Aroundtown-Aktie: So will das Management jetzt für neues Wachstum sorgen
Die Zahlen zum ersten Halbjahr 2025 haben den Aktienkurs des Immobilienunternehmens Aroundtown (WKN: A2DW8Z) zunächst kurz ansteigen lassen, doch der Effekt hielt nicht lange an. Mittlerweile steht die Aroundtown-Aktie sogar etwas unter dem Niveau von vor der Veröffentlichung. Angesichts der Daten lohnt sich ein genauer Blick, um diese Kursbewegung einzuordnen. Insgesamt hat sich die Aktie seit Jahresbeginn aber positiv entwickelt und liegt mit über 12 % im Plus.
Aroundtown-Aktie: solide Bilanz
Die Mieteinnahmen bewegten sich im ersten Halbjahr 2025 mit 590,5 Mio. Euro nur minimal über dem Vorjahreswert von 587,6 Mio. Euro. Die Funds From Operations gingen leicht zurück und lagen mit 150,4 Mio. Euro rund 2 % niedriger als im Vorjahr. Der große Unterschied zeigte sich allerdings beim Nettoergebnis: Während 2024 noch ein Verlust von 329,6 Mio. Euro zu Buche stand, konnte Aroundtown nun einen Nettogewinn von 578 Mio. Euro ausweisen. Je Aroundtown-Aktie entspricht das 0,32 Euro. Der Gewinn wurde vor allem durch Wertsteigerungen und Immobilienverkäufe in Höhe von 383,2 Mio. Euro getrieben.
Beim Blick auf die Bilanz zeigt sich ein solider Eindruck. Der Wert des Eigenkapitals pro Aktie (NDV) liegt mit 6,3 Euro fast doppelt so hoch wie der aktuelle Kurs. Zudem konnte Aroundtown im ersten Halbjahr 1,9 Mrd. Euro an Schulden tilgen und gleichzeitig 1 Mrd. Euro an neuen Schulden aufnehmen. Die Zinsdeckung ist mit 4,2-fach gut abgesichert.
Neuer Impuls dank Rechenzentren?
Spannend ist die neue Wachstumsstrategie, die Aroundtown einschlagen will. Das Unternehmen möchte künftig verstärkt in Rechenzentren investieren. Kurzfristig sollen dafür bestehende kommerzielle Immobilien teilweise zu diesem Zweck genutzt werden. Mittelfristig und langfristig ist geplant, komplette Rechenzentren in das Portfolio aufzunehmen.
Dass dieser Markt viel Potenzial bietet, zeigt die Prognose des Bundeswirtschaftsministeriums: Bis 2030 soll die Kapazität von Rechenzentren um 78 % steigen. Aroundtown ist dafür gut positioniert, da sich viele seiner Immobilien in Städten wie München, Hamburg, Frankfurt und Berlin befinden – genau dort, wo der Bedarf besonders hoch ist. Dass Investitionen in Rechenzentren aber kein Selbstläufer sind, zeigt die Entwicklung des weltgrößten Rechenzentrumsbetreibers.
Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Management mit Funds From Operations je Aroundtown-Aktie zwischen 0,26 und 0,28 Euro.
Unser Fazit zur Aroundtown-Aktie
Wir werden weiterhin beobachten, wie gut das Management das Portfolio umstrukturieren kann, insbesondere hinsichtlich der neuen Ambitionen im Bereich der Rechenzentren. Diesen neuen strategischen Fokus halten wir für sinnvoll und denken, dass er mittel- bis langfristig auch den Wert des Immobilienportfolios – und somit auch von Aroundtown – steigern kann. Die Aroundtown-Aktie ist aber nicht die einzige deutsche Immobilien-Aktie, die wir langfristig interessant finden.
Was sind die größten Chancen für die Aroundtown-Aktie? Durch die angespannte Lage auf dem Immobilienmarkt könnte Aroundtown von den Liquiditätsschwierigkeiten mancher Konkurrenten profitieren. Sollten attraktive Immobilienportfolios zu niedrigen Preisen auf den Markt kommen, könnte Aroundtown unter Umständen zukaufen. Eine weitere große Chance könnte eine Anteilsaufstockung bei der Tochter Grand City Properties darstellen. Hier hält Aroundtown aktuell 63 % der Anteile und ist daran interessiert, den Anteil zum richtigen Preis weiter zu erhöhen.
Was ist das größte Risiko? Als Immobilienunternehmen ist Aroundtown auf eine hohe Fremdkapitalqouote angewiesen. Aktuell wird jedes Quartal ein Teil des Immobilienbestands veräußert, um die Liquidität zu stärken. Das Fremdkapital ist aus unserer Sicht das größte Risiko. Aroundtown ist darauf angewiesen, ein starkes Liquiditätspolster zu halten oder kontinuierlichen Zugang zu den Finanzmärkten oder Bankkrediten zu haben.
Unsere besondere Sorge zur Aroundtown-Aktie: Sollte der Immobilienmarkt weiter angespannt bleiben und die Bewertungen sinken, könnte sich das deutlich auf das Eigenkapital von Aroundtown auswirken. Gleichzeitig würden die fallenden Preise die Aufnahme neuer Kredite erschweren.
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