Metaversum: Megatrend mit Ladezeit

Das Metaversum kann das neue große Ding werden. Investoren wittern hier einen gewaltigen Megatrend, der eine Menge Potenzial verspricht. Dreistellige Milliardenbeträge oder sogar ein Billionenvolumen sollen möglich sein. Bislang sehen die meisten jedoch eher eine Erweiterung der erweiterten Realität.
Aber wie groß ist der Megatrend eigentlich? Beziehungsweise: Wann ist das Metaversum so groß, dass es ein gewaltiges Potenzial auch für Investoren gibt? Spannende Fragen. Eine Antwort darauf besagt, dass dieses neue Geschäftsmodell vielleicht eine lange Ladezeit besitzt. Und damit ist eher der übertragene Zugang zu diesem Markt gemeint.
Metaversum: Der Megatrend braucht Zeit
Erste Kritiker führen derzeit an, dass das Metaversum eigentlich noch fast gar nicht definiert ist. Zwar hat Meta Platforms zunächst erklärt, das eigene Engagement in diesem Bereich zu verstärken. Auch erste Plattformen wie Roblox sind prädestiniert, um in diesem Markt Fuß zu fassen. Mit ein paar Konzerten und digitalen Meetings und Whiteboards, an denen die Avatare schreiben können, sollte es jedoch kein Billionenvolumen geben.
Dabei verweisen Analysten darauf, dass der Megatrend bislang noch in den Anfängen steckt. Oder eben in der eigenen Ladezeit. Bislang seien Chancen primär bei den Unternehmen zu identifizieren, die das Werkzeug für die zukünftige Nutzung bereitstellen. Das heißt, dass sich das direkte Marktpotenzial für Verbraucher vielleicht noch nicht zeigt.
Aber heißt das, dass der Megatrend des Metaversums nicht ausgereift ist? Das kann daraus als Quintessenz ziehen. Für mich gibt es jedoch eine andere Perspektive, die deutlich relevanter ist. Nämlich die der Chance, die sich noch in der Entwicklung befindet. Aber eine Menge Potenzial besitzen dürfte.
Zeit ist nicht das große Problem
Mal angenommen, der Megatrend des Metaversums braucht Jahrzehnte, um sich zu entwickeln. Sollte uns das überraschen? Ein dreistelliger Milliardenmarkt oder ein hypothetischer Billionenmarkt entstehen nicht einfach aus dem Stegreif. Auch das technologische Know-how, das sich teilweise erst entwickeln und verbessern muss, braucht Zeit.
Zeit ist hierbei ein wichtiger Schlüssel. Vielleicht ist jetzt ein Zeitpunkt, zu dem die Bereitsteller von Werkzeug das große Potenzial besitzen. Über kurz oder lang dürften es jedoch auch die konkreten Unternehmen in der Anwendung sein, die profitieren können.
Mit dem Megatrend des Metaversums gibt es daher eine Menge Möglichkeiten. Nicht jede macht einen schnell reich. Einige sind womöglich auch versteckt oder nicht offensichtlich. Oder zeigen ihr Potenzial nicht direkt. Einige Unternehmen scheitern wahrscheinlich auch bei ihren Visionen.
Aber dass das Metaversum Ladezeit besitzt, das sollte man nicht als Risiko einordnen. Nein, sondern als eine lange Chance, die unterschiedliche Facetten besitzt. Und die sich über Jahre und Jahrzehnte entwickeln kann, wenn auch mit einigen Aufs und Abs.
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Vincent besitzt Aktien von Meta Platforms. Randi Zuckerberg, eine frühere Leiterin der Marktentwicklung und Sprecherin von Facebook sowie Schwester von Meta Platforms CEO Mark Zuckerberg, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Meta Platforms und Roblox.