Palantir Technologies Aktie: Hier stimmt etwas nicht!

Börsencharts auf einem dunklen Trading-Bildschirm
Foto: Burak The Weekender via Pexels

Wer Palantir Technologies (WKN: A2QA4J) im Depot hat, könnte meinen, er habe nicht in ein Datenanalyse-Unternehmen, sondern in eine besonders launische Figur aus „Herr der Ringe“ investiert – mal geheimnisvoll strahlend, mal düster verschlossen.

Das passt insofern, als das Unternehmen seinen Namen ja auch aus Tolkiens Welt entlehnt hat. Doch während der „Palantír“ im Roman klare Zukunftsbilder zeigt, wenn man ihn richtig zu bedienen weiß, scheint die Aktie der gleichnamigen Firma an der Börse eher Rätsel aufzugeben. Mir geht es zumindest so. Was stimmt hier also nicht?

Palantir Technologies-Aktie: Heißer geht es derzeit kaum

Palantir Technologies ist ein Unternehmen, das sich auf Big Data, künstliche Intelligenz und Analyseplattformen für Regierungen und Unternehmen spezialisiert hat und in diesem Bereich zu den wichtigsten Akteuren zählt.

Seine Softwareprodukte – insbesondere „Gotham” für Geheimdienste und „Foundry” für die Privatwirtschaft – gelten als technologisch führend. Zu den Kunden zählen die US-Regierung, das Militär, Sicherheitsbehörden, Geheimdienste, aber auch immer mehr Unternehmen der Privatwirtschaft.

Auch die Partnerschaften mit großen US-Behörden und jüngst auch mit NATO-Staaten untermauern die sicherheits- und geopolitische Bedeutung des Konzerns. Kurz gesagt: Palantir Technologies bedient den Nerv der Zeit. Mit Burggraben und Technologievorsprung.


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Die technische Kompetenz ist unstrittig und das Geschäft boomt. Die jüngsten Quartalszahlen zeigen ein Umsatzplus von 48 % auf über eine Milliarde US-Dollar. Dabei ist ein beeindruckender bereinigter Free Cashflow von 568 Mio. US-Dollar herausgekommen.

Calm down, please!

Und jetzt die Überraschung: Trotz all dieser positiven Meldungen werden immer neue Bewertungsrekorde erreicht. Palantir notiert auf einem neuen Allzeithoch. Ein Ende scheint nicht in Sicht. Aber ist das überhaupt noch gerechtfertigt?

Das prognostizierte KGV für 2026 liegt mittlerweile bei astronomischen 293, der Umsatzmultiplikator über 100. Damit ist die Aktie teurer als fast alles andere am Markt. 

Wachstumsfantasie ist ja schön und gut, aber irgendwann muss die Bewertung durch echte Gewinne gestützt werden. Sonst platzt die KI-Blase wie ein schlecht programmiertes Algorithmus-Ei.

Das nächste Fragezeichen: Die enorme Abhängigkeit von staatlichen Großaufträgen. Die Konkurrenz schläft nicht, insbesondere im internationalen Geschäft wächst der Widerstand aufgrund von Datenschutzbedenken, politischen Risiken und einem umstrittenen Einsatz in Europa. Und nicht zu vergessen: Palantir schüttet keine Dividenden aus. Wer also auf laufende Erträge schielt, schaut in die Röhre.

Die Aktie ist dieses Jahr schon um über 129 % gestiegen, auf Jahressicht sind es sogar mehr als 600 %. Wer früh dabei war, darf sich vor Freude über verwackelte Zahlen freuen. Bei solchen Bewertungsniveaus reicht jedoch ein schlechter Newsflow, ein geplatzter Großauftrag oder eine schwache Prognose, und die Rakete dreht abwärts.

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Frank Seehawer besitzt keine der erwähnten Aktien. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.



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