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Verliert Netflix, weil das Management sich verrannt hat?

Netflix Aktie
Foto: The Motley Fool

Netflix (WKN: 552484) verliert im Moment für einige Analysten, weil der US-Konzern in Summe weniger Mitglieder hat als Walt Disney. Entscheidend ist für mich, dass es im Streaming-Markt Platz für mehr als einen führenden Akteur gibt. Sowie auch, dass die Plattform Netflix als Dienst noch vor Disney+ liegt. Zudem stagniert das Ökosystem zumindest auf hohem Niveau.

Aber schauen wir heute auf etwas anderes: Verliert der Streaming-Konzern, weil sich das Management in Nebensächlichkeiten verrannt hat? Es gibt zumindest kritische Stimmen, die besagen, dass das Gaming ein falscher Fokus ist, der jetzt womöglich die Marktführerschaft kostete.

Netflix: Verloren, weil man sich verrannt hat?

Sinngemäß heißt es: Netflix hat unter anderem den Fokus auf das Gaming gelegt und damit eine gewisse Aufteilung vorgenommen. Unter anderem investierte das Management bereits einen dreistelligen Millionenbetrag in die Errichtung des Angebots und des operativen Fundaments. Und wofür, sinngemäß? Für eine Handvoll mobiler Spiele und die Tatsache, dass lediglich 1 % der bisherigen Nutzer tagtäglich das Spieleangebot nutzten.

Ist das wenig, zu wenig? Ja, womöglich schon. Aber ein springender Punkt ist, dass das Management investiert hat, um mittel- bis langfristig hier ein größeres Segment zu errichten. Dazu sind beispielsweise auch Zukäufe von Entwickler-Studios vordergründig gewesen, die weiter liefern könnten. Außerdem braucht es manchmal Zeit, bis sich ein solcher Geschäftsbereich wie das Gaming-Streaming weiter etabliert.


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Ebenfalls relevant für mich: Netflix setzt zwar einen leichten Fokus auf das Gaming-Streaming. Ein niedriger bis mittlerer dreistelliger Millionenbetrag ist jedoch nicht die große Wette. Zum Vergleich: Für Content allgemein ist in diesem Jahr ein Betrag von 17 Mrd. US-Dollar vorgesehen, primär für die Videospieleproduktion. Insofern sind die Investitionen lediglich marginal höher als der bisherige Nutzerkreis. Tendenz vielleicht langfristig orientiert steigend.

Wenn, dann lediglich strategisch

Sollte sich Netflix beim Gaming-Streaming verrannt haben, dann lediglich, was die eigene Strategie angeht. Wir können jedoch gleichsam auch anführen, dass der US-Konzern etwas Größeres aufbauen möchte. Ja, das Streaming auf vielen verschiedenen Ebenen denkt und den eigenen Nutzern möglichst viel bieten will. Für die Bindung erscheint mir das eine gute, zielführende Strategie.

Ich sehe es nicht als Fehler, hier zu investieren. Die Mittel sind gemessen an den Gesamtinvestitionen nicht zu hoch. Zudem könnte auch hier ein lukrativer Markt lauern. Der Versuch erscheint deshalb legitim, zumal das Management weder gescheitert ist noch sich gedanklich lediglich mit den Möglichkeiten aufhält. Es bleibt abzuwarten, ob das auch der große Erfolg ist. Aber: Ich sehe keinen Fehler an dieser Stelle.

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Vincent besitzt Aktien von Netflix und Walt Disney. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Netflix und Walt Disney und empfiehlt die folgenden Optionen: Long January 2024 $145 Call auf Walt Disney und Short January 2024 $155 Call auf Walt Disney.



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