Top-Chance? Aktien mit 4% Dividende und KGV unter 10 – zu günstig um wegzusehen!

Kaufen, Halten oder Verkaufen? Drei Wörter auf Post Its
Foto: Anna Nekrashevich via Pexels

In Zeiten, in denen Anleger bereits auf geringste Renditeerhöhungen euphorisch reagieren, wirken Aktien mit einer Dividendenrendite von rund vier Prozent und einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) unter zehn wie ein Relikt aus einer vergangenen Ära. Man könnte fast meinen, es handele sich um ein Missverständnis des Marktes oder um ein kleines Geschenk an diejenigen, die noch nicht ganz den Glauben an klassische Bewertungsmaßstäbe verloren haben.

Doch hinter diesen Zahlen verbergen sich zwei Unternehmen mit sehr unterschiedlichen Geschäftsmodellen: die nordische Großbank Nordea (WKN: A2N6F4) und der US-amerikanische Tech-Konzern HP (WKN: A142VP). Schauen wir einmal, ob sich die Aktien für Anleger lohnen könnten.

Nordea Bank – Hohe Dividende und Stabilität mit Fragezeichen

Nordea ist die größte Finanzinstitution Skandinaviens und operiert in einem Umfeld, das von solider Regulierung, hoher Kreditqualität und einem traditionell konservativen Risikomanagement geprägt ist. Das Geschäftsmodell ist breit aufgestellt: vom klassischen Kreditgeschäft über Asset Management bis hin zu digitalen Banking-Lösungen. 

Gerade in Zeiten steigender Zinsen profitieren Banken wie Nordea von höheren Margen im Kreditgeschäft. Und das zeigt sich auch am Aktienkurs, der sich in den letzten fünf Jahren locker verdoppelt hat. Damit nicht genug: Die Ertragslage zeigt sich robust, und die hohe Eigenkapitalquote verschafft zusätzliche Stabilität. 


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Doch Risiken sind nicht von der Hand zu weisen. Eine mögliche Konjunkturabkühlung in Europa könnte die Kreditnachfrage dämpfen und die Ausfallrisiken erhöhen. Hinzu kommt der zunehmende Wettbewerb durch digitale Neobanken, die Nordea zwingt, in Innovation und IT-Infrastruktur massiv zu investieren.

Anleger müssen also abwägen, ob die hohe Dividende von über 7 % ausreichend Entschädigung für regulatorische Unsicherheiten und konjunkturelle Risiken bietet. Blicken wir auf die zweite Aktie.

HP – Erneuerung im Schatten der Vergangenheit

HP steht hingegen für ein Geschäftsmodell, das stark von Druckern, Tonerkartuschen und klassischen PCs geprägt ist – Märkte, die seit Jahren stagnieren oder sogar rückläufig sind. Dennoch gelingt es dem Unternehmen, relativ stabile Cashflows zu generieren, Gewinne an die Aktionäre auszuschütten und massiv eigene Aktien zurückzukaufen.

Ein KGV unter zehn spiegelt daher nicht nur eine attraktive Bewertung wider, sondern auch die Skepsis des Marktes gegenüber der langfristigen Relevanz dieses Geschäftsmodells. Risiken bestehen vor allem in der Abhängigkeit von zyklischen Hardwaremärkten sowie in einem hohen Wettbewerbsdruck, der die Margen langfristig belasten könnte. Ohnehin ist der Hardwaremarkt überwiegend von chinesischen Herstellern geprägt, die über Kostenvorteile verfügen.

Doch gerade im Zuge der MAGA-Bewegung könnte sich das Blatt wenden. In Kombination mit einem durch KI induzierten Investitionszyklus könnten die Chancen zukünftig wieder im Vordergrund stehen. 

HP investiert in 3D-Druck, hybride Arbeitslösungen und Services für Unternehmenskunden und diversifiziert somit sein Geschäft. Ob diese neuen Segmente jedoch groß genug werden, um die strukturellen Rückgänge im Kerngeschäft aufzufangen, bleibt offen. Die Aktie schlägt sich hingegen tapfer, wie das Kursplus von 136 % in den letzten fünf Jahren zeigt. Sogar Warren Buffet war zwischenzeitlich Aktionär.

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Frank Seehawer besitzt Aktien von HP und Nordea Bank. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.



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