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1 Jahr Aktien-Schmerzen vs. in 5 Jahren nix bereuen: Die eigentlich klare Wahl

InsurTech-Aktie Chance und Risiken
Foto: Getty Images

Du hast die Wahl: Ein Jahr Aktien-Schmerzen, um in fünf Jahren nichts zu bereuen, oder du lässt es jetzt, verzichtest auf eine schwierige Zeit, denkst dir in fünf Jahren oder womöglich in dreien oder sieben: Mensch, hätte ich mal deutlich mehr gekauft.

Kommt dir das bekannt vor? Ich glaube, dass wir genau jetzt eine solche Marktphase haben. Im Endeffekt sind steigende Zinsen, die hohe Inflation und konjunkturelle Unsicherheiten zwar ein Problem. Growth-Aktien sind bereits gecrasht, selbst Dividendenaktien geben derzeit nach. Der springende Punkt ist jedoch, dass Foolishe Investoren vermehrt günstige Qualität mit einer guten Renditechance sehen können.

Das heißt nicht, dass jede Aktie jetzt durch die Decke geht. Schmerzen sind weiterhin möglich. Aber wer nicht investiert, der läuft eben Gefahr, die Chance zu verpassen und etwas zu bereuen. Auf welche Seite möchtest du dich also lieber schlagen?

Aktien-Schmerzen und das Bereuen …

Natürlich sind Aktien-Schmerzen nicht schön. Wenn du in den letzten Monaten oder Quartalen bereits ein Dip-Käufer gewesen bist, so stehen die Chancen nicht schlecht, dass du genau das kennst. Weiter fallende Aktienkurse und so manches Minus von 80 % oder mehr bei Growth-Aktien ist wirklich nicht einfach hinzunehmen.


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Allerdings können einige solcher Aktien oder auch Dividendenaktien mit, keine Ahnung, relativ stabilen 5 oder 6 % Dividendenrendite eine einmalige Chance sein, die so schnell nicht wiederkommt. Vielleicht heißt das Kaufen einer Aktie jetzt, dass es zu weiterer Volatilität kommt. Womöglich erwischt man die eigenen Chancen nicht am Tiefpunkt und verliert noch einmal 10 %. Oder noch mehr, wer weiß das schon.

Wer jetzt jedoch nicht kauft, der riskiert, dass er es bereut. Vielleicht nicht heute, wenn es weiter bergab geht. Wohl aber in drei, fünf oder sieben Jahren, wenn die Inflation abgeklungen ist, steigende Zinsen entweder eingepreist sind oder der Vergangenheit angehören und sich die Wirtschaft wieder stabiler entwickelt. Die Aktien-Schmerzen vergehen irgendwann, dafür ist die Vergangenheit ein guter Indikator. Was bleibt, ist hingegen so manches Mal das Bereuen, günstige Top-Aktien nicht gekauft zu haben. Oder nicht in der Größenordnung, in der man eigentlich hätte zuschlagen wollen.

Deine Entscheidung

Aktien-Schmerzen machen mir, ehrlich gesagt, auch wenig Freude. Mein Portfolio im Minus zu sehen ist nicht einfach. Na klar: Beim Kaufen freue ich mich, Qualität zu einem günstigeren Preis zu bekommen. Trotzdem ist es häufig der Bestand, der emotionalen Druck auslöst.

Kurzfristige Schmerzen sind mir inzwischen jedoch lieber, als wenn ich in einigen Jahren denke: Hätte ich doch mal mehr investiert. Das ist mir im Corona-Crash bereits passiert und genau das ist ein Umstand, den ich jetzt lieber vermeide.

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