Wie man „den größten Verlust beim Aktienkauf“ ganz einfach umgehen kann

Geld wird verbrannt. Euro werden verbrannt, der Schatz ist weg durch die Inflation.
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Der größte Verlust beim Aktienkauf: Für die meisten Investoren ist das wohl, wenn eine Aktie 100 % ihres Wertes verliert. Es ist ein Totalausfall, der einen in der Regel viel Geld kostet. Erreicht eine Aktie einen Kurs von 0,00 Euro, so ist jede auch noch so theoretische Hoffnung auf eine Erholung dahin.

In der Regel passiert so etwas nicht nur selten, sondern auch mit Ankündigung. Eine Insolvenz ist für gewöhnlich das Event, wenn genau das passiert. Trotzdem gibt es so manches börsennotierte Unternehmen, das davon betroffen war. Ja, auch in den letzten Jahren, erinnern wir uns nur an Thomas Cook.

So bitter der größte Verlust beim Aktienkauf auch ist: Wir können uns als Investoren schützen. Eine ziemlich simple Strategie sorgt letztlich dafür.

Der größte Verlust beim Aktienkauf: Heilmittel Diversifikation

Um uns selbst, unser Vermögen und unser Portfolio ganzheitlich zu schützen, ist Diversifikation das Mittel der Wahl. Es kann passieren, dass wir den größten Verlust erfahren. Dass eine Aktie, die wir gekauft haben, wertlos wird. Der entscheidende Faktor ist jedoch: Haben wir unsere Investitionen gestreut, so treffen uns die Auswirkungen nicht mehr ganz so stark.

Bereits ab zwei Aktien, die wir in unserem Depot halten, verringert sich der Effekt eines Totalausfalls auf lediglich 50 % des Portfolios. Vorausgesetzt natürlich, dass beide Investitionen gleich groß sind. Haben wir vier Aktien gekauft, sind es lediglich noch 25 % des Aktienvermögens, das davon betroffen ist. Wir könnten das ewig so weiterführen, zum Beispiel mit zehn Aktien und 10 %, 40 Aktien und 2,5 % oder auch 100 Aktien und lediglich 1 %. Für die meisten Investoren dürfte in diesem Spektrum der sogenannte Sweet Spot liegen.

Die entscheidende Erkenntnis ist daher: Ein diversifiziertes Portfolio schützt uns zwar nicht bei jeder einzelnen Investition. Der größte Verlust beim Aktienkauf ist möglich. Aber es führt nicht dazu, dass wir uns selbst in ein existenzielles Risiko begeben, wenn wir auf eine breitere Streuung setzen.

Die Performance kann trotzdem mies sein …

Diversifikation als Allheilmittel zu proklamieren ist trotzdem gefährlich. Auch wenn es uns davor schützt, dass eine einzelne Aktie für einen persönlichen Totalausfall bei der Vermögensplanung sorgt: Sie muss nicht zwangsläufig ein Renditetreiber sein. Wobei sie es kann, wenn man als passiver Investor zum Beispiel ganz einfach auf den breiten Markt mithilfe eines ETFs setzt.

Dennoch ist es möglich, dass wir trotz diversifiziertem Portfolio eine weniger gute Performance einfahren. Ja, sogar Verluste über das Portfolio hinweg. Dann ist es an der Zeit, dass wir uns selbst und unseren Ansatz hinterfragen. Gerade über längere Zeiträume hinweg spricht in diesem Szenario sehr viel dafür, dass ein Anleger nicht unbedingt in Qualitätsunternehmen investiert hat.

Eigentlich führt das zu einer weiterführenden Frage. Nämlich zu der, ob ein Totalausfall von 100 % der größtmögliche Verlust beim Aktienkauf ist. Oder aber, ob ein fehlgeleiteter Portfolioaufbau und Ansatz eines Investors nicht eigentlich viel schwerer wiegt.

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