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Vergiss Wasserstoff-Aktien: Diese Aktie ist gerade deutlich preiswerter

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Foto: Getty Images

Wachstumsaktien aller Couleur geraten derzeit ordentlich unter Druck. Wasserstoffaktien sind genauso vom Crash betroffen wie Cloud-Firmen und Elektroautohersteller. Aber fallende Kurse bedeuten auch günstigere Unternehmensbewertungen. Hier wittern wir Foolishe Investoren Einstiegschancen. Besonders die Zalando-Aktie (WKN: ZAL111) sieht gerade attraktiv aus.

Der Absturz der Zalando-Aktie

Zum Sommeranfang 2021 markierte die Zalando-Aktie ihr bisheriges Allzeithoch bei 105,90 Euro. Seither ging es kontinuierlich nach Süden, wobei der Tech-Aktiencrash nur eine von mehreren Abwärtswellen im Aktienkurs darstellt.

Mittlerweile steht die Zalando-Aktie bei 34,67 Euro (Stand: Schlusskurs vom 16. Mai 2022) und damit gut zwei Drittel unter ihrem Rekordniveau. Die Marktkapitalisierung liegt nur noch bei rund 9 Mrd. Euro. Könnte hier tatsächlich demnächst der Turnaround anstehen?

Der Onlinehandel steht vor Schwierigkeiten

Natürlich ist kurzfristig nicht absehbar, wann die Zalando-Aktie ihren Boden findet. Aber das ist auch gar nicht so entscheidend. Für uns langfristige Investoren ist wichtig, wo der Zalando-Aktienkurs in fünf, zehn oder mehr Jahren stehen wird. Dafür schauen wir auf die aktuelle Unternehmensbewertung, aber auch auf die Geschäftsentwicklung.

Hier hat der Onlinehändler die Börse zuletzt negativ überrascht, da der Umsatz im ersten Quartal fiel. Die Verunsicherung der Kunden aufgrund der Kriegssituation in der Ukraine und aufgrund der Inflation ist spürbar. Zudem stellt der Bummel in der Einkaufsmeile nun wieder eine deutlich größere Konkurrenz für Zalando dar als während der Coronapandemie.


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Ein Grund für die Euphorie rund um die Zalando-Aktie in der ersten Jahreshälfte 2021 war auch, dass der Onlinehändler zwischenzeitlich starke Gewinnmargen schrieb. Nun drückten die unerwartet niedrige Nachfrage sowie höhere Rabatte und Logistikkosten das Unternehmen in die roten Zahlen.

Was fundamental für die Zalando-Aktie spricht

Keine Frage, das Unternehmen hat mit einigen fundamentalen Problemen zu kämpfen. Der Absturz des Zalando-Aktienkurses ist in diesem Kontext keine Überraschung. Dennoch ist es wichtig, den Blick auf das große Ganze und auf die langfristigen Chancen nicht zu verlieren.

Dass der Onlinehandel dem stationären Handel langfristig weiter Marktanteile wegnehmen wird, ist extrem wahrscheinlich. Mit diesem Trend als Wachstumsmotor möchte Zalando bis 2025 das verkaufte Bruttowarenvolumen auf 30 Mrd. Euro verdoppeln – dieses Ziel wurde erst vor Kurzem mit der Vorlage der letzten Quartalszahlen bestätigt.

Derzeit befindet sich die Zalando-Aktie noch nicht in der Position, hohe Gewinnmargen einnehmen zu können. Erst einmal möchte sich das Unternehmen als führender europäischer Akteur im Bereich Mode etablieren. Sobald die Marktposition des Unternehmens gesichert ist, kann es sich stärker darauf fokussieren, diese zu Geld zu machen.

Die Quartalszahlen waren ein Schockmoment für den ein oder anderen Investor der Zalando-Aktie, aber sie zerstören die Investmentthese nicht. Derweil liegt das Verhältnis vom Unternehmenswert zum Umsatz deutlich unter 1 – was sich in der rückblickenden Betrachtung eines Tages als sehr günstig herausstellen könnte.

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Christoph Gössel besitzt Aktien von Zalando. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Zalando.



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