Der MSCI World ist tot – oder doch nicht?
Der MSCI World wurde schon öfter für tot erklärt als so mancher Rockstar nach seiner Abschiedstournee. Und doch steht er immer wieder auf der Bühne; wird stärker gekauft als jedes andere Finanzprodukt.
Dabei können Anleger auch in Zukunft mit ihm gutes Geld verdienen. Die Frage ist weniger, ob er lebt, sondern wie gut er noch performen kann.
Der Mythos vom Alleskönner
Der MSCI World gilt als Inbegriff der bequemen Geldanlage. Mit über 1.500 Unternehmen aus Industrieländern bietet er eine breite Diversifikation und langfristiges Wachstum. Von einem Welt-Index kann man damit aber keineswegs sprechen.
Für Anleger, die sich nicht intensiv mit den Finanzmärkten beschäftigen möchten, ist der Index dennoch eine solide Option. Historisch lieferte er ordentliche Renditen bei überschaubarem Aufwand: 8,9 % seit seiner Auflegung Ende der 80er.
Genau hier liegt jedoch auch das Problem: Der Index bildet den Markt ab – nicht mehr und nicht weniger.
Klumpenrisiko Magnificent Seven
Ein zentraler Nachteil des MSCI World ist seine starke Konzentration auf wenige US-Technologiewerte. Die sogenannten „Magnificent Seven” machen einen überproportional hohen Anteil am Index aus – eine Aktienkategorie, die mehr als ein Viertel der Gewichtung ausmacht und für den Großteil der Rendite der Vergangenheit verantwortlich ist.
Tech-Unternehmen sind zweifellos innovativ und marktführend, doch ihre Bewertungen sind heute teilweise sehr ambitioniert. Da hohe Erwartungen bereits eingepreist sind, ist das Rückschlagpotenzial erhöht, falls das Wachstum oder die Margen enttäuschen. Und da aktuell alle von der KI-Blase sprechen, könnte genau dieses Risiko auch hier abgebildet sein.
Bewertung und Renditeerwartungen
Die hohen Bewertungen der Tech-Giganten dämpfen die zukünftigen Renditeerwartungen des MSCI World. Wer heute investiert, kauft viele dieser Aktien zu einem historisch hohen Kursniveau.
Hinzu kommt das US-Risiko. Mit Trump als Präsident stellen wir uns heute mehr denn je die Frage, ob US-Aktien überhaupt noch eine Investition wert sind. Der Dollar-Index befindet sich im Sinkflug. Dadurch steigt das Risiko, dass die Renditen der kommenden Jahre unter dem langjährigen Durchschnitt liegen.
Stock Picking als Alternative
Anleger, die eine Rendite über dem Marktdurchschnitt erzielen möchten, kommen um aktives Investieren kaum herum. Stock Picking erfordert natürlich Zeit, Wissen und Disziplin, bietet aber die Chance auf Überrenditen.
Ein prominentes Beispiel ist Warren Buffett, der mit Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) seit 1965 eine durchschnittliche jährliche Rendite von fast 20 % erzielte. Diese Leistung zeigt letztlich, dass eine gezielte Aktienauswahl langfristig deutlich erfolgreicher sein kann als das bloße Folgen eines Index.
Fazit zum MSCI World
Der MSCI World ist definitiv nicht tot, aber auch kein Wundermittel. Er bleibt eine sinnvolle Basisanlage für passive Investoren. Wer jedoch höhere Ansprüche hat, muss bereit sein, tiefer einzusteigen.
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Frank besitzt Aktien von Berkshire Hathayway. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway.
