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Fresenius-Aktie: Warum sie Mr. Market gerade falsch bepreist!

Foto: Getty Images

Fresenius (WKN: 578560)-Aktien sind in den vergangenen Jahren stark gefallen. Standen sie 2017 noch bei 79,49 Euro, sind es heute nur noch 33,70 Euro. Ein Rückgang um mehr als 57 % (23.02.2022). Doch schaut man sich die Gründe dafür an, wird schnell deutlich, dass Mr. Market, wie Ben Graham die Börse bezeichnete, wieder einmal ein Unternehmen falsch bepreist. Börsenkurse entwickeln sich oftmals irrational, was am Beispiel der Fresenius-Aktie deutlich wird.

Fresenius mit leichten Zuwächsen

Doch zunächst zu den jüngsten Ergebnissen des letzten Jahres (2021). Fresenius berichtet auf Konzernebene von einem Umsatzzuwachs von 3 % auf 37.520 Mio. Euro und einem Gewinnanstieg um 7 % auf 1.818 Mio. Euro. Vor Sondereinflüsse stieg das Ergebnis um 4 % auf 1.867 Mio. Euro.

Woran sich der Markt tatsächlich stört, ist das operative Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen. Es sank im Jahresverlauf um 8 % auf 4.252 Mio. Euro. Fresenius wächst also derzeit nicht mehr so kräftig wie in früheren Jahren, weshalb die Aktie in der Bewertung zurückgekommen ist.

Fresenius Medical Care belastet die Ergebnisse

Hauptgrund dafür sind derzeit die schwächeren Ergebnisse der Fresenius Medical Care (WKN: 578580)-Tochter. Sie litt unter der COVID-19-Situation, in der sich die Übersterblichkeit bei den Dialysepatienten auswirkte. Doch die Pandemie ließ zuletzt nach, was langfristig auch für die Tochter gute Neuigkeiten sind.


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2021 sank der Umsatz von Fresenius Medical Care um 1 % auf 17.619 Mio. Euro. Aufgrund von Zeitwertanpassungen, höheren Personalkosten, gestiegenen Materialkosten und der COVID-19-Effekte sank der Gewinn um 25 % auf 1.018 Mio. Euro. Im vierten Quartal 2021 legte der Umsatz jedoch bereits wieder um 6 % auf 4,647 Mio. Euro zu. Da sich die Pandemie weiter abschwächt, könnte sich diese positive Tendenz in der kommenden Zeit weiter fortsetzen.

Übrige Segmente legen zu

Alle weiteren Fresenius-Segmente berichten hingegen von steigenden Erträgen. So verbuchte Kabi einen Umsatzzuwachs von 3 % auf 7.193 Mio. Euro und einen Gewinnanstieg um 7 % auf 778 Mio. Euro. Helios-Kliniken wuchsen umsatzseitig um 11 % auf 10.891 Mio. Euro und steigerten den Gewinn um 9 % auf 728 Mio. Euro. Vamed verbesserte den Umsatz um 11 % auf 2.297 Mio. Euro und den Gewinn von 2 auf 67 Mio. Euro.

Für die aktuelle Problem-Tochter Fresenius Medical Care hat der Konzern Sparmaßnahmen eingeleitet. Bis 2023 sinken so die jährlichen Kosten um 150 Mio. Euro. Die Effizienzsteigerungen führen allerdings 2022 und 2023 zunächst auch zu Belastungen von 200 Mio. und 100 Mio. Euro.

Fresenius-Aktien günstig bewertet

Die Fresenius-Aktie notiert hingegen aktuell nur noch zu einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,64 (23.02.2022) und ist damit in jeder Hinsicht unterbewertet.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Fresenius.



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