Top-Aktien für August 2023

Statue eines Mannes, der seine Krone in den Händen über dem Kopf hält
Foto: Mike Bird via Pexels

Ralf Anders: Teledyne Technologies

Der gestärkte Euro und die irrationalen Kurssteigerungen in einigen Marktsegmenten laden dazu ein, sich bei weniger heiß diskutierten amerikanischen Qualitätsaktien umzusehen. So bewegt sich die Teledyne-Aktie (WKN: 926932) zum Beispiel seit zwei Jahren seitwärts. Dabei bietet das Unternehmen gefragte Spitzentechnologie zur Erfassung, Übertragung und Analyse von Informationen für einige der anspruchsvollsten Anwendungsfelder überhaupt. 

In der Raumfahrt und der Verteidigungsindustrie verlassen sich Kunden genauso auf Teledyne wie in der Medizintechnik und der Überwachung von Luft- und Wasserqualität. „AI“ steht hier zwar eher für „Analytische Instrumente“, aber die künstliche Intelligenz spielt überall mit, egal ob beim Maschinensehen, der Automatisierung von Produktionsprozessen oder einer Cloudplattform zur Klassifizierung von erfassten Bildern. 

Ralf Anders besitzt keine Aktien von Teledyne.


Caio Reimertshofer: PayPal

Die PayPal-Aktie (WKN: A14R7U) erfreut sich gegenwärtig keiner hohen Beliebtheit. Der Aktienkurs ist in den letzten Jahren nicht gut gelaufen und sorgte unter Investoren mehr für Enttäuschung als für Freude. Ich kann eine defensive Haltung gegenüber der PayPal-Aktie also durchaus nachvollziehen, zumal ich als Aktionär selbst von der negativen Entwicklung betroffen bin.

Trotzdem bin ich der Meinung, dass das Unternehmen für Zahlungsdienstleistungen langfristig ein attraktives Renditepotenzial aufweist. Nicht nur verfügt PayPal über eine starke Marke und ein breites Ökosystem. Nein, das Unternehmen wächst weiterhin (wenn auch gemächlich) und steigert dabei die eigene Profitabilität in überproportionalem Verhältnis.

Für die vorhandene Qualität wird die Aktie jedoch nicht sonderlich teuer bewertet. Daher ist für mich die Sache im August glasklar: Die PayPal-Aktie ist meine Top-Aktie für den Monat August.

Caio Reimertshofer besitzt Aktien von PayPal.


Peter Roegner: Apontis Pharma AG

Die Apontis Pharma AG (WKN: A3CMGM) produziert Single Pills, das sind Medikamente, die zwei oder drei Wirkstoffe in einem einzigen Präparat vereinen und nur einmal täglich eingenommen werden müssen. Das erhöht die Therapietreue der Patienten und damit den Behandlungserfolg.

Das Jahr 2023 ist ein Übergangsjahr mit zurückgehenden Umsätzen und Gewinnen. Apontis selbst erwartet Einnahmen von 42,6 Mio. Euro sowie ein Betriebsergebnis von ‑3,2 Mio. Euro.

Die Produktpipeline ist aber dennoch gut gefüllt. Das angekündigte Ziel eines Gesamtangebots von mindestens 20 Single Pills bis 2026 soll sogar noch übertroffen werden. Sicherstellen soll dies Bruno Wohlschlegel, ein erfahrener Pharmamanager, der ab September neuer Vorstandsvorsitzender wird.

Langfristig denkende Anleger können das derzeit gedrückte Kursniveau zum Einstieg nutzen.

Peter Roegner besitzt keine Aktien der Apontis Pharma AG.


Frank Seehawer: Fiserv

Meine Top-Aktie für den August 2023 ist Fiserv (WKN: 881793). Das amerikanische Fintech ist ein Wettbewerber von Paypal (WKN: A14R7U) und in einem spannenden Wachstumsmarkt mit hohem Skalierungspotenzial tätig. 

Das Unternehmen bietet Produkte für den elektronischen Zahlungsverkehr, das Online-Banking, das Kreditkartengeschäft oder das Risikomanagement an. Im Gegensatz zu PayPal hat sich Fiserv jedoch auf die Bereitstellung von Finanzdienstleistungstechnologien für Banken und Finanzinstitute spezialisiert. PayPal hingegen konzentriert sich hauptsächlich auf Online-Zahlungen und Geldtransfers zwischen Privatpersonen und Unternehmen.

Der Unterschied zahlt sich auf dem Finanzmarkt aus: Während PayPal mit starker Konkurrenz zu kämpfen hat und die Investoren skeptischer werden, erreicht Fiserv immer neue Höchststände. 

Dieses Sentiment dürfte mittelfristig anhalten. Auch die Bewertung überzeugt mit einem erwarteten KGV von 20 bei zweistelligem Wachstum.

Frank Seehawer besitzt keine Aktien von Fiserv.


Henning Lindhoff: Boeing

Boeing (WKN: 850471) veröffentlichte vor wenigen Tagen erste Zahlen zum zweiten Quartal 2023 und es sieht gut aus: Das Unternehmen hat 16 überholte AH-64-Apaches ausgeliefert und Deutschland wird 60 Chinook-Hubschrauber kaufen. Diese Deals deuten an, dass Boeing wieder auf dem Weg nach oben ist.

Der erwartete Umsatz für das zweite Quartal liegt zwischen 16 und 20 Mrd. US-Dollar, ein Anstieg von 5,5 % im Vergleich zum ersten Quartal. Das Boeing-Management leistet gute Arbeit. Mit 12 Mrd. US-Dollar in ungenutzten Kreditlinien und einem Wachstum des Nettoeinkommens in den letzten Quartalen sieht es gut aus für die Zukunft. Die beeindruckende Transformation von Boeing seit Beginn der Corona-Pandemie deutet aus meiner Sicht auf eine interessante Investmentchance hin.

Henning Lindhoff besitzt keine Aktien von Boeing.


Hendrik Vanheiden: Johnson & Johnson

Im August richtet sich mein Blick auf Unternehmen, die trotz solider operativer Entwicklung nicht von der Kursrallye in diesem Jahr profitiert haben. Der US-Gesundheitsgigant Johnson & Johnson (WKN: 853260) passt genau in dieses Schema.

Umsatz (+6 %) und Gewinn (+7 %) stiegen im letzten Quartal mit ordentlichen Raten, der Ausblick für das Gesamtjahr wurde angehoben. Die Dividende wurde in 2023 das 60. Jahr in Folge erhöht (um 5 %). Dennoch fiel die Aktie seit Jahresbeginn um 4 % (Stand: 23.07.2023).

Die Aktie des grundsoliden Dividendenkönigs liegt in Zeiten eines Hypes rund um künstliche Intelligenz schlicht nicht im Trend. Ich gehe davon aus, dass sich dies langfristig wieder ändern wird, und finde das KGV von 17 attraktiv.

Hendrik Vanheiden besitzt Aktien von Johnson & Johnson.


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Offenlegung: Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Johnson&Johnson und PayPal.



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