Das ist jetzt das größte Risiko des Social-Media-Giganten Meta Platforms!

Eine Frau erkundet mit VR-Brille und Kopfhörern virtuelle Welten und das Metaverse
Foto: Michelangelo Buonarroti via Pexels

Meta Platforms im Risiko. Jetzt müssen die Chancen abgewogen werden! Der Social-Media-Riese Meta Platforms (WKN: A1JWVX) veröffentlichte kürzlich starke Quartalszahlen, doch der Ausblick in die Zukunft sorgte für Verunsicherung. Vor allem höhere Investitionen in KI veranlassten die Anleger, Gewinne aus der vorangegangenen Kursrallye mitzunehmen. Sie stellen die Risiken in den Vordergrund.

Ausgaben steigen

Mit Investitionsausgaben (Capex) in Höhe von 35 bis 40 Mrd. US-Dollar wurde von Meta Platforms ein hohes Preisschild verkündet, das deutlich über der bisherigen Spanne von 30 bis 37 Mrd. US-Dollar liegt. Für das Gesamtjahr 2024 werden dabei Gesamtausgaben zwischen 96 und 99 Mrd. US-Dollar erwartet. Die Ausgabenbasis steigt also, getrieben durch höhere Investitionen. 

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Unsichere Einnahmen

In diesem Fall handelt es sich allerdings um Investitionen, denen aus Sicht der Investoren noch unsichere Erträge gegenüberstehen. Das war schon vor zwei Jahren so, als Gründer und CEO Mark Zuckerberg hohe Milliardenbeträge für seine Vision des Metaversums ankündigte.

Heute wissen wir, dass bisher aus seinem Traum noch nicht viel geworden ist. Es braucht wohl einen längeren Atem, aber auch die Geduld der Investoren. Allein im letzten Geschäftsjahr 2023 hat die entsprechende Sparte Reality Labs einen operativen Verlust von über 16 Mrd. Dollar eingefahren.

Sollten die verstärkten Investitionen im Bereich KI ein ähnliches Ergebnis hervorbringen, könnte die Profitabilität in Zukunft deutlicher abschmelzen. Dies ist aus meiner Sicht aber nur ein Risiko.

Das größte Risiko von Meta Platforms ist jedoch ein anderes.

Ein viel größeres Risiko könnte dabei von CEO Mark Zuckerberg selbst ausgehen. Schließlich ist er dafür bekannt, völlig unverhältnismäßige Entscheidungen zu treffen. 

Als Student und Gründer eines kleinen Start-ups mag ein solcher Stil durchaus angebracht sein, aber bei Konzernen mit einer Kapitalisierung von über einer Billion US-Dollar geht es um viel mehr. Es geht zum Beispiel um Arbeitsplätze, Steuereinnahmen, Kapitalerhalt oder die Altersvorsorge vieler Menschen.

Erst kürzlich wurde dabei bekannt, dass seine riskanten Hobbys auch für Investoren ein ernstzunehmendes Risiko darstellen. Wie er gehen auch andere wichtige Manager des Unternehmens gefährlichen Hobbys nach. 

Dazu gehören Kampfsportarten, Extremsportarten und Hobbyfliegen, die zu schweren Verletzungen oder sogar zum Tod führen können. Meta Platforms selbst hat dies in einem ausführlichen Bericht für das abgeschlossene Geschäftsjahr 2023 explizit erwähnt.

Ist Meta Platforms strukturell überhaupt gut aufgestellt?

Die Frage, die sich Investoren daher stellen sollten, ist, ob Meta Platforms auf Managementebene wirklich auf die Begegnung mit schwarzen Schwänen – also seltenen Ereignissen – vorbereitet ist. In diesem Zusammenhang tendiere ich mittlerweile zu einem Nein, was natürlich nicht heißt, dass sich dies in Zukunft ändern könnte.

Aus unternehmerischer Sicht sehe ich hingegen Meta Platforms so gut aufgestellt wie selten zuvor. Zudem profitiert der Konzern von einer möglichen Erholung des Online-Werbemarktes. Zusammen mit Alphabet (WKN: A14Y6F) haben die beiden Unternehmen ein Duopol erschaffen, das nur schwer zu durchbrechen ist.

Das Managerrisiko ist letztlich aber nur ein weiterer Baustein im Risikobaukasten. Auch die hohen und unsicheren Investitionen sowie regulatorische und rechtliche Risiken wiegen schwer. Nun gilt es, die entsprechenden Chancen abzuwägen.

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Frank Seehawer besitzt Aktien von Meta Platforms. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Alphabet und Meta Platforms.



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