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Fielmann-Aktie: 40 Euro!

Ein Fielmann Standort liegt an einer Straße.
Foto: Julia Roegner

Die Fielmann-Aktie (WKN: 577220) notiert um die Marke von 40 Euro. Das ist bemerkenswert, benötigt aber vielleicht etwas Kontext. Für die meisten Investoren, die die Aktie etwas verfolgen oder auf der Watchlist hatten, ist das eine eher preiswerte Bewertung.

Schließlich notierte die Aktie vor dem Corona-Crash noch bei über 75 Euro. Selbst im Februar dieses Jahres stiegen die Anteilsscheine erneut bis auf über 70 Euro. Das zeigt, dass die Aktie zuletzt eher tief gefallen ist.

Aber was können wir zur Fielmann-Aktie ansonsten jetzt noch sagen? Fundamental betrachtet ist die Bewertung jedenfalls preiswerter. Auch wenn sie von einem günstigen Schnäppchen- oder Value-Niveau noch weiter entfernt ist, lohnt jetzt womöglich der nähere Blick.

Fielmann-Aktie: Der Auslöser für den Crash!

Wer jetzt den Chart der Fielmann-Aktie betrachtet, der sieht vor allem einen deutlichen Abverkauf. Ja, na klar! Es hat einen Auslöser für die Korrektur beziehungsweise den Crash gegeben. Eigentlich rechnete das Management mit einem soliden Umsatzwachstum und einer spürbaren Verbesserung der Margen. Na ja, sagen wir es so: Daraus wird nix.

Inzwischen ist für das Geschäftsjahr 2022 die Prognose veröffentlicht, wonach das Ergebnis vor Steuern sogar unterhalb des Vorjahreswertes und bei ca. 190 Mio. Euro liegen soll. Gleichzeitig dürften die Erlöse bei 1,8 Mrd. Euro liegen. Nicht der Anspruch an Wachstum, den man ursprünglich in den Raum gestellt hat.

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Wobei das mit Blick auf die Fielmann-Aktie eigentlich nicht die sonderlich große Überraschung war, im Nachhinein zumindest nicht. Einige Investoren haben womöglich nicht auf dem Schirm gehabt, dass auch Brillen und Sehhilfen in Zeiten der Inflation zyklisch reagieren können. Für viele Verbraucher gilt: Bei einer neuen Brille muss es jetzt nicht unbedingt die teuerste sein. Geld ist knapp und es wird gespart, wo es nur geht.

Eine günstige Bewertung?!

Trotzdem besitzt die Fielmann-Aktie eine Menge Qualität und ein langfristig motiviertes Management. Die Gründerfamilie ist schließlich der maßgebliche Investor. Mit Marc Fielmann sitzt zwar ein noch junger Top-Manager auf dem Chefsessel. Für eine digitalere Ausrichtung kann das jedoch nicht verkehrt sein. E-Commerce und digitale Verkäufe im Allgemeinen können Wachstum bedeuten.

Die Fielmann-Aktie dürfte derzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis in den mittleren 20ern bewertet sein, was nicht unbedingt preiswert erscheint. Aber ca. 3,7 % Dividendenrendite wirken dafür umso attraktiver. Gleichzeitig liegt das Kurs-Cashflow-Verhältnis bei ca. 10. Zwar kann sich an dieser Kennzahl auch etwas verändern. Es zeigt jedoch, dass die Gewinne nur ein Bild der Bewertung zeichnen.

Der Dip kann daher eine Chance für Foolishe Investoren sein, bei einem Qualitäts- und Familienunternehmen günstiger zum Zug zu kommen. Ich habe die Fielmann-Aktie auf diesem Kursniveau jedenfalls weiter oben auf meiner Watchlist.

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Vincent besitzt Aktien von Fielmann. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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