Böse Aktien, gute Rendite: 2 Top-Investments

4 gelbe Kugeln die verschiedene Gesichtsausdrücke zeigen.
Foto: Gino Crescoli via Pixabay

Die Welt der Investitionen kann kompliziert und herausfordernd sein. Doch es gibt Unternehmen, die als solide und rentable Investitionen gelten. Zwei solcher Unternehmen sind Rheinmetall (WKN: 703000) und British American Tobacco (WKN: 916018).

Doch es gibt ein Problem: Sie gelten als böse Aktien, da sie in umstrittenen Geschäftsfeldern tätig sind. Rheinmetall ist ein Rüstungskonzern und die Produkte von British American Tobacco machen Menschen krank.

Trotzdem bieten sie Anlegern eine attraktive Rendite mit Aussicht. Schauen wir uns heute einmal diese beiden Laster-Aktien genauer an.

Rheinmetall: Rüstung wird wieder sexy

Rheinmetall ist ein deutsches Unternehmen, das in der Rüstungsindustrie tätig ist. Das Geschäftsmodell der Rheinländer ist im Wesentlichen darauf ausgerichtet, Produkte und Lösungen für militärische Anwendungen zu entwickeln und herzustellen.

Aber die Düsseldorfer sind auch im Bereich der Automobilindustrie tätig. In den 80er-Jahren wurde dieser zivile Bereich als zweites Standbein stark ausgebaut, um sich weniger von Waffensystemen und Munition abhängig zu machen.

Zukünftig wird er im eigenen Konzern als ONE Rheinmetall in der Konzernstruktur aufgehen. Damit steht Rüstung wieder im Vordergrund, was angesichts der neuen geopolitischen Bedrohungen sowie dem Versprechen vieler Länder, mehr in Rüstung zu investieren, durchaus sinnvoll erscheint.

Rheinmetall hat eine Marktkapitalisierung von etwa 11,6 Mrd. Euro und eine erwartete Dividendenrendite von rund 1,6 % (Stand: 4.5.23, Morningstar).

British American Tobacco: Rauchen wird gesünder

British American Tobacco ist ein britisches Unternehmen, das in der Tabakindustrie tätig ist. Das Unternehmen produziert und vertreibt Tabakprodukte wie Zigaretten, Zigarren und Pfeifentabak in mehr als 200 Ländern weltweit. Die Briten haben dabei eine Marktkapitalisierung von etwa 82 Mrd. US-Dollar, was sie zum zweitgrößten Zigarettenhersteller der Welt macht.

Das Geschäft zeichnet sich vor allem durch seine Robustheit aus. Schließlich sind die Kunden größtenteils abhängig, was gleichzeitig für eine hohe Pricing-Power bei gleichzeitig starker Kundenbindung steht.

Auch wenn das Geschäft in Industrieländern mit einer deutlichen Kritik und rückläufigen Volumina zu kämpfen hat, so gibt es Perspektiven: Die zahlreichen Varianten risikoreduzierter Produkte wie zum Beispiel Tabakerhitzer, Verdampfer oder Kautabak können für eine neue Ära stehen.

Das Hauptproblem hier mag wahrscheinlich noch in der Profitabilität liegen sowie in der Tatsache, dass mit einem Ausrollen des Geschäfts das profitablere Kerngeschäft kannibalisiert wird. Perspektiven bieten jedoch auch die Schwellenländer, die noch weniger kritisch mit dem Zigarettenkonsum umgehen und für Wachstum stehen.

Die Aktie bietet seit Jahren eine hohe Dividende bei günstiger Bewertung. Auch aktuell ist das noch so: Die aktuell erwartete Dividendenrendite liegt bei rund 7,5 %, das erwartete KGV beträgt 7,6 (Stand: 4.5.23, Morningstar).

Fazit

Obwohl beide Unternehmen in umstrittenen Branchen tätig sind, haben sie starke Marktpositionen und ein relativ robustes Geschäftsmodell. Beides ermöglicht es, solide Dividenden auszuschütten.

Gleichzeitig existieren Perspektiven: Rheinmetall profitiert beispielsweise von einer neu entfachten Nachfrage nach militärischer Ausrüstung und Kriegstechnologie. British American Tobacco hat risikoreduzierte Nikotinprodukte im Portfolio, deren Nachfrage stark ist.

Obwohl viele Anleger einen großen Bogen um diese bösen Aktien machen, könnten diese am Ende für eine solide Rendite stehen. Ob man das Chancen-Risiko-Verhältnis eingehen sollte, das ist wiederum eine persönliche Entscheidung.

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Frank Seehawer besitzt Aktien von British American Tobacco. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.



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