Wenn die Dividende plötzlich mehr als „schmückendes Beiwerk“ ist

Eine Person hält Münzen verschiedener Währungen in einer Hand
Foto: cottonbro studio via Pexels

Die Dividende ist ein Teil der Gesamtrendite. Häufig lediglich der kleinere Teil dieses Wertes. Wir investieren in der Regel in eine einzelne Aktie, weil wir besser sein wollen, als der breite Markt. Mit 3 %, 4 % oder auch 5 % Dividendenrendite ist das kaum der Fall.

Das bedeutet, dass wir bei einer jeden Aktie mehr sehen sollten. Eine günstige Bewertung, Wachstumspotenzial. Und eben eine starke Dividende. Idealerweise sogar alle drei Faktoren. In einem solchen Gesamtpaket können wir die Ausschüttung jedoch häufig als eine Art schmückendes Beiwerk der Gesamtrendite betrachten. Insbesondere, wenn wir eher wenig Dividende je Aktie in den ersten Jahren erhalten.

Der Kniff ist jedoch: Wir sollten aus jeder Dividende mehr machen, als bloß schmückendes Beiwerk. Wie das funktioniert? Es ist eigentlich sehr simpel. Aber nicht einfach.

Dividende: Mit Zeit mehr als schmückendes Beiwerk

Im Idealfall sollte die Dividende stets lediglich ein Teil der Gesamtrendite bleiben. Trotzdem können wir den Status des schmückenden Beiwerks verlassen. Die Idee ist, dass wir auf viele Jahre, möglicherweise sogar Jahrzehnte von Dividendenwachstum setzen. Ist das der Fall, so sind selbst 10 % Dividendenrendite oder mehr drin. Warren Buffett hat es in mehr als 35 Jahren bei Coca-Cola geschafft, eine Dividendenrendite von über 50 % pro Jahr zu erhalten. Das zeigt, dass wir hier definitiv nicht mehr von etwas Randschmuck der Gesamtrendite sprechen können.

Die Crux ist für viele Einkommensinvestoren jedoch: Wie können wir solche Aktien finden, die das erreichen können? Die erste und wichtigste Erkenntnis ist: Die initiale Dividendenrendite ist beinahe nebensächlich. Es geht primär um Wachstum und Wachstumsmöglichkeiten. Sowie auch darum zu erkennen, dass die Wachstumsmöglichkeiten nicht begrenzt sein sollten. Coca-Cola besitzt zum Beispiel Pricing-Power und kann auf verschiedenen Wegen in jedem Jahr leicht die Preise erhöhen. Das führt dazu, dass es über viele Jahre und Jahrzehnte weiteres Dividendenwachstum gibt. Wohingegen das Kerngeschäft sehr defensiv und zeitlos ist. Für mich ist das das zweite Merkmal.

Bei der Dividende sollten wir nicht auf eine starke Historie setzen, die zwar ein Indikator für die Zuverlässigkeit der Ausschüttungen sein kann. Primär geht es jedoch um die Zukunft. Das bedeutet: Wir müssen ermitteln, wo sich die zukünftigen Dividenden hinbewegen. Mit einem zeitlosen und defensiven Geschäftsmodell erhalten wir Sicherheit. Häufig auch dann, wenn es mit der allgemeinen Wirtschaft schwierig ist. Das führt dann wiederum dazu, dass wir konstante Ausschüttungen erhalten und in besseren Zeiten eben Pricing-Power besitzen, die uns mehr Dividende je Aktie beschert.

Wir sehen daher: Mit gewissen Qualitäten und einem Buy-and-Hold-Ansatz kann die Dividende zu mehr als schmückendem Beiwerk heranreifen. Wir müssen unseren Aktien nur die entsprechende Zeit geben. Das Gesamtrenditepotenzial durch Dividendenwachstum ist potenziell jedoch gigantisch.

Auf Chancen warten

Das zweite Problem ist: Häufig sind solche Dividendenaktien nicht gerade preiswert. Eine günstige Bewertung ist jedoch ein Teil einer hohen Gesamt- und auch Dividendenrendite. Das bedeutet: Wir als Einkommensinvestoren müssen geduldig auf wirklich gute Chancen warten.

In Summe sehen wir jedoch, dass es möglich ist. Eine Dividende kann mehr sein als ein schmückendes Beiwerk. Zumindest, wenn wir als Einkommensinvestoren nicht bloß auf High-Yield-Aktien mit begrenztem Potenzial setzen. Und sehr direkt darauf achten, dass die Unternehmen der Aktien, die wir kaufen, viel Wachstumspotenzial über einen langen Zeitraum haben.

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Vincent besitzt Aktien von Coca-Cola. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.



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