Zehntgrößtes Pharmaunternehmen der Welt lockt mit 9er-KGV

Ein Forscher arbeitet mit Pipette und Reagenzglas im Labor
Foto: ThisIsEngineering via Pexels

Bristol Myers Squibb (WKN: 850501) ist das zehntgrößte Pharmaunternehmen der Welt und hat seine Schwerpunkte in den Bereichen Hämatologie, Immunologie, Onkologie und kardiovaskuläre Erkrankungen. Das Unternehmen verfügt dabei über sieben sogenannte Blockbuster-Medikamente, die einen jährlichen Umsatz von mindestens 1 Mrd. US-Dollar generieren.

Der absolute Spitzenreiter unter diesen Blockbustern war bis letztes Jahr das Krebsmedikament Revlimid, dessen Umsätze jedoch rückläufig sind, nachdem im Jahr 2022 das Patent abgelaufen ist. Value-Investoren mit einem langfristigen Investmentansatz und einer Vorliebe für Dividendenaktien bietet sich nun jedoch die Chance, die Aktie des Pharmariesen günstig zu erwerben.

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Patentverlust von Topseller sorgt für Unsicherheit

Das Krebsmedikament Revlimid war jahrelang ein absoluter Top Seller. So erzielte Bristol Myers im Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz in Höhe von 12,8 Mrd. US-Dollar mit dem Medikament. Mit Eintritt der Generika im Jahr 2022 reduzierte sich dieser Wert im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 jedoch bereits auf 10,0 Mrd. US-Dollar. Für 2023 soll der Umsatz von Revlimid dann nur noch bei 6,5 Mrd. US-Dollar liegen. Auch für die beiden Jahre danach rechnet Bristol Myers mit sinkenden Umsätzen für Revlimid. So erwartet das Unternehmen diesbezüglich für die Jahre 2024 und 2025 laut CFO David Elkins weitere Umsatzeinbußen in Höhe von jeweils 2,5 Mrd. US-Dollar.

Nun sind auslaufende Patente für Pharmaunternehmen nichts Neues. Dementsprechend hat Bristol Myers bereits eine ganze Reihe von neu zugelassenen Medikamenten, die das Unternehmen in seinem sogenannten „New Product Portfolio“ zusammenfasst. Dabei handelt es sich um aktuell neun verschiedene Medikamente und Zelltherapien, die im Geschäftsjahr 2022 mit einer Wachstumsrate von 87 % glänzten und dabei bereits 2,0 Mrd. US-Dollar an Umsatz erzielten.

Neues Portfolio, Blockbuster und Pipeline sollen Wachstum ankurbeln

Bristol Myers rechnet damit, dass das neue Produktportfolio im Jahr 2025 bereits einen Umsatz von 10 bis 13 Mrd. US-Dollar erzielen soll, womit es den fehlenden Umsatz von Revlimid in kurzer Zeit bereits wettmachen soll. Insgesamt sollen die Umsätze der kürzlich zugelassenen Medikamente bis 2030 auf über 25 Mrd. US-Dollar anwachsen.

Neben dem neuen Produktportfolio helfen auch die Blockbuster-Medikamente Eliquis und Opdivo dabei, die sinkenden Umsätze von Revlimid zu neutralisieren. So konnten das Blutverdünnungsmedikament Eliquis und das Krebsmedikament Opdivo im abgelaufenen Jahr ihre Umsätze um 10 % auf 11,8 Mrd. bzw. 8,2 Mrd. US-Dollar steigern. Insgesamt stiegen die Umsätze aller „alten“ Medikamente von 31,3 Mrd. auf 33,3 Mrd. US-Dollar. Folglich konnte Bristol Myers seine Umsätze im Geschäftsjahr 2022 mit 46,2 Mrd. US-Dollar trotz der aktuellen Problematik nahezu konstant halten, nachdem im Vorjahr die Umsätze bei 46,4 Mrd. US-Dollar lagen. Für das nächste Jahr rechnet Bristol Myers sogar mit einem leichten Umsatzwachstum von 2 %.

Neben dem neuen und dem alten Produktportfolio hat Bristol Myers noch ein weiteres Ass im Ärmel. So hat das Unternehmen nämlich über 50 weitere Medikamente in seiner Forschungspipeline. Allein sechs dieser Medikamente befinden sich dabei bereits in der klinischen Entwicklungsphase und haben laut dem Unternehmen ein Umsatzpotenzial von 10 Mrd. US-Dollar.

Bristol Myers lockt mit solider Dividende und günstiger Bewertung

Bristol Myers ist darüber hinaus bei Einkommensinvestoren als beliebter Dividendenzahler bekannt. So hat das Unternehmen seit 1999 seine Dividende nicht mehr gekürzt. Insgesamt hat das Unternehmen seitdem die Dividende sogar um insgesamt 159 % erhöht. Aktuell liegt die Dividendenrendite bei 3,2 % (Stand: 16.04.2023). Die Auszahlungsquote von lediglich 38,8 % erlaubt dabei weiterhin Spielraum für zukünftige Dividendenerhöhungen.

Darüber hinaus lockt die Aktie von Bristol Myers Investoren mit einer günstigen Bewertung. So notiert die Aktie des Unternehmens aktuell zu einem 2023er-KGV von 8,8 und befindet sich damit deutlich unterhalb des Sektor-Medians für Pharmaaktien von 20,1.

Kurzfristig wird ein Investment in Bristol Myers Squibb vermutlich keine Traumrenditen erzielen. Berücksichtigt man jedoch die Wachstumsstrategie des Unternehmens, die auf dem neuen Portfolio, dem anhaltenden Wachstum bestehender Blockbuster-Medikamente und einer tiefen Pipeline beruht, bietet sich hier eventuell durchaus eine interessante Investmentmöglichkeit. Abgerundet wird das Paket mit einer attraktiven Dividende und einer günstigen Bewertung.

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Samuel Tazman besitzt Aktien von Bristol Myers Squibb. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.



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