Schweizer Dividenden Aristokraten: An diesen Aktien kommt kein Einkommensinvestor vorbei!

Eine goldene, mit Edelsteinen besetzte Krone in Nahaufnahme
Foto: Dmitry Sidorov via Pexels

Dividenden Aristokraten nehmen eine Ausnahmestellung am Aktienmarkt ein und obwohl die meisten Dividenden Aristokraten in den USA zu finden sind, lassen sich auch in Deutschland oder der Schweiz spannende Aktien dieser Kategorie entdecken. Einzige Voraussetzung ist ja nur, dass die Dividenden über einen Zeitraum von mindestens 25 Jahren gestiegen sind.

Unter den herausragenden eidgenössischen Unternehmen dieser Kategorie sticht beispielsweise Nestlé (WKN: A0Q4DC) hervor, das seine Dividende seit beeindruckenden 28 Jahren kontinuierlich erhöht. Die erwartete Dividendenrendite liegt derzeit bei etwas über 3 %, was die Aktie für Anleger, die nach einem hohen laufenden Einkommen streben, attraktiv machen könnte. 

Was steckt hinter diesem Erfolg? Ein Blick auf das Geschäftsmodell gibt Aufschluss!

Nun, Nestlé gilt als einer der größten Nahrungsmittelkonzerne der Welt. Damit hat es von Natur aus ein robustes Geschäftsmodell, denn gegessen und getrunken wird immer – auch in Krisenzeiten. Das Besondere könnte aber sein, dass Nestlé auf Vielfalt und Qualität zugleich setzt und ein Premiumanbieter ist. Der Fokus liegt auf Produkten mit Mehrwert. Essen und Trinken erfüllen hier meist mehr als ein Grundbedürfnis.

Mit einer Produktpalette, die von Nahrungsmitteln über Getränke bis hin zu Gesundheitsprodukten reicht, ist das in Vevey ansässige Unternehmen zudem gut diversifiziert, auch wenn die komplexe Konzernstruktur einige Herausforderungen mit sich bringt.

Die Wachstumsperspektiven für Nestlé sind weiterhin vielversprechend, wie die jüngsten Neun-Monats-Zahlen zeigen. So lag das organische Wachstum im genannten Zeitraum bei 7,8 %, was eine gewisse Stärke widerspiegelt. Der Ausblick für das Gesamtjahr 2023 bleibt dabei optimistisch. 

Trotz der Herausforderungen eines inflationären Umfelds bestätigte Nestlé zuletzt eine zugrunde liegende operative Ergebnismarge zwischen 17 und 17,5 %. Das erwartete organische Umsatzwachstum für das Gesamtjahr 2023 soll zwischen 7 und 8 % liegen. 

Beim Kerngewinn pro Aktie erscheint ein Anstieg zwischen 6 und 10 % realistisch. Dies unterstreicht einmal mehr die finanzielle Stärke des Unternehmens in einem schwierigen Umfeld.

Günstig ist die Aktie allerdings nicht, wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 21 vermuten lässt. Es könnte jedoch ein Hinweis darauf sein, dass Qualität ihren Preis hat.

Novartis: Schweizer Dividendenaristokrat sucht seinesgleichen

Ein weiterer Schweizer Dividenden Aristokrat, der die Aufmerksamkeit der Einkommensinvestoren verdient, ist Novartis (WKN: 904278). Mit einer beeindruckenden Serie von 26 Dividendenerhöhungen in Folge ist Novartis zweifellos ein zuverlässiger Dividendenzahler. Die erwartete Dividendenrendite liegt bei 3,5 %, was zusätzliches Interesse wecken mag. Wer erhält nicht gerne hohe laufende Renditen auf seine Investitionen?

Novartis hat erst kürzlich eine Transformation zur Spezialisierung auf innovative Medikamente abgeschlossen. Startschuss war die Abspaltung von Sandoz. Der Fokus liegt nun auf den vier therapeutischen Kernbereichen Herz-Kreislauf, Nieren und Stoffwechsel, Immunologie sowie Neurologie und Onkologie. Spezialisierung ist im hart umkämpften Pharmamarkt besonders wichtig und könnte auch Investoren Vorzüge bieten.

Werfen wir einen Blick auf die jüngsten Quartalszahlen, so weisen diese in den fortzuführenden Geschäftsbereichen eine beeindruckende Umsatzsteigerung von 12 % und eine Steigerung des operativen Kernergebnisses von 21 % aus. Nicht schlecht, würde ein objektiver Beobachter schlussfolgern. Und in der Tat gibt es nur wenig zu meckern. Die Abspaltung von Sandoz, das Erreichen wichtiger Innovationsmeilensteine und die erhöhte Prognose für 2023 sind wichtige positive Entwicklungen, die Lust auf mehr machen. 

Im Gegensatz zu Nestlé ist der Schweizer Pharmakonzern sogar etwas günstiger bewertet. Das erwartete KGV von rund 15 könnte dabei eine gewisse Chance darstellen. Zu beachten ist aber auch, dass Pharmaaktien stark vom Erfolg oder Misserfolg ihrer patentgeschützten Medikamente und ihrer Pharmapipeline abhängen.

Fazit zu den Schweizer Dividenden Aristokraten

Insgesamt sind Nestlé und Novartis zwei herausragende Vertreter der Schweizer Dividenden Aristokratie, die Anleger im Auge behalten sollten. Während Qualität bei Nestlé ihren Preis hat, könnte das erwartete KGV bei Novartis Chancen für wertorientierte Anleger bieten. Die Kombination aus langjährigen Dividendenzahlungen und vielversprechenden Wachstumsperspektiven könnte jedoch beide Aktien zu potenziell attraktiven Optionen für Einkommensinvestoren mit längerfristigem Anlagehorizont machen.

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Frank Seehawer besitzt Aktien von Nestlé und Novartis. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.



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