Die wichtigste Lektion, die ich als Kind über Megatrends gelernt habe

Auf einem Bildschirm ist eine Seite aus dem Internet eines Online Händlers zu sehen.
Foto: 200 Degrees via Pixabay

Lieber Aktiensegler,

Megatrends haben mich seit meinen Kindertagen begleitet. Ehrlich gesagt: Als Kind der 1990er-Jahre habe ich das erste Mal so richtig bewusst den E-Commerce wahrgenommen sowie das Aufkommen des Internets, das den Onlinehandel natürlich erst ermöglicht hat. Damals gab es viele Versprechungen im Bereich E-Commerce. Einige wenige haben sich bis heute bewahrheitet, wie wir im Nachhinein wissen.

Ich erinnere mich an ein Gespräch mit meinem Vater. Er sagte mir damals, dass er glaube, der Onlinehandel würde in Zukunft alle Bereiche tangieren. Wir würden Obst, Gemüse und verderbliche Waren und beinahe alles per digitalem Knopfdruck erhalten. Damals rieb ich mir verwundert die Augen und fragte mich nur: Wie soll das bloß funktionieren? Heute weiß ich natürlich auch, dass mein Vater recht behielt. Der Onlinehandel hat uns alle in seinen Bann gezogen.

Aber schon damals habe ich eine wirklich wertvolle Lektion über Megatrends gelernt: Sie sind ergreifend, dominant, haben häufig einen Euphorie-Punkt zum Anfang und benötigen vor allem Zeit, um sich zu entfalten.

Megatrends: Es dauerte Jahrzehnte

Die für mich wichtigste Lektion ist dabei: Megatrends benötigen Geduld. Damals in den 1990er- und frühen 2000er-Jahren schien irgendwie alles möglich, aber nichts so richtig ausgereift. Das haben wir auch mit der Dotcom-Blase börsentechnisch festgehalten. Es gab eine Menge Luftschlösser und noch wenig Substanz. Aber den meisten Verbrauchern und auch Investoren war klar: Der Megatrend des E-Commerce wird früher oder später alles verändern.

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Nach der Phase der Euphorie folgte die Ernüchterung. Und damit die des Ausharrens. In meiner Erinnerung ist eBay sogar lange Zeit der „dominantere“ Player im Vergleich zu Amazon gewesen. Der E-Commerce wurde doch eher als Option wahrgenommen, um Schnäppchen zu machen. Warum sollte man schließlich auch auf den Laden vor Ort verzichten, wenn Lieferzeiten und weniger persönliche Auswahl zum gleichen Preis das Konkurrenzangebot waren? Es fühlte sich ein bisschen so an, als würde es sich nicht durchsetzen.

Aber der Megatrend E-Commerce hat sich durchgesetzt. Dominante Akteure wie Amazon und Jeff Bezos mussten noch an ihrem Erfolgsrezept feilen. Sie mussten ihren kundenzentrierten Ansatz aufbauen und langsam die Konsumgewohnheiten der Verbraucher verändern. Nach dem kurzen Euphorie-Moment dauerte das Jahre. Oder je nachdem, wie man es definieren will, vielleicht sogar ein bis zwei Jahrzehnte.

Eine wertvolle Lektion für Investoren

Diese Sicht auf Megatrends ist für mich bis heute sehr wertvoll. Sie zeigt mir, dass wir als Investoren nicht direkt frühzeitig investiert sein müssen. Wir haben Zeit. Möglicherweise sollten wir sogar die Momente der frühen Euphorie abwarten und erst bei der einsetzenden Ernüchterung investieren. Dann kaufen wir nicht im Hype, aber in der Regel wieder günstig.

Die zweite wertvolle Lektion ist jedoch: Wenn ein Megatrend die Art und Weise verändert, wie unser Leben und unser gesellschaftliches Miteinander aufgebaut ist, dann sollten wir investieren. Das sind häufig die renditestärksten und besten Chancen, die auch unser finanzielles Leben vollkommen verändern können. Nicht umsonst sind Megatrends schließlich mega.

Auf deinen Erfolg und prägende Megatrends im Jahre 2025 und darüber hinaus!

Vincent Uhr

Chefredakteur Aktienwelt360

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Vincent besitzt Aktien von Amazon. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Amazon.



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