Wenn der „Döner“ keinen Gewinn abwirft: Das wäre keine Aktie und kein Unternehmen für mich!

Flammen züngeln um Fleisch, das auf einem Grill liegt.
Bild: Min An via Pexels

Liebe Aktiensegler,

in letzter Zeit gibt es bei mir öfter mal einen Döner. Die Arbeit ist in Zeiten der Berichtssaison wieder etwas intensiver. Hinzu kommt der Umbau meines Familienhauses, zwei Kinder und der Hund. Lange Zeit dachte ich, ich wäre der beste Kunde des Dönermannes meines Vertrauens.

Bis ich ihn letztens einmal gefragt habe, was er denn eigentlich an einem Döner für 5 Euro verdient. Seine Antwort: Gar nichts. Durch gestiegene Kosten bei Energie, Fleisch und eben allem, was dazugehört, sei der Döner für ihn ein Nullsummenspiel geworden. Er mache sein Geld primär mit Pizza, Nudeln oder Pommes. Mir verging leicht der Appetit, weil ich das eigentlich nie bei ihm kaufe.

Das wiederum hat mich zum Nachdenken gebracht. Über Aktien und Unternehmen, deren Produkte, den Umsatz und den Gewinn. Um ehrlich zu sein: Ich würde wohl nicht in seinen Dönerladen investieren. Und ich möchte auch keine Aktie von einem Unternehmen im Depot haben, das eine ähnliche Ausrichtung besitzt.

Döner, Aktien, Unternehmen: Der Umsatz und der Gewinn

Wir haben ein bisschen weiter geplaudert. Das Dilemma beim Döner ist laut meinem Dönermann, dass er für viel Umsatz einstehe. Jeder zweite Kunde kaufe mindestens eine mit Fleisch und Salat gefüllte Tasche. Selbst der Name des Geschäfts hat „Döner“ als Bestandteil. Hm. Keine gute Ausgangslage, wenn du mich fragst.

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Aber was heißt das konkret? Der Mann, der mir zwei bis drei Tage die Woche mein Abendbrot zubereitet, macht jede Menge Umsatz mit dem Döner. Am Ende des Tages hat er aber daraus keinen Gewinn gemacht. Er steht vor seinem Drehgrill, schneidet das Fleisch und füllt die Tasche. Und warum? Damit der Fleischhersteller Geld verdient. Das Finanzamt. Sein Vermieter. Seine Mitarbeiter. Alle halten die Hand auf. Aber er kann unterm Strich bei diesem Produkt nichts verdienen.

Es mag vielleicht auch die Konkurrenz sein. Er ist gewiss nicht der Einzige mit dem Produkt. Aber will er wirklich ein Unternehmen haben, das ihm bei seinem Hauptprodukt keinen Gewinn generiert? Will ich als Aktionär und Unternehmen eine Aktie in meinem Depot haben, die ähnlich ist? Meine klare Antwort: Nein. Dennoch gibt es auch an der Börse einige Unternehmen, die seit Jahren beim Umsatz wachsen, aber den Sprung in die Profitabilität nicht schaffen. Sei es, weil sie im Onlinehandel viel für Logistik ausgeben müssen, oder aber weil sie für Content und dessen Rechte bezahlen müssen. Es ist ein mieser Mix. Einer, der uns als Eigentümer nicht reich macht, wohl aber eine Wertschöpfung erzielt, die bei den Verantwortlichen nicht ankommt.

Was daraus für mich folgt

Als Investor folgt daraus sehr klar für mich: Solche Aktien und Unternehmen will ich nicht in meinem Depot haben. Irgendwann läuft es zwangsläufig darauf hinaus, zu schauen, welchen Gewinn ein Unternehmen erwirtschaftet. Denn auch als Aktionär möchte ich aus meinen Investitionen real etwas erhalten. Dazu braucht es eben den Gewinn. Wird er nicht erreicht, wird die Aktie langfristig wohl auch kaum an Wert gewinnen.

Und mein Dönermann? Der versucht es neuerdings mit 6 Euro pro Döner. Vielleicht hat ihn unser Gespräch zum Nachdenken animiert. Hoffentlich verdient er damit etwas. Ich zahle den Euro mehr jedenfalls gerne. Denn auch ich möchte schließlich für meine Wertschöpfung entlohnt werden.

Auf den Döner hin und wieder und den Umsatz, der zu einem Gewinn führen sollte,

dein

Vincent Uhr

Chefredakteur Aktienwelt360

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