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2 Aktien, die bis 2022 um 30 % gefallen sind – und jetzt ein guter Kauf sind

Frau am Smartphone
Foto: Getty Images

In 2 Sätzen

  • ChemoCentryx ist eine Small-Cap-Aktie mit einem potenziellen Blockbuster-Medikament, das bereits zugelassen ist.
  • Meta Platforms hat mit einigem Gegenwind zu kämpfen, könnte aber im Moment zu günstig sein, um es sich entgehen zu lassen.

Der Kauf im Tiefpunkt kann eine riskante Strategie sein, weil man nicht weiß, wann eine Aktie den Tiefpunkt erreicht hat und bis sie sich davon wieder erholt. Es besteht immer die Gefahr, dass eine angeschlagene Aktie in den kommenden Wochen und Monaten noch tiefer fällt. Wer jedoch in stabile Unternehmen mit attraktiven Wachstumsaussichten investiert, könnte sein Gesamtrisiko langfristig minimieren.

Ein paar gute Aktien, die im Jahr 2022 um mehr als 30 % gefallen sind und heute einen Kauf wert sein könnten, sind ChemoCentryx (WKN: A0NBM2) und Meta Platforms (WKN: A1JWVX). Obwohl sie im Moment stark gefallen sind, sollten Anleger sie nicht als langfristige Investitionen ausschließen.

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1. ChemoCentryx

Biotech-Aktien können riskante Käufe sein, da viele von ihnen noch keine zugelassenen Produkte haben, die sie verkaufen können. ChemoCentryx gehörte einst zu dieser Kategorie, aber jetzt nicht mehr.

Im vergangenen Jahr hat die US-Arzneimittelbehörde FDA Tavneos zur Behandlung einer Autoimmunerkrankung zugelassen. Das Medikament hat das Potenzial, ein Blockbuster zu werden – mit einem Jahresumsatz von bis zu 1,3 Mrd. US-Dollar – und das Unternehmen verfolgt auch andere Indikationen dafür, darunter Hidradenitis suppurativa, bei der sich kleine Klumpen unter der Haut bilden.

Dennoch dauert es wahrscheinlich noch lange, bis ChemoCentryx Gewinn machen wird; im vergangenen Jahr belief sich der Nettoverlust auf 131,8 Mio. US-Dollar bei einem Umsatz von 32,2 Mio. US-Dollar. Der Großteil des Umsatzes stammte aus Kooperationen und lizenzbezogenen Einnahmen. Für die Zukunft sollten die Anleger erwarten, dass produktbezogene Einnahmen einen Großteil des Wachstums ausmachen.

Mit einer Marktkapitalisierung von weniger als 2 Mrd. US-Dollar ist ChemoCentryx immer noch recht klein. Es könnte der Eindruck entstehen, dass das Risiko hier hoch ist. Eines der Dinge, auf die ich bei einem Wachstumswert immer achte, ist jedoch der Barmittelverbrauch und die Stärke der Bilanz. Ende letzten Jahres verfügte ChemoCentryx über Barmittel, Barmitteläquivalente und Investitionen in Höhe von 362 Mio. US-Dollar.

Das ist beachtlich, wenn man bedenkt, dass das Unternehmen im vergangenen Jahr nur 76 Mio. US-Dollar zur Finanzierung seines Tagesgeschäfts verbraucht hat. Selbst wenn man davon ausgeht, dass sich die Cash-Burn-Rate in diesem Jahr nicht verbessert, wäre ChemoCentryx problemlos in der Lage, diesen Betrag zu absorbieren, ohne Schulden aufnehmen oder Aktien ausgeben zu müssen. Das ist ein wichtiger Faktor für wachstumsorientierte Investoren.

ChemoCentryx ist langfristig gesehen ein Unternehmen voller Potenzial. Und dank seiner niedrigen Bewertung und minimalen Verschuldung könnte es sogar eine attraktive Übernahme für ein größeres Pharmaunternehmen darstellen, das seine Pipeline aufstocken möchte.

Obwohl die Aktie im Jahr 2022 bisher um satte 34 % gefallen ist (weitaus schlimmer als der Rückgang des S&P 500 von 5 %), ist sie nicht so riskant, wie es auf den ersten Blick scheint. Schlicht weil die vorhandene Liquidität ausreicht, um den Cash-Burn für mehrere Jahre zu decken. Die Anleger werden bei diesem Unternehmen etwas Geduld brauchen, aber ChemoCentryx ist eine Investition, die sich langfristig auszahlen könnte.

2. Meta Platforms

Meta Platforms ist trotz seines eigenen Rückgangs von über 30 % in den ersten drei Monaten des Jahres 2022 immer noch mehr als das 350-Fache von ChemoCentryx wert. Das Social-Media-Unternehmen, zu dem Facebook gehört, ist in seinem Geschäft schon viel weiter, hatte aber kürzlich mit einem ganz anderen Problem zu kämpfen: dem Stillstand der Wachstumszahlen.

Obwohl der Umsatz in den letzten drei Monaten des Jahres 2021 im Vergleich zum Vorjahr um satte 20 % auf 33,7 Mrd. US-Dollar gestiegen ist, verzeichnete das Unternehmen einen Rückgang der täglich aktiven Nutzer (DAUs). Die 1,929 Mrd. DAUs im letzten Quartal waren ein Rückgang von 1,93 Mrd. im Vorquartal. Es ist der erste Rückgang dieser Art für das Unternehmen überhaupt. Und das beunruhigt die Anleger. 

Darüber hinaus gibt es auch Bedenken wegen der Änderungen an Apples mobilem Betriebssystem iOS. Die Nutzer werden nun stärker auf das Tracking aufmerksam gemacht und können es leicht deaktivieren, wodurch es für die Werbetreibenden von Facebook schwieriger wird, so viele Nutzer zu erreichen, wie sie sonst vielleicht erwartet hätten. Meta geht davon aus, dass die Änderung in diesem Jahr zu einem Umsatzrückgang von 10 Mrd. US-Dollar führen könnte. Das ist ein starker Gegenwind, aber einer, der im Moment im Aktienkurs enthalten ist.

Ich bin zuversichtlich, dass Meta diesen Rückschlag verkraften kann und trotzdem Wege findet, sein Geschäft langfristig weiter auszubauen (zum Beispiel durch die Konzentration auf das Metaverse). Der freie Cashflow lag im letzten Quartal bei 12,6 Mrd. US-Dollar; in den letzten vier Zeiträumen lag der niedrigste freie Cashflow bei 7,8 Mrd. US-Dollar.

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 18 ist Meta im Moment eine unglaublich günstige Aktie. In der Vergangenheit wäre es nicht ungewöhnlich gewesen, viel mehr als das 20-Fache der zukünftigen Gewinne zu zahlen. Trotz aller Negativschlagzeilen ist dies immer noch ein solides Unternehmen, in dem sich Anleger langfristig gut aufgehoben fühlen sollten.

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David Jagielski besitzt Aktien von Meta Platforms. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple und Meta Platforms. Dieser Artikel erschien am 30.3.2022 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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