Top-Aktien für Juli 2024

Bulle und Bär auf einem Podest: Wer wird die Oberhand behalten?
Foto: Geralt via Pixabay

Ralf Anders: Koninklijke Philips

Früher war Philips (WKN: 940602) berühmt für Küchengeräte, Unterhaltungselektronik, Glühbirnen und Speichermedien – alles verkauft. Heute konzentriert sich der niederländische Vorzeigekonzern auf einen Bereich, der dauerhaft gute Margen verspricht: Gesundheit. Weltweit gibt es nur wenige Wettbewerber, die mit der Technologie und der Bandbreite von Philips mithalten können. 

Vom Babyfläschchen und der Milchpumpe über therapeutische und diagnostische Medizintechnik bis hin zur Krankenhaus-Software begleitet Philips Menschen wortwörtlich von der Wiege bis zur Bahre. Nachdem das Unternehmen bei unangenehmen US-Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit Beatmungsgeräten Vergleiche erzielen konnte, ist der Weg nach vorn frei. In den kommenden Jahren dürfte Philips wieder steigende Milliardengewinne einfahren.

🙌 Was ist dir unsere Arbeit wert?

Wir bei Aktienwelt360 denken, dass gutes Investieren mit guten Informationen beginnt. Das treibt uns an, täglich neue kostenlose Artikel für dich zu veröffentlichen, die tiefer gehen als die Berichte der anderen Aktienportale dort draußen.

Leider hat gute Recherche ihren Preis. Um weiter unabhängig bleiben zu können, wenden wir uns heute an dich: Sag uns, was dir unsere Artikel wert sind! Über den folgenden Link kannst du kinderleicht einen Beitrag leisten, der uns hilft, dich weiter mit hochwertigen Inhalten zu versorgen.

TRINKGELD GEBEN

Ralf Anders besitzt keine Aktien von Philips.


Caio Reimertshofer: Harley-Davidson

Meine Top-Aktie für den Juli und einen hoffentlich warmen Sommer ist die von Harley-Davidson (WKN: 871394). Der Motorradhersteller hat spannende neue und vom Vorjahr überholte Modelle auf den Markt gebracht, die die Verkaufszahlen wieder ankurbeln könnten.

Im Moment sacken die Absatz- und Umsatzzahlen bei der Kultmarke etwas durch. Das liegt unter anderem an der Neustrukturierung des Unternehmens und auch an erschwerten Marktbedingungen.

Trotzdem ist Harley-Davidson nach wie vor hoch profitabel und bietet seinen Aktionären mit Aktienrückkäufen und Dividenden einen Mehrwert. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist mit knapp unter 8 günstig und eröffnet langfristig orientierten Anlegern eine Kaufchance.

Caio Reimertshofer besitzt Aktien von Harley-Davidson.


Peter Roegner: MLP SE

Die Heidelberger MLP SE (WKN: 656990) ist ein klassischer Allfinanzkonzern, der seinen 580.000 Privat- und 27.700 Firmenkunden Versicherungen, Asset Management und Immobilienvermittlung anbietet.

MLP verwaltet knapp 60 Mrd. Euro Vermögen und in der Sachversicherung Bestände von rund 720 Mio. Euro. Damit wurden 2023 ein Umsatz von 941 Mio. Euro sowie ein Gewinn von 44,1 Mio. Euro erzielt.

Das Unternehmen rechnet dank wachsender Vermögen und aufgrund der demografischen Entwicklung, die mehr Vorsorge notwendig macht und später zu mehr Erbfällen führt, mit einem steigenden Beratungsbedarf seitens der Kunden. Die Digitalisierung soll dafür sorgen, dass die Kosten nicht so stark zulegen wie die Umsätze.

Die Aktie wird derzeit mit einem attraktiven Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 13 gehandelt und bietet eine Dividendenrendite von rund 4,7 %.

Peter Roegner besitzt keine Aktien der MLP SE.


Frank Seehawer: Alphabet

Meine Top-Aktie für den Sommermonat Juli 2024 ist Alphabet (WKN: A14Y6F). Die US-Wirtschaft scheint weiterhin robust zu sein, was gut für den Werbemarkt ist. Alphabet hat sich hier als digitaler Disruptor eine herausragende Marktstellung erarbeitet.

Auch das erste Quartal 2024 bestätigt mit einem Umsatzsprung von 15 % die Rückkehr auf den Wachstumspfad. Das Nettoergebnis legte um fast 60 % zu. Hohe Cashflows und weiteres Monetarisierungspotenzial im Alphabet-Ökosystem sprechen ebenso für sich wie das anhaltend hohe Wachstumspotenzial in den Bereichen Cloud und KI.

Mit Dividenden und Aktienrückkäufen wird zudem das Vertrauen der Investoren auch auf Ebene der Kapitalallokation zurückgewonnen. Vor diesem Hintergrund erscheint ein erwartetes KGV von 24 nicht zu hoch. Für die Zukunft erwarte ich noch häufiger neue Allzeithochs. 

Frank Seehawer besitzt Aktien von Alphabet.


Hendrik Vanheiden: Steico

Die EZB hat begonnen, die Zinsen zu senken, und auch die Kosten für Baumaterialien haben sich größtenteils wieder normalisiert. Gleichzeitig ist der Bedarf nach energieeffizientem Wohnraum ungebrochen hoch. Gute Aussichten also für den weltweiten Marktführer bei Holzfaser-Dämmstoffen Steico (WKN: A0LR93).

Das Unternehmen aus Feldkirchen litt in den letzten Jahren unter dem Einbruch der Bauwirtschaft. Entsprechend stürzte die Aktie ab und notiert heute 76 % unter dem Allzeithoch vom Sommer 2021 (Stand: 25.06.2024).

Im ersten Quartal 2024 zeichnete sich jedoch bereits wieder eine Stabilisierung des Geschäfts ab (Umsatz: -1 %, EBIT: +85 %). Ich kann mir gut vorstellen, dass die Umsätze und Gewinne in den nächsten Quartalen wieder deutlich anziehen werden. Dann dürfte auch das optisch hohe KGV von 26 schnell sinken.

Hendrik Vanheiden besitzt keine Aktien von Steico.


Henning Lindhoff: Starbucks

Starbucks (WKN: 884437), bekannt für seine weltweite Präsenz in der Kaffeebranche, könnte im Juli 2024 eine interessante Investmentchance bieten. Derzeit steht der Aktienkurs bei rund 80 US-Dollar, was fast 17 % unter dem Jahresbeginn liegt und 29 % unter dem Höchststand vom April 2023. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 22 erscheint die Aktie zurzeit relativ günstig.

Starbucks hat im vergangenen Quartal rückläufige Verkäufe verzeichnet, die hauptsächlich auf schwächere Nachfrage und steigenden Wettbewerb, besonders in China, zurückzuführen sind. Trotz dieser Herausforderungen bleibt Starbucks marktführend mit einem Marktanteil von 40 % in den USA und einem jährlichen Umsatzwachstum von 8 % im Coffee-Shop-Markt.

Strategisch fokussiert sich das Management auf Effizienzsteigerungen und die Diversifikation des Angebots, um neue Kunden anzusprechen. Investitionen in kleinere, effizientere Filialen und die Einführung neuer Produkte wie Lavendel-Getränke und Energy-Drinks sind Teil dieser Bemühungen. Zudem steigt die Popularität von Kaffee in den USA stetig, was langfristig für stabile Nachfrage sorgen könnte.

Angesichts all dieser Faktoren ist Starbucks für geduldige Investoren, die bereit sind, kurzfristige Schwankungen zu überstehen, eine spannende Option.

Henning Lindhoff besitzt keine Aktien von Starbucks.

Der Bärenmarkt-Überlebensguide: Wie du mit einer Marktkorrektur umgehst!

Ein erneutes Aufflammen von Corona in China, Krieg innerhalb Europas und eine schwächelnde Industrie in Deutschland in Zeiten hoher Inflation und steigender Zinsen. Das sind ziemlich viele Risiken, die deinem Depot nicht guttun.

Hier sind vier Schritte, die man unserer Meinung nach immer vor Augen haben sollte, wenn der Aktienmarkt einen Rücksetzer erlebt.

Klick hier, um diesen Bericht jetzt gratis herunterzuladen.

Offenlegung: Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Alphabet, Harley Davidson und Starbucks.



Das könnte dich auch interessieren ...