Apple-Aktie: iPhone 17 – kein Turnaround?!

Bei der Apple-Aktie (WKN: 865985) lässt der Turnaround noch immer auf sich warten. Zum Jahresstart stieg der Aktienkurs noch bis auf ca. 245 Euro. Heute notieren die Anteilsscheine lediglich noch knapp über 200 Euro. Ein Minus von ca. 20 % mag kein Beinbruch sein. Vor allem nicht, wenn wir bedenken, dass der Kultkonzern aus Cupertino in den letzten fünf Jahren eine Rendite von 112 % eingebracht hat. Aber es ist dennoch bemerkenswert.
Viel Hoffnung für den Turnaround lag auf der diesjährigen Produktpräsentation von Apple. Ein neues iPhone wurde es definitiv. Aber das nächste One More Thing? Lässt leider noch auf sich warten. Sehen wir uns die neuen Produkte des Kultkonzerns aus Cupertino einmal etwas näher an und finden heraus, welches der Produkte womöglich am vielversprechendsten ist. Beziehungsweise: Ob die Strategie von Apple dennoch neues Wachstum bringen kann. In einem Markt, der mit Smartphones mittlerweile gesättigt ist und eher noch als Ersatzmarkt taugt.
Apple: Die neuen Produkte im Überblick
Auch wenn Apple nicht wenig lieferte: Mit dem iPhone 17, einem iPhone Air, der Apple Watch SE3 und Ultra 3, einer neuen Wearable Serie um sein tragbares Produkt und neue AirPods hat das Management eher das Mindestmaß erfüllt. Kurzum: Es gibt einen neuen Produktupgradezyklus. Nicht mehr, nicht weniger.
Die größte Innovation ist dabei womöglich noch das iPhone Air. Mit einem Durchmesser von lediglich 5,6 Millimeter dürfte dieses Smartphone wohl in jede noch so flache Hosentasche passen. Präsentator und CEO Tim Took spricht bei dem neuen Modell von einem Gamechanger. Neue Chips und Premium-Titanium würden das Produkterlebnis komplett neu definieren. Ein wenig Kritik gab es bereits von Seiten der Analysten: Es bleibt letztlich ein iPhone. Es könnte vielleicht ein wenig die Umsätze der ansonsten preisgünstigeren Einsteigermodelle kannibalisieren. Wobei Apple den Preis der günstigen Varianten von 999 US-Dollar auf 1.099 US-Dollar angehoben hat.
Um nicht zu negativ zu sein: Apple präsentierte eher kleine Innovationen. Die neuen AirPods können beispielsweise simultan während des Hörens übersetzen. Apple AI, das KI-Tool aus dem Kultkonzern von Cupertino ist dabei behilflich. Eine kleinere Neuerung gibt es ebenfalls noch bei den Wearables. Sie sollen Blutdruck zuverlässig diagnostizieren können. Zudem sind die Wearables sowieso schon in der Lage, Herzkrankheiten ausfindig zu machen und einen Notruf zu initialisieren. Apple erweitert damit sein Leistungsspektrum im Markt der Gesundheitsanwendungen.
Was definitiv fehlte, was eine eigene KI-Anwendung von Apple. Ein Large-Language-Modell gibt es aus dem Kultkonzern aus Cupertino noch nicht. Erste Analysten bemängeln, dass man womöglich den Anschluss in diesem Megatrend-Markt verliere. Wobei wir stets bedenken sollten, dass Apple nicht der erste sein möchte. Sondern der Beste für seine Anwender.
Was können wir hiervon erwarten?!
Die große Preisfrage ist jetzt natürlich, welches Wachstum wir von den neuen Produkten erwarten können. Im Endeffekt können wir es wohl so definieren: Es hat eher durchschnittliche Produkt-Upgrades gegeben. Analysten prognostizierten im Vorfeld ein leichtes Wachstum durch die neuen Modelle. Irgendetwas im höheren einstelligen Prozentbereich. Eine Prognose, die ich durchaus für realistisch halte.
Den Apple hat etwas Neues geliefert. Das dünne Air-Modell kann meiner Meinung nach einige Kunden zu Upgrades bewegen. Diejenigen, die erneuern müssen, tun das zu höheren Preisen. Preiswachstum und leichte Innovation dürften daher der Treiber für moderate Zuwächse sein. Aber reichen moderate Zuwächse denn auch aus?
Die Apple-Aktie notiert heute jedenfalls auf einem Aktienkurs von 233,54 US-Dollar. Bei einem 2024er Gewinn je Aktie von 6,08 US-Dollar liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis auch heute noch bei ambitionierten 38. Das ist mir persönlich für ein eher leichtes Wachstum zu teuer.
Ich glaube daher weiterhin, dass es bei der Apple-Aktie jetzt cleverer ist, für den Moment an der Seitenlinie zu verweilen. Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von unter 30 erschiene mir moderater. Wenn der Kultkonzern aus Cupertino dann im nächsten Jahr oder dem folgenden ein neues One More Thing präsentiert, beispielsweise eine KI-Anwendung oder eine neue Produkt-Innovation, kann das Wachstum auch wieder anziehen. Im Moment sehe ich aber eher eine durchschnittliche Neuerung zu einem Premium-Preis. Das ist für mich nicht ausreichend.
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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Apple.
