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Die OPEC reagiert (vermutlich), wie sie eben reagiert

silhouette of working oil pumps on sunset background
Foto: Getty Images

Die OPEC spricht seit Monaten von der Möglichkeit, die Nachfrage nach Öl könnte abnehmen. Seitdem es in China einige Verwerfungen und insbesondere wieder höhere Fallzahlen von COVID-19 und entsprechend harte Maßnahmen vonseiten der Regierung gibt, wissen wir: Sinkende Ölpreise sind durchaus möglich!

Das führte zuletzt dazu, dass das Kartell bereits das tägliche Fördervolumen gekürzt hat. Trotzdem sind die Ölpreise auch zu Anfang dieser Woche bis auf 74 US-Dollar bei WTI und knapp über 80 US-Dollar beim Barrel Brent eingebrochen.

Jetzt deutet sich erneut an, dass die OPEC reagiert, wie sie nun einmal reagiert. Das zeigt gleichsam auch, welche Interessen das Kartell vermutlich verfolgen dürfte.

OPEC: Diese Reaktion ist wahrscheinlich

Anlass unserer Überlegungen ist das erneute monatliche Treffen der OPEC zum kommenden Wochenende. Am Sonntag sollen sich Vertreter des Kartells erneut zusammenfinden, um über die Förderpolitik des kommenden Monats zu beraten. Möglicherweise erfahren wir dann auch etwas über die Ausrichtung im Jahr 2023.

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Wie nun die Nachrichtenagentur Bloomberg im Vorfeld dieses Treffens vermutet, dürfte sich die OPEC zu einer weiteren Förderkürzung durchringen. Zumindest sei das eine erste Option, die einige Vertreter der Delegation gegenüber Bloomberg geäußert hätten. Vermutlich möchte jeder zunächst diplomatisch agieren, ehe es einen Konsens des gesamten Kartells gibt.

Wie Bloomberg weiter ausführt, dürfte das Kartell damit auf die weiterhin vorhandenen Besonderheiten im Markt reagieren. Vonseiten Chinas gehe ein Risiko aus, das möglicherweise die Nachfrage dämpfen könnte. Wenn es zu einer weiteren Kürzung kommt, dürfte sich jedenfalls eine Zielvorstellung des Ölkartells mehr und mehr ableiten lassen:

Das Stabilisieren auf hohem Niveau!

Die OPEC dürfte vermutlich den Ölpreis auf einem hohen Niveau stabilisieren wollen. Mit Förderkürzungen dürfte das derzeit erreichbar sein. Im Endeffekt zeigt das jedoch auch, dass ein künstliches Eingreifen in der jetzigen Marktlage bereits notwendig geworden ist.

Inwieweit das Ölkartell noch eingreifen und stützen kann, das bleibt eine weitere relevante Frage. Vermutlich bewegen wir uns noch auf einem eher sehr hohen Niveau. Die vergangenen Jahre haben jedoch gezeigt, dass insbesondere die Fördereinschränkungen innerhalb des Kartells für heftige Diskussionen gesorgt haben. Jedoch hat das Kartell zumindest in den vergangenen Jahren sehr solide und einheitlich agiert. Zum Stützen der Notierungen von Brent und WTI kann das in der jetzigen Marktlage vielleicht weiterhin nötig sein.

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