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Standard Lithium-Aktie: Shortseller-Attacke! Was Investoren jetzt wissen müssen

Verkehrszeichen: Vorsicht Schleudergefahr
Foto: Public Domain

Die Standard Lithium-Aktie (WKN: A2DJQP) ist am Nachmittag des 3. Februar 2022 deutlich abgestürzt. Zeitweise belief sich das Kursminus auf fast 26 %. Grund für den Crash ist eine erneute Shortseller-Attacke auf den Lithium-Projektentwickler. Die Leerverkäufer von Hindenburg Researchhaben einen Bericht mit einigen Anschuldigungen veröffentlicht, die es durchaus in sich haben.

Hier erfährst du alles, was Investoren der Standard Lithium-Aktie jetzt über den Shortseller-Angriff wissen müssen.

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Was werfen die Leerverkäufer der Standard Lithium-Aktie vor?

Die Shortseller bezeichnen die Standard Lithium-Aktie als klassische Betrugsmasche.

Hindenburg Research hat die berufliche Geschichte von Standard Lithiums CEO Robert Mintak ausgewertet. Das Ergebnis: Er habe in mindestens neun verschiedenen Kleinunternehmen Positionen innegehabt – und alle diese Unternehmen hätten einen dramatischen Wertverfall hinter sich.

Vor Standard Lithium sei Robert Mintak CEO von Pure Energy Minerals gewesen. Dabei handele es sich um ein Unternehmen, das im Grunde dasselbe Ziel verfolgte wie Standard Lithium, aber an der Kommerzialisierung gescheitert sei.

Zweifel an der innovativen Technologie

Standard Lithium arbeitet an einer Technologie, um Lithium umweltschonend aus unterirdischer Salzlake extrahieren zu können. Die Shortseller zitieren mehrere Experten, die Zweifel an der Technologie äußern. Direkte Lithiumextraktion aus Lake werde bereits seit Jahrzehnten erprobt, sei bisher aber noch nie erfolgreich gewesen. Standard Lithium habe kein Wundermittel gefunden, um daran etwas zu ändern.

Weiterhin erhebt Hindenburg Research den Vorwurf, die LiSTR-Technologie basiere lediglich auf drei Patentanmeldungen, von denen zwei bereits abgelehnt worden seien. Zudem habe das Unternehmen 2021 keinen Cent in Forschung und Entwicklung investiert.

Viele weitere Punkte der Leerverkäufer – wiederholte Verspätungen, eine fehlende Investitionszusage des Partners Lanxess, augenscheinlich niedrige Lithiumgewinnungsraten – sind nichts wirklich Neues und für mich kein Indiz auf einen Betrug bei der Standard Lithium-Aktie. Es wäre doch eher überraschend, wenn ein neuartiges Rohstoffprojekt ohne Probleme und Verzögerungen an den Start gehen könnte.

Ist die Standard Lithium-Aktie eine Betrugsmasche?

Um 18:00 am 3. Februar stand eine Stellungnahme des Standard Lithium-Managements noch aus. Eine Gegendarstellung ist wichtig, um sich ein vollständiges Bild zu machen – denn auch Leerverkäufer irren sich mal. Und profitieren natürlich, wenn der Kurs der Standard Lithium-Aktie ordentlich abstürzt.

Unsauber finde ich die Darstellung von Hindenburg Research hinsichtlich der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen. In der Gewinn- und Verlustrechnung finden sich Ausgaben für den Betrieb der Pilotanlage in Höhe von 4,6 Mio. Kanadischen Dollar. Es ist also nicht so, als hätte das Unternehmen das Investieren eingestellt.

Weiterhin passt die Partnerschaft mit Koch Industries nicht ins Bild. Der traditionsreiche amerikanische Industriekonzern hätte nicht 100 Mio. US-Dollar in die Standard Lithium-Aktie investiert, wenn es sich hier um eine Betrugsmasche halten sollte.

Andererseits weiß auch Hindenburg Research, was sie tun. Die Shortseller haben 2020 den Betrug beim Elektro-Truck-Hersteller Nikola aufgedeckt.

Foolishes Fazit

Ob die Shortseller nun recht behalten oder nicht: Der Bericht von Hindenburg Research und einige der angebrachten Punkte sind eine gute Erinnerung daran, dass Investitionen in umsatzlose Unternehmen sehr riskant sein können. Die Standard Lithium-Aktie ist genau so eine Aktie.

Daher ist die Standard Lithium-Aktie sicherlich nicht für jeden Anleger geeignet – und auch in meinem Portfolio macht sie nur einen kleinen Anteil aus. So kann ich einen eventuellen Totalverlust finanziell verschmerzen.

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Christoph Gössel besitzt Aktien von Standard Lithium. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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