Diese Aktie kostet nur 11x vom Gewinn, liefert aber wie ein Marktführer
Ein Marktführer mit einem KGV von 11? So etwas gibt es tatsächlich. Mit einem KGV von nur rund 11 zählt Altria (WKN: 200417) aktuell zu den attraktivsten Value-Aktien am US-Markt. Zwar gibt es einige Unwägbarkeiten, doch das Unternehmen aus Richmond liefert solide Ergebnisse und stetige Dividenden – und das mit der Zuverlässigkeit eines Marktführers.
Marktführer in den USA
Altria ist vor allem für Marlboro bekannt und gehört zu den größten Tabakkonzernen der Welt. Aber trotz des rückläufigen Zigarettenkonsums und zunehmender Regulierung gelingt es dem Unternehmen, seine Gewinne stabil zu halten oder sogar moderat zu steigern.
Der Grund dafür ist die enorme Preissetzungsmacht des Unternehmens. Das geringere Volumen wird durch höhere Preise mehr als ausgeglichen.
Aktie mit historisch hohen Dividenden
Besonders hervorzuheben ist die Dividendenrendite, die aufgrund der geringen Bewertung außerordentlich hoch ausfällt. Mit rund 7 % Einstiegsrendite gehört Altria zu den stärksten Dividendenzahlern im S&P 500 und die Ausschüttungen sind nicht nur hoch, sondern auch verlässlich.
Allein in den letzten 55 Jahren wurde die Dividende gleich 59 Mal erhöht. In einem unsicheren Marktumfeld ist das ein echtes Qualitätsmerkmal.
Das könnte auch so weitergehen, betrachtet man die starken Free Cashflows, mit denen traditionell auch große Aktienrückkäufe finanziert werden. Mit einer Beteiligung am weltgrößten Bierbrauer Anheuser-Busch Inbev (WKN: A2ASUV) existiert zudem milliardenschweres Tafelsilber.
Neue Perspektiven für Altria
Doch Altria setzt nicht allein auf das klassische Tabakgeschäft. Das Unternehmen investierte früh in alternative Produkte. Dazu gehörten Beteiligungen am E-Zigaretten-Hersteller Juul und am Cannabis-Unternehmen Cronos (WKN: A2DMQY).
Beide floppten, doch Altria mangelt es nicht an Hartnäckigkeit, erfolgreich zu werden. Nach den bisherigen Flops geht es nämlich mit der 2,75 Mrd. US-Dollar schweren Übernahme von NJOY im Markt für E-Zigaretten erneut in die Offensive.
Trotz dieser strategischen Schritte bleibt die Bewertung moderat. Das erwartete KGV liegt nur bei etwa 11 und damit weit unter dem Durchschnitt des S&P 500 von derzeit über 30. Gleichzeitig bewegt sich die bereinigte operative Marge konstant auf einem hohen Niveau, das sonst nur von sehr profitablen und reifen Technologieunternehmen erreicht wird.
Natürlich ist Altria kein risikofreies Investment. Regulatorische Eingriffe, gesellschaftlicher Druck und der schwindende Raucheranteil in den USA bleiben Herausforderungen. Doch für langfristige Anleger, die auf stabile Erträge und hohe Ausschüttungen setzen, könnte Altria ein unterschätztes Juwel sein. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Schwenk in neue, wachstumsstärkere Märkte gelingt.
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Frank Seehawer besitzt Aktien von Altria und Anheuser Bush Inbev. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.
