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Dies sind die heimlichen Gewinner der Digitalisierung

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Foto: Getty Images

Die Digitalisierung – insbesondere die digitale Transformation in Unternehmen – nimmt immer stärker an Fahrt auf. Firmen aller Branchen steigern ihre IT-Ausgaben, um in einer zunehmend digitalen Welt nicht den Anschluss zu verlieren. Davon profitieren natürlich klassische Softwareanbieter wie Adobe, Microsoft oder SAP. Eine Nische, über die kaum jemand spricht, profitiert jedoch mindestens genauso stark: die IT-Dienstleister.

Wachsender Markt für IT-Beratung und -Service

Der Grund dafür ist simpel. Möchte ein mittelgroßes Unternehmen zum Beispiel eine neue ERP-Lösung von SAP einführen oder auf die Cloud von Microsoft umsteigen, benötigt es dabei in aller Regel viel Unterstützung. Technische Lösungen werden immer komplexer, spezifisches internes Know-how ist oft nicht in ausreichendem Maße vorhanden. In vielen Fällen wird dann auf IT-Dienstleister zurückgegriffen, die Erfahrungen aus ähnlichen Projekten einbringen können und bei der Konzeptionierung, Implementierung und oft auch später noch beim Betrieb der Software unterstützen.

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Daher verwundert es nicht, dass der Markt für IT-Beratung und -Service stetig steigt. Laut der aktuellen Lünendonk-Studie haben IT-Dienstleister in Deutschland im Jahr 2020 ihren Umsatz um 4,9 % gesteigert. In den Jahren 2021 und 2022 soll sich das Umsatzwachstum auf 11,2 und 11,5 % beschleunigen. Besonders die Cloud-Transformation, digitale Vertriebs- und Kommunikationskanäle, Digital-Workplace-Lösungen sowie Cybersicherheit treiben dieses Wachstum an. Grand View Research erwartet im heute bereits über 330 Billionen US-Dollar schweren weltweiten Markt für digitale Transformation für die nächsten sieben Jahre sogar eine jährliche Wachstumsrate von 23,6 %.

Interessante IT-Dienstleister

Der Markt für IT-Dienstleistungen ist also heute bereits riesig und wird immer größer. Es ist jedoch ein sehr fragmentierter Markt mit einer Vielzahl von Anbietern. Lünendonk listet in seiner aktuellen Studie allein für Deutschland 61 IT-Dienstleister auf. Die meisten dieser Unternehmen sind nicht börsennotiert. An einigen IT-Dienstleistern können wir uns als Privatanleger aber doch beteiligen. Das börsennotierte Spektrum reicht von riesigen Konzernen wie Accenture und Capgemini über Bechtle und Cancom bis zu vergleichsweise kleineren Anbietern wie Adesso und Datagroup.

Alle genannten Unternehmen sind Full-Service-Provider und decken somit das gesamte Spektrum an IT-Dienstleistungen ab. Dennoch unterscheiden sie sich. Bechtle berät seine Kunden zum Beispiel nicht nur, sondern vertreibt auch IT-Produkte an diese und erzielt daraus rund ein Drittel seiner Umsätze. Adesso hingegen grenzt sich ab, indem es eigene, branchenspezifische Softwareprodukte entwickelt und diese zusätzlich zur Beratungstätigkeit an seine Kunden vertreibt. Accenture zeichnet sich dadurch aus, dass seine 624.000 Mitarbeiter weltweit aktiv sind und insbesondere im Bereich Strategieberatung stark aufgestellt sind.

Der Blick nach vorne

Angesichts einer sich beschleunigenden Digitalisierung wird der Markt für IT-Beratung und -Services weiterhin stark wachsen. Die größeren Unternehmen sollten meiner Meinung nach noch stärker als der Markt wachsen können, indem sie ihre Strategie der Übernahme kleinerer Wettbewerber in dem fragmentierten Markt fortsetzen. Auch wenn die Bewertung vieler IT-Dienstleister eher hoch ist, sind sie für mich heute eine gute Wahl, um indirekt von Digitalisierung zu profitieren. Dabei sollte man jedoch beachten, dass gerade die Beratung zu und Umsetzung von größeren IT-Projekten konjunktursensitiv sind. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten verschieben Unternehmen kostspielige Projekte gerne, was sich dann zumindest kurzfristig bei den IT-Dienstleistern bemerkbar macht.

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Hendrik Vanheiden besitzt Aktien von Adobe, Microsoft und SAP. Teresa Kersten arbeitet für LinkedIn und sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. LinkedIn gehört zu Microsoft. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Accenture, Apple, Datadog und Microsoft und empfiehlt SAP, sowie die folgenden Optionen: Short March 2023 $130 Call auf Apple und Long March 2023 $120 Call auf Apple.

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