Der schützende Gewinn

Eine Person hält eine Vielzahl von Goldmünzen in ihren Händen
Foto: RODNAE Productions via Pexels

Lieber Aktiensegler,

Gewinn und Verlust schließen sich gegenseitig aus. Die eine Zahl ist rot, die andere ist schwarz. Die Null ist in der Mitte, quasi ein bisschen unparteiisch, aber sie trennt beide voneinander.

In meiner heutigen Ausgabe möchte ich aber nicht auf den Gewinn und Verlust eingehen, den wir als Investoren einfahren, sondern auf den Gewinn, den ein Unternehmen erzielt. Denn das ist für uns als Investoren ein gewisser Schutz vor einem Verlust. Zumindest in den allermeisten Fällen vor einem Totalverlust.

Gewinn: Ein Schutzschild

Wenn ein Unternehmen einen Gewinn erzielt, ist es in den allermeisten Fällen immer etwas wert. Eine Ausnahme kann noch sein, dass die Bilanz wirklich schlecht und zu hoch verschuldet ist. Reicht ein kleiner Gewinn nicht aus, um die Fremdmittel zu decken, na ja, dann sieht es doch übel aus. Aber gehen wir heute von einem weitgehend normal bis gut geführten Unternehmen mit leistbaren Fremdmitteln aus.

Was passiert also, selbst wenn es mit den Aktienkursen mal steil bergab geht? Der Kurs sinkt ebenfalls, keine Frage. Der Gewinn schützt nicht vor jedem Verlust. Aber ein operatives Plus führt dazu, dass sich der Markt konsequent fragt: Ist das Unternehmen jetzt nicht wieder preiswert? Mit dem Kurs sinken schließlich auch Kennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis. Vielleicht von einem Wert von 20 auf 15. Aber vielleicht auch lediglich von einem Wert von 14 auf beispielhafte 10. Zu diesen Verhältnissen überlegen sich viele Marktteilnehmer, ob sie nicht zugreifen sollen. Denn selbst bei konstanten Gewinnen würde das Unternehmen eine Gewinnrendite von 10 % pro Jahr bieten. Das ist sicherlich nicht verkehrt, vor allem, wenn die Qualität stimmt.


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Der Gewinn ist daher für mich so etwas wie ein Schild. Er kann Kratzer oder Risse bekommen, vielleicht ein wenig von seiner schützenden Substanz verlieren. Aber ein profitables und normal bis gut geführtes Unternehmen ist mit echten Renditen immer etwas wert. Das verhindert einen vernichtenden Wertverlust.

Einordnung in das eigene Depot

Aber was bedeutet das für unser eigenes Depot? Das ist eine ausgezeichnete Frage. Selbst wir bei der Aktienwelt360 empfehlen selbstverständlich Aktien von Unternehmen, die noch keinen Gewinn erzielen. Es sind wachstumsstarke Aktien, die in einigen Jahren ein Gewinnversprechen ermöglichen sollten, aber teilweise auch noch weit von schwarzen Zahlen entfernt sind. Entsprechend volatil ist auch deren Aktienkurs. Der Gewinn als Schutz oder als stabiler Wert fehlt in diesen Fällen.

Ich persönlich sehe es jedenfalls so: Aktien mit einem echten Gewinn gehören in jedes Depot. Sie sind der Schutz, wenn es zu volatil wird, der sichere Ankerpunkt und auch ein Ausgleich. Auch Wachstumsaktien sind gern gesehen. Gerade wenn es an den Märkten jedoch volatiler zugeht, freue ich mich über echte Gewinne. Denn hier weiß ich, dass es anders als bei anderen Aktien nicht ganz so tief hinabgeht.

Auf den Gewinn für dein Depot!

Vincent Uhr

Chefredakteur Aktienwelt360

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