Warum die Fabasoft-Aktie gute Chancen hat, sich bis 2030 zu verdoppeln

Ein Mann im weißen Hemd steht vor einem Candlestick-Chart
Foto: Tima Miroshnichenko via Pexels

Im ersten Halbjahr 2025/26 (April bis September 2025) stiegen die Umsatzerlöse des österreichischen Software-Unternehmens Fabasoft (WKN: 922985) um 2,6 % auf 43,64 Mio. Euro. Auf dem Papier ist das kein Knaller, doch der Mix verschiebt sich in die richtige Richtung: Die wiederkehrenden Umsätze („Recurring Revenues“ – Abos, Wartung, Support) legten um 7,7 % auf 26,08 Mio. Euro zu und machen inzwischen knapp 60 % der Erlöse aus. Genau dieser Teil ist planbar, margenstark und in der Regel das, wofür der Markt später Premium‑Multiples für die Fabasoft-Aktie zahlt.

Auch ergebnismäßig liefert Fabasoft ordentlich ab: Das operative Ergebnis (EBIT, also Gewinn vor Zinsen und Steuern) wuchs um 10,4 % auf 7,32 Mio. Euro, das EBITDA stieg um 5 % auf 11,12 Mio. Euro. Daraus ergibt sich eine EBITDA‑Marge von rund 25,5 %, was für einen Small Cap mit eigener Produktentwicklung beachtlich ist. Der Periodengewinn kletterte auf 5,09 Mio. Euro, der Gewinn je Fabasoft-Aktie lag bei 0,44 Euro nach 0,41 Euro im Vorjahr.

Fabasoft-Aktie: Vom Sprint zum Dauerlauf

Wenn wir die Quartale nebeneinanderlegen, sehen wir den Übergang vom Sprint zum Dauerlauf: Die Umsätze steigen von 19,79 Mio. Euro (30.9.23) auf 22,45 Mio. Euro (30.9.25), also rund 13 % in zwei Jahren, während die jährliche Wachstumsrate von 18,1 % über 11,7 % auf zuletzt 1,6 % zurückgeht. Fabasoft ist damit sichtbar aus der „Hyper‑Growth‑Phase“ heraus und in ein reiferes Wachstumsregime eingetreten. Die Story verschiebt sich: weniger Schlagzeilenwachstum, mehr Monetarisierung der installierten Basis durch Preisanpassungen, Upgrades und Zusatzmodule.

Positiv ist, dass die Bruttomarge trotz dieser Umbauphase stabil bleibt. Sie schwankt zwischen rund 34 % in schwächeren Quartalen und etwa 44 % in stärkeren Perioden und liegt aktuell mit 42,8 % fast exakt auf dem Niveau von 42,9 % zwei Jahre zuvor.

Aktienwelt360 Aktienkompass

+100,08%

Benchmark

+77,31%

Aktienwelt360 Aktienkompass

+100,08%

Benchmark

+77,31%

Die Kehrseite der Medaille ist der Cashflow. Im vergangenen Halbjahr brach der operative Cashflow von 4,85 Mio. Euro auf 0,83 Mio. Euro ein – ein Rückgang von 82,9 %. Haupttreiber war das Nettoumlaufvermögen: Forderungen stiegen um 4,9 Mio. Euro, während Vertragsverbindlichkeiten um 3 Mio. Euro sanken. Übersetzt: Kunden zahlen später und leisten weniger Vorauszahlungen – ein typisches Muster, wenn von einmaligen Lizenzdeals auf echte SaaS‑Abos mit laufender Zahlung umgestellt wird.

Über mehrere Quartale hinweg wirkt der Free Cashflow entsprechend sprunghaft, mit Spanne von deutlich positiv bis klar negativ. Besonders ins Auge sticht ein Investitionssprung von 13,77 Mio. Euro im vierten Quartal 2024, als Fabasoft massiv in Rechenzentren, Cloud‑Infrastruktur und die SAP‑S/4HANA‑Umstellung investiert hat. Wir sehen das als bewussten Vorgriff: Zuerst wird die Infrastruktur auf das nächste Level gehoben, dann kann darauf mit relativ wenig zusätzlich gebundenem Kapital skaliert werden.

Parallel zur Investitionsoffensive läuft seit Ende September 2025 ein Aktienrückkaufprogramm: Innerhalb von zwei Monaten hat das Unternehmen rund 127.000 Fabasoft-Aktien für knapp 2 Mio. Euro zurückgekauft und damit das genehmigte Volumen praktisch ausgeschöpft. Bei liquiden Mitteln von 29,33 Mio. Euro per 30.9.2025 ist das ein klares Signal des Managements, dass man die eigene Aktie für günstig hält und trotz hoher Capex Spielraum für Rückflüsse an die Aktionäre sieht.

Unser Fazit

Die Chancen liegen für uns klar auf der Hand: steigender Anteil wiederkehrender Umsätze, eine technisch und kommerziell skalierbare Plattform, starke Stellung im öffentlichen Sektor des DACH‑Raums und ein KI‑Stack, der belegbaren Kundennutzen stiftet. Die Risiken sind genauso real: volatile Cashflows, hohe Vorinvestitionen in Infrastruktur und KI, Abhängigkeit von öffentlichen Budgets und die Gefahr, dass das Wachstum im Kernmarkt vorübergehend weiter abflacht.

Wir gehen diese Einwände bewusst ein. Lieber ein kapitalintensives, aber strukturell gesundes Nischenmonopol mit temporär unschönen Cashflows als der nächste KI‑Liebling, der bei der ersten Enttäuschung halbiert wird. Du kaufst die Fabasoft-Aktie aus unserer Sicht nicht wegen des nächsten Quartals, sondern wegen der Wahrscheinlichkeit, in drei bis fünf Jahren auf eine glattere Cashflow‑Kurve auf einer deutlich stärkeren Plattform zu blicken – genau deshalb bleiben wir bei unserer positiven Einschätzung.

Nur 1.000 Euro im Monat? So sicherst du dir mehr, als die gesetzliche Rente je bieten kann!

Nur 1.000 Euro im Monat trotz jahrzehntelanger Arbeit – das ist alles, was die gesetzliche Rente vielen von uns bieten kann. Die Rentenlücke ist real – und größer, als viele denken. Doch: Es gibt clevere Wege, um vorzubeugen und sie zu schließen.

Unser exklusiver Sonderbericht enthält 10 konkrete Investment-Strategien für Jung und Alt, um mit Aktien, ETFs und Co. gezielt und erfolgreich vorzusorgen – und zeigt dir, warum gerade kleine Beträge über Zeit einen gewaltigen Unterschied machen können.

Lies den Bericht und gehe den ersten Schritt in Richtung finanziell sorgenfreier Ruhestand!

Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Fabasoft.



Das könnte dich auch interessieren ...