KGV von nur 13: Dieser Schwedische Nebenwert bietet jetzt eine günstige Kaufchance

Die letzten Monate waren für die Aktionäre des Herstellers von umweltfreundlichen Additiven für Schiffsrümpfe I-Tech (WKN: A2JM14) alles andere als leicht. Ein eher schwaches Jahr 2025 sorgte für Kursrückgänge, die leider auch nach unserer Empfehlung im September nicht aufhörten. Es ist richtig, dass das vierte Quartal mit einem Umsatzrückgang von 33 % auf 38,7 Mio. Kronen auf den ersten Blick wirklich schlecht aussieht. Entsprechend übel sieht auch das Nettoergebnis aus, das um 55,4 % auf 6,4 Mio. Kronen oder 0,50 Kronen je I-Tech-Aktie fiel.
I-Tech-Aktie: Die ganze Story
Wenn man jedoch hinter die Zahlen schaut, so sieht man, dass sich dieses Quartal mit einem extrem starken vierten Quartal 2024 messen lassen muss. Der zweitwichtigste Kunde von I-Tech (der namentlich nicht bekannt ist) steckt in wirtschaftlichen Problemen, sodass er in 2025 deutlich weniger Selektope abgenommen hat. Insofern war ein Rückgang im Q4 2025 durchaus erwartet worden. Eine weitere Rolle spielt die Währung: 10 Prozentpunkte des Rückgangs sind auf den schwachen US-Dollar zurückzuführen.
Im gesamten Jahr 2025 setzte I-Tech 170,5 Mio. Kronen um, das ist ein moderater Rückgang um 6,2 %, während der Absatz um 3 % zulegte. Erfreulich ist die Steigerung der Bruttomarge auf 57 %, die auf bessere Produktionsprozesse zurückzuführen ist. Sowohl das EBITDA als auch das EBIT haben sich um jeweils etwa 5 % reduziert. Bedingt durch niedrigere Zinseinnahmen steht als Nettoergebnis ein Wert von 33,2 Mio. Kronen oder 2,80 Kronen je Aktie, das sind 14,9 % weniger.
Ganz stark war I-Tech jedoch, wenn es um den Cashflow geht. Im Q4 betrug der operative Cashflow fast 13 Mio. Kronen und war damit doppelt so hoch wie ein Jahr zuvor. Für das Gesamtjahr 2025 betrug der operative Cashflow 64,6 Mio. Kronen (plus 83,7 %) und der freie Cashflow 64,2 Mio. Kronen (plus 84,7 %). I-Tech beendete das Jahr 2025 mit einem Cashbestand von 148,2 Mio. Kronen, das sind 76,5 % der gesamten Bilanzsumme und etwa ein Drittel der Marktkapitalisierung.
Wie es jetzt positiv weitergehen soll
2025 war ohne Zweifel ein schwaches Jahr für I-Tech, das aus der Vergangenheit ganz andere Wachstumswerte gewohnt ist. Das Management zeigte sich in der Telefonkonferenz für das laufende Jahr optimistisch und sah selbst im abgelaufenen Jahr eine gute Dynamik. Viele kleinere Kunden wie Kansai Paint (109 %), PPG (126 %) und Jotun (108 %) hätten sehr schöne Wachstumsraten von zum Teil über 100 % gezeigt, aber das habe nicht ausgereicht, um die Schwäche des schon genannten Großkunden auszugleichen.
Für 2026 erwartet I-Tech neue Produkteinführungen. Ein Bereich, der derzeit entwickelt wird, sind nachhaltige Bindemittel. Im Dezember wurde eine Absichtserklärung mit Havey Advanced Materials unterzeichnet. Bindemittel und Biozide sind zwei der wichtigsten Technologien für hochleistungsfähige Antifouling-Beschichtungen. Auch berichtete das Management trotz des Rückgangs über eine anziehende Dynamik im Q4 2025, die man in das neue Jahr mitnehmen möchte.
Ein interessanter Aspekt ist der Kupferpreis. Kupferoxid ist die traditionelle Antifouling-Lösung, die verwendet wird, um zu verhindern, dass sich Seepocken und hartnäckiger Bewuchs auf Schiffen festsetzen. Ein deutlicher Anstieg der Kupferpreise, der zuletzt zu beobachten war, macht also ein Konkurrenzprodukt von Selektope teuer. Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, würde das Selektope als Lösung zur Verhinderung von Seepocken noch attraktiver machen und I-Tech einen zusätzlichen Impuls geben.
Im Analystencall äußerte sich CEO Markus Jönsson noch zum hohen Cashbestand von I-Tech. Die Dividende je I-Tech-Aktie wird zwar von 1 auf 1,25 Kronen erhöht, aber darüber hinaus möchte er das Geld zunächst im Unternehmen behalten. Die Forschung an neuen Produkten koste Geld und man müsse dafür auch neues Personal einstellen. Außerdem warte er auf eine Änderung der rechtlichen Rahmenbedingungen, die es I-Tech ermöglichen würden, Aktienrückkäufe vorzunehmen.
Unser Fazit zur I-Tech-Aktie
Für uns klingt das alles recht positiv, sodass wir geneigt sind, an eine vorübergehende Wachstumsschwäche des Unternehmens zu glauben. Gerade angesichts des massiven Kursrückgangs scheint uns die I-Tech-Aktie weiterhin ein attraktiver Nebenwert zu sein.
Langfristig denken wir, dass ein weltweit größeres Umweltbewusstsein sowie die Gewinnung neuer Anwendungsbereiche wie Yachten oder Gebäude im Wasser zu einem wachsenden Markt für das schwedische Unternehmen beitragen dürften. Das größte Risiko für die I-Tech-Aktie liegt in der hohen Kundenkonzentration: Der größte Kunde steht weiterhin für über 60 % der Umsätze. Die Kundenkonzentration wird aber immer ein Thema bleiben, da es nur neun große Abnehmer weltweit gibt.
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