft von Foodpanda im ersten Quartal des neuen Börsenjahres 2022 verkauft werden.


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Wie es weiter heißt, möchte sich das Management offenbar lieber auf andere Wachstumsmärkte konzentrieren. Delivery Hero wolle die eigenen Ressourcen für hochattraktive Wachstumschancen verwenden. Foodpanda in Japan und Deutschland gehören offenbar eben nicht dazu. Auch der Quick-Commerce soll in Zukunft eine größere Rolle spielen, wofür die Ressourcen verwendet werden können.

Schneller Wandel!

Delivery Hero vollzieht damit einen schnellen Wechsel, was Deutschland angeht. Ursprünglich, so schien es zumindest, sollte es auch einen operativen Fokus hierzulande geben, damit die DAX-Mitgliedschaft weniger diskutiert wird. Die Abkehr vom eigentlichen Heimatmarkt könnte diese Diskussionen wieder aufflammen lassen. Wobei das unternehmensorientiert natürlich nicht die größte Baustelle werde. Zumindest nicht für Foolishe, langfristige Investoren, denen eine Indexmitgliedschaft im Zweifelsfall egal sein kann.

Es ist einerseits natürlich gut, dass das Management kritisch mit neuen Operationen umgeht und sie im Zweifel frühzeitig beendet, wenn es kaum Erfolgsaussichten gibt. Als potenziell führender, globaler, aber noch unprofitabler Konzern mit einem Fokus auf Quick-Commerce und Food Delivery ist dieser Ansatz vermutlich sogar richtig.

Trotzdem zeigt das auch, dass es Märkte gibt, die eben kaum Perspektive besitzen. Dass Deutschland dazugehört, ist vielleicht ärgerlich, es könnte langfristig jedoch die richtige operative Entscheidung sein. Sich auf die Märkte zu konzentrieren, die langfristig orientiert am vielversprechendsten sind, ist wichtig. Sowohl für die eigene Wachstumsgeschichte, aber auch dahin gehend, dass irgendwann einmal ein profitables Wachstum möglich sein sollte.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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