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Warum die BYD-Aktie am Mittwoch um 7,91 % abgestürzt ist

Börsencrash
Foto: Getty Images

An einem ohnehin weitgehend roten Handelstag war die Aktie des chinesischen Elektroautoherstellers BYD (WKN: A0M4W9) am Mittwoch ein besonders negatives Highlight. Denn sie beendete den Handelstag mit einem Minus von 7,91 %. Zwischenzeitlich lag die BYD-Aktie sogar zweistellig im Minus.

Der Grund für den Absturz der BYD-Aktie ist schnell gefunden: Der bekannte Investor Warren Buffett, der vor 14 Jahren erstmals eine Position in dem Elektroautohersteller aufgebaut hatte, hat seinen Anteil reduziert.

Was bedeuten Warren Buffetts Verkäufe wirklich für die BYD-Aktie und wie sollten Investoren reagieren?

Verkauft Warren Buffett nun alle BYD-Aktien?

Die Größenordnung des Verkaufs ist dabei eher homöopathisch: Warren Buffetts Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway (WKN: 854075, A0YJQ2) reduzierte ihren Anteil am Elektroautohersteller von 20,04 % auf 19,92 % – oder, wenn man weniger pingelig rundet, von 20 auf 20 %. Trotzdem trat diese Transaktion die Spekulationsmaschinerie los.

Denn Berkshire Hathaway hat seit 14 Jahren keine einzige BYD-Aktie mehr verkauft. Einige Investoren interpretieren diesen Mini-Verkauf nun als Indiz dafür, dass Warren Buffett bei diesem Investment Kasse machen könnte.

Die Gründe für den Verkauf? Reine Spekulation!

Gründe, die BYD-Aktie zu verkaufen, hätte der Star-Investor sicherlich genug. Denn Warren Buffett ist nun schon viele Jahre in dem Elektroautohersteller investiert. Sein 232 Mio. US-Dollar starkes Anfangsinvestment hat sich zu einem rund 7 Mrd. US-Dollar schweren Schatz verwandelt, wie Fortune vorrechnet. Da würde der eine oder andere von uns doch auch Gewinne mitnehmen, oder?

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Die hohe Bewertung der BYD-Aktie – das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der letzten zwölf Monate liegt bei 168 – könnte ebenso eine Rolle spielen. Weiterhin könnte sich Warren Buffett über die Spannungen zwischen China und den USA sorgen und sich die Frage stellen, ob das asiatische Land in einiger Zeit vielleicht gar keine ausländischen Investoren mehr bei seinen eigenen Unternehmen zulässt. Vielleicht sieht der Star-Investor auch beim Elektroautohersteller selbst operativen Gegenwind aufziehen.

Was auch immer der Grund ist: Eine negative Einschätzung von Warren Buffett – oder auch nur die Aussicht auf eine solche – hat am Aktienmarkt viel Gewicht. Das ist der Grund, warum die BYD-Aktie am Mittwoch so deutlich abgestürzt ist.

BYD-Aktie: Keine Panik!

Für BYD-Aktionäre besteht dennoch kein Grund zur Panik.

Denn erstens könnte es sich bei dieser Transaktion auch um eine ganz gewöhnliche und wenig aufregende Aussteuerung des Portfolios von Berkshire Hathaway aus Risikogesichtspunkten handeln. Obwohl Warren Buffett für langfristiges Investieren steht, kauft und verkauft er immer mal kleinere und größere Aktienpakete der Unternehmen, an denen er beteiligt ist.

Zweitens sollte für BYD-Investoren ohnehin wichtiger sein, wie sich das Unternehmen selbst entwickelt, und nicht seine Aktionärsstruktur. Operativ liefert der Elektroautohersteller nach wie vor starkes Wachstum. Dank seiner Position als Batteriehersteller und Lithium-Mineninvestor hat BYD sein Schicksal fest in der eigenen Hand.

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Christoph Gössel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt BYD und Berkshire Hathaway (B-Aktien). The Motley Fool empfiehlt die folgenden Optionen: Long January 2023 $200 Calls auf Berkshire Hathaway (B-Aktien), Short January 2023 $200 Puts auf Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Short January 2023 $265 Calls auf Berkshire Hathaway (B-Aktien).



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