W. P. Carey hängt Realty Income dort ab, worauf es wirklich ankommt: Bei der Dividende!

Ein Haus aus Euro-Münzen und einem gefalteten 50-Euro-Schein
Foto: Skitterphoto via Pexels

W. P. Carey (WKN: A1J5SB) und Realty Income (WKN: 899744) sind zwei Real Estate Investment Trusts, die viele Einkommensinvestoren vermutlich wegen der Dividende im Depot haben. Beide gelten als attraktive Zahler mit rund 5 % Dividendenrendite. Der eine REIT liegt hier ein wenig höher, der andere ein wenig tiefer.

Das mag man mit unterschiedlicher Qualität begründen. Wobei W. P. Carey nun auf 5,12 % Dividendenrendite kommt. Realty Income schafft hingegen mit 5,35 % moderat mehr. Trotzdem sage ich ganz klar: Der unbekanntere REIT mit seinen vierteljährlichen Zahlungen hängt The Monthly Dividend Company derzeit ab.

Nicht bei der Höhe der Dividende. Auch nicht bei der Historie. Wohl aber bei Dingen, auf die es jetzt ankommt: der Gegenwart und der Zukunft.

Realty Income vs. W. P. Carey: Wo The Monthly Dividend Company nicht mithalten kann!

Wenn wir uns Realty Income ansehen, so fällt natürlich direkt die spannende Historie auf. Seit dem Börsengang im Jahre 1994 ist die Dividende nicht einmal gesenkt worden. Es gibt insgesamt einen Lauf von über 670 Monaten mit einer Dividende. Wir sprechen hier von einem Dividendenaristokraten, wie er im Buche steht. Nicht umsonst ist der Beiname The Monthly Dividend Company absolut gerechtfertigt.

Auffallend ist jedoch: Realty Income erhöht die Dividende zwar in jedem Vierteljahr. Erst im Juni dieses Jahres erklärte das Management, dass man die Ausschüttungssumme je Aktie von 0,2705 US-Dollar auf 0,271 US-Dollar anhebt. Das Wachstum liegt jedoch beim Bruchteil eines Prozents. Nicht gerade gewichtig, wenn du mich fragst. Oder auch die meisten Investoren. Es braucht wahrlich ein Vermögen, um lediglich einen US-Dollar mehr Dividende pro Monat zu erhalten.

W. P. Carey ist hier anders. Dieser Real Estate Investment Trust erklärte im Juni, dass man die Dividende von 0,93 US-Dollar auf 0,94 US-Dollar erhöht. Damit gibt es ein Wachstum von über 4 % pro Jahr. Denn der REIT erhöhte zuletzt in jedem Vierteljahr um jeweils einen US-Cent die Dividende je Aktie. Damit kann W. P. Carey ein deutlich höheres Dividendenwachstum liefern. Rein rechnerisch braucht es fünf Quartale, ehe der unbekanntere REIT mit Realty Income bei der Dividendenrendite mithalten kann. Wenn wir in die Zukunft blicken, hat daher W. P. Carey die womöglich attraktiveren Ansätze.

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Die Dynamik auf seiner Seite

Das liegt unter anderem daran, dass W. P. Carey vor einigen Jahren einen mutigen Schritt ging: Man kürzte die Dividende und trennte sich von seinen Office-Immobilien. Es war natürlich ein schmerzhafter Schritt für den Anfang. Aber wir erkennen im Nachhinein, dass exakt dadurch ein stärkeres Wachstum zurückgekehrt ist. Im ersten Quartal des Jahres 2026 konnte der REIT die Funds from Operations je Aktie dadurch um 11 % auf 1,30 US-Dollar steigern. Mit diesem Wert erreicht W. P. Carey mittlerweile seine Stärke zurück, die man vor dem Verkauf der Office-Immobilien hatte. Die Quartalsdividende mag noch nicht auf dem vorherigen Niveau von knapp über 1,07 US-Dollar sein. Es bleibt für mich jedoch eher eine Frage der Zeit.

Realty Income ist dafür der defensivere Mix. Wächst jedoch auch bedeutend langsamer. Im ersten Quartal stiegen hier die Funds from Operations je Aktie um 6,6 % auf 1,13 US-Dollar. Allerdings bremst auch das Portfolio, bestehend aus über 15.500 Einheiten, ein stärkeres Wachstum. Versteh‘ mich nicht falsch: Für die Größe ist Realty Income durchaus dynamisch. Aber W. P. Carey ist mit etwa 1.600 Einheiten doch ein wenig flotter unterwegs.

Immerhin: Realty Income besitzt ein Ausschüttungsverhältnis von moderaten 72 %. Eine höhere Dividende könnte durchaus leistbar sein. Aber trotz seines stärkeren Wachstums glänzt auch W. P. Carey hier mit einem maßvollen Wert von leicht höheren 72,3 %. Mit einem stärkeren Wachstum dürfte dieser Wert aber ebenfalls schneller weiter sinken. Es bleibt dann mehr Spielraum, um die Dividende zu erhöhen.

Realty Income vs. W. P. Carey: Die Qual der Wahl?!

Die beiden Aktien bieten daher meiner Meinung nach unterschiedliche Profile. Wer Stabilität bei der Dividende haben will, der ist bei Realty Income nach wie vor gut aufgehoben. Dem Management ist es augenscheinlich das Wichtigste, dass man konsequent konstant zahlt. Dabei ist man lieber nicht zu mutig, um keine Messlatte zu setzen, die man in Zukunft nicht halten kann.

W. P. Carey ist anders. Auch die Entscheidung, die Dividende proaktiv zu kürzen, um wieder stärker zu wachsen, unterstreicht diese andere Ausrichtung. Der Plan funktionierte: Denn mittlerweile hat W. P. Carey Realty Income dort abgehängt, wo es für doch nicht wenige Einkommensinvestoren sehr wichtig wird: Beim Dividendenwachstum, beim operativen Wachstum und damit verbunden der Zukunft dieser Dividende.

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Vincent besitzt Aktien von Realty Income und W. P. Carey. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Realty Income und W. P. Carey.



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