70 % deiner Fehler haben einen Ursprung: Dich selbst

Ein nervöser, genervter Mann in Hemd hält sich die Hände an die Stirn
Foto: Andrea Piacquadio via Pexels

Wir von der Aktienwelt360 teilen grundsätzlich die Überzeugung, dass Fehler beim Investieren nicht zu schlimm sind. Wie Warren Buffett eins sagte, müssen wir nicht alles goldrichtig machen. Zumindest, solange wir keine existenziellen und große Fehler vergehen oder sie zumindest bestmöglich vermeiden.

Das ist das Credo, das wir uns stets auf die Fahnen schreiben sollten. Gleichzeitig habe ich zuletzt jedoch gelesen: Rund 70 % unserer Fehler sind auf unser direktes Verhalten zurückzuführen. Der Wert könnte bei 100 % liegen, im Endeffekt trifft jeder von uns seine eigenen Investitionsentscheidungen. Aber unsere Gedanken und die Börsenpsychologie sind offenbar für 70 % der Fehlerquellen verantwortlich.

70 % der Fehler: Vermeidbar

Ein Vermögensverwalter kam unter Auswertung einer Studie aus dem Jahre 2019 zu dem Entschluss: Bis zu 70 % der Fehler, die Anleger begehen, sind psychologischer Natur. Angst, Panik, Gier oder auch ein kurzfristiges Denken können dazugehören. Aber auch ein falscher Mitteleinsatz. Beispielsweise, wenn wir lediglich zu kleine Positionen eingehen, obwohl die Bewertungen preiswert sind. Oder eben zu viel kaufen, obwohl eine gut gelaufene Aktie zu teuer ist.

Wenn 70 % der Fehler vermeidbar sind, bedeutet das im Gegenzug: Lediglich 30 % der Fehler sind solche, die uns passieren dürfen. Dazu zähle ich speziell, dass wir zwar ein Unternehmen und eine Aktie gründlich analysieren. Aber vielleicht etwas übersehen. Oder einen Wettbewerber nicht richtig eingeschätzt haben. Letztlich tut zwar jeder Fehler weh. Doch sind Research-Fehler eben solche, die uns lediglich im Nachhinein ein entscheidendes Lehrgeld bezahlen.

Als Investoren sollten wir uns primär darauf konzentrieren, die vermeidbaren Fehler zu beseitigen. Das bedeutet: Wir müssen uns dazu zwingen, diszipliniert zu agieren. Oder auch konsequent in die besten Unternehmen und nicht in eine günstige Bewertung oder eine nette Dividende zu investieren. Zudem müssen wir unsere Emotionen im Griff haben und zu jeder Zeit besonnen agieren. Vergessen sollten wir dabei auch nicht: Zeit schlägt Zeitpunkt. Etwas, das sehr viele Investoren sich bei jedem Kauf einer Aktie verinnerlichen sollten.

Das Definieren der eigenen größten Baustelle

Ob die 70 % dieser Fehlerquellen stimmen, das vermag ich nicht zu beurteilen. Ich habe weder die Studie, noch die Aussage des Vermögensverwalters weiter geprüft. Allerdings teile ich die grundsätzliche Einschätzung, dass sehr viele Fehler von unserem eigenen Verhalten herrühren. Bei mir ist es jedenfalls so: Bei einigen Aktien habe ich primär den Fehler gemacht.

Vielleicht ist es daher ratsam, dass wir uns selbst hinterfragen: Wo stehe ich mir am meisten im Weg? Welche Fehler kann ich vermeiden oder wo zögere oder agiere ich, obwohl ich es in der Theorie eigentlich besser weiß? All das kann uns helfen, besser zu werden. Und noch höhere Renditen einzufahren. Vielleicht sogar, mehr als zwei von drei Fehlern zu eliminieren, was definitiv bedeutend ist.

Auf weniger Fehler und marktschlagende Renditen!

Der Bärenmarkt-Überlebensguide: Wie du mit einer Marktkorrektur umgehst!

Ein erneutes Aufflammen von Corona in China, Krieg innerhalb Europas und eine schwächelnde Industrie in Deutschland in Zeiten hoher Inflation und steigender Zinsen. Das sind ziemlich viele Risiken, die deinem Depot nicht guttun.

Hier sind vier Schritte, die man unserer Meinung nach immer vor Augen haben sollte, wenn der Aktienmarkt einen Rücksetzer erlebt.

Klick hier, um diesen Bericht jetzt gratis herunterzuladen.



Das könnte dich auch interessieren ...