S&P 500 Ende 2026 bei 8.200 Punkten – ich würde nicht darauf wetten

Rote, gelbe und grüne Zahlen auf einer Aktienkurs-Infotafel
Foto: Pixabay via Pexels

Liebe Aktiensegler,

der S&P 500 könnte laut einer aktuellen Einschätzung von J.P. Morgan bis Ende 2026 auf 8.200 Punkte klettern. Die Analysten der US-amerikanischen Großbank outen sich damit als Optimisten. Es gebe zudem gewichtige Gründe für eine Fortsetzung der laufenden Rallye.

So würde der KI-Boom weitergehen. Außerdem prognostizieren die Analysten ein gesundes Gewinnwachstum. Zudem soll es konjunkturellen Rückenwind geben. Im Basisszenario sei ein Anstieg auf 7.400 Zähler wahrscheinlich. Mit einem Quäntchen Zuversicht – und die gibt es im Markt derzeit ja reichlich – könne der S&P 500 bis auf 8.400 Punkte steigen.

Was für eine Prognose! Das würde ein weiteres Kursplus von bis zu 20 % bedeuten. Damit würde sich eine lange Rallye fortsetzen. Denn der S&P 500 steigt das dritte Jahr in Folge dynamisch. 2026 würde hingegen das vierte Jahr markieren. Wenn ich ehrlich bin, würde ich aber nicht darauf wetten. Denn diese Meinung ist durchaus umstritten.

Mögliche Stolpersteine für den S&P 500 und den Aktienmarkt

Um J.P. Morgan kein Unrecht zu tun: Die Analysten sprechen selbst davon, dass es Gefahren für den Aktienmarkt gebe. Die Bewertungen seien hoch. Das ist letztlich auch der Grund, warum ich in meinen Prognosen etwas weniger optimistisch bin. Sehen wir uns dazu einige Bewertungsfaktoren des Marktes an.

Das Shiller-KGV liegt gegenwärtig bei ca. 40. Das ist ein Wert, der unweit des Hochs von ca. 43 aus dem Jahre 1999 ist. Wir sehen daher in Summe einen Markt, der schon heute teuer ist. Ähnliches signalisiert der Buffett-Indikator, der bei einem Wert von ca. 215 bis 230 notiert, je nachdem, welches Bruttoinlandsprodukt man verwendet. Es sind hohe Werte. Bestwerte. Oder, mit weniger Optimismus: Rekordhochs.

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Natürlich kann der Aktienmarkt und hier speziell der S&P 500 bis auf 8.200 Punkte klettern. Die Gier erlischt selten bei einfach hohen Bewertungen. Aber würde der S&P 500 erneut um 20 % klettern und würden die Gewinne der Unternehmen im Durchschnitt um 10 % steigen, würden wir beim Shiller-KGV einen Wert von ca. 44 erhalten. Boom. Damit wären wir zurückversetzt in die Zeiten der Dotcom-Blase.

Nun könnten wir darauf eingehen, ob künstliche Intelligenz der Katalysator schlechthin für Unternehmensgewinne ist. Ob wir in eine neue Bewertungsära eintauchen. Bei allem Optimismus und realem Wirtschaftswachstum glaube ich jedoch: Ein derartiger Bewertungsanstieg wäre kurzfristig eher ein Risiko als eine Chance. Denn es dauert in der Regel Jahre bis Jahrzehnte, bis Unternehmen solche Vorschusslorbeeren ausgleichen. Zumal die Wirtschaftspolitik in Zeiten der Trumps und Putins ein Quäntchen unberechenbar bleibt.

Was bedeutet das nun für dich und mich?

Die aktuell optimistischen Prognosen werden derzeit in einem Marktumfeld getätigt, das vor Optimismus und Chancen vermeintlich nur so strotzt. Auch das mahnt mich zu etwas mehr Zurückhaltung. Aber vor allem auch zu einem konsequenten Ansatz, der fundamentale Perspektiven stärker gewichtet als latente Hoffnungen. Ich hoffe, dass das auch für dich gilt.

Das bedeutet übrigens nicht, dass ich für das Börsenjahr 2026 und darüber hinaus keine Aktien kaufe. Wohl aber, dass mein Handeln immer bewusster wird. Statt die heiße KI-Wette suche ich eher echte Werte mit Gewinnen und Gewinnwachstum zu fairen Preisen. Ja, solche Chancen gibt es trotz der Bewertungen auch heute noch.

Im Zweifel solltest du außerdem eines nicht aus dem Blick verlieren: Der S&P 500 wird voraussichtlich in 20 Jahren bis auf 21.800 Punkte steigen. Dafür braucht es lediglich eine Rendite von 6 % pro Jahr. Aber ein solches Ziel ist bedeutend besser planbar als ein Wert für das kommende Jahr. Für langfristig orientierte Investoren ist das sowieso eher eines: unerheblich.

Auf deine langfristigen Erfolge und dein gutes Gespür für den aktuellen Aktienmarkt

dein

Vincent Uhr
Chefredakteur Aktienwelt360

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