Kann die Aktie von Berkshire Hathaway dich zum Millionär machen?

Die Aktie von Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) hat viele Menschen sehr reich gemacht. Natürlich auch Warren Buffett. Der legendäre Starinvestor wurde durch seine eigene Holding sogar Centi-Milliardär. Er hat es also auf ein Vermögen von über 100 Mrd. US-Dollar gebracht.
Doch auch die Investoren, die zum Einstiegszeitpunkt von Warren Buffett lediglich wenige Aktien kauften und sie bis heute hielten, erfreuen sich eines großen Vermögens. Damals notierte die Aktie von Berkshire Hathaway auf einem Kursniveau von 7,50 US-Dollar, als er erstmalig kaufte. Als er seine berühmte Übernahme aufgrund des Ärgers mit dem CEO tätigte, ging es um einen Preis zwischen 11,375 und 11,50 US-Dollar. Heute notiert die Aktie bei 748.000 US-Dollar. Lediglich zwei Aktien hätten dich, deine Eltern oder Großeltern zum Millionär gemacht.
Ist das auch heute noch möglich? Berkshire Hathaway ist immerhin ein Konglomerat, das es auf einen Börsenwert von über einer Billion US-Dollar bringt. Um es kurz zu machen: Eine solche Wertsteigerung ist wohl so schnell nicht mehr drin. Aber das bedeutet nicht, dass die Aktie ihr Potenzial ausgereizt hat. Oder, dass sie dich nicht mehr zum Millionär machen kann. Es kommt auf die richtige Perspektive an.
Berkshire Hathaway: Millionär-Macher? Zumindest ein Vermögensallokator mit viel Puffer!
Die Aktie von Berkshire Hathaway besitzt grundsätzlich ein nahezu perfektes Geschäftsmodell, wenn es darum geht, immer wertvoller zu werden. Das Geschäft basiert einzig und allein darauf, zu investieren. Konkret bedeutet das, Geld zu nehmen, mehr hieraus zu machen und die Gewinne und die Dividenden erneut anzulegen, um dann noch, noch mehr zu erzielen. Gerade über zwei oder drei Jahrzehnte ist das eine Spirale, die ein großes Vermögen ermöglichen kann.
Dabei besitzt Berkshire Hathaway sehr viele Unternehmen und Beteiligungen, die nur auf stabile Gewinne ausgelegt sind. So hat das Konglomerat ein starkes Versicherungsgeschäft in den USA unter der Marke GEICO aufgebaut. Hier geht es dem Management vor allem darum, über die Versicherungsprämien nennenswerte Mittelzuflüsse zu erhalten, die man investieren kann. Daneben hält Berkshire ein Eisenbahngeschäft und ist einer der größten Energieinfrastruktur-Konzerne in den USA. All das wird in den nächsten 20, 30 Jahren wohl noch stabile Umsätze und Gewinne ermöglichen. Kleinere Unternehmen wie See’s Candies runden das Portfolio weiter ab. Genauso wie börsennotierte Beteiligungen an Coca-Cola oder American Express, wo die Beteiligungsgesellschaft mit moderatem Wachstum und stabilen Dividenden hohe Mittelzuflüsse erzielt.
Das gesamte Konglomerat ist auf einen zeitlosen Buy-and-Hold-Ansatz ausgelegt. Derzeit hält Berkshire Hathaway 382 Mrd. US-Dollar Cash, die bei höheren Zinsen kurzfristig investiert ebenfalls Mehrwerte liefern. Für den Moment stellt das aber einen großen Puffer dar, der zukünftig bei günstigeren Bewertungen investierbar ist. Daneben könnten Aktienrückkäufe den Anteil je Aktie weiter steigern. Das heißt: Selbst wenn es Berkshire Hathaway nicht mehr gelingt, so starke Mehrwerte selbst zu erzielen, können Aktienrückkäufe als Katalysator fungieren.
Die Bremse: Größe und Bewertungen!
Dennoch gibt es eine Bremse, die wir als Investoren jetzt kennen müssen. Wer mit der Aktie von Berkshire Hathaway Millionär werden will, muss sich eingestehen, dass die erreichte Größe ein Hindernis darstellt. Nicht für den Zinseszinseffekt und das Investieren per se. Denn das Geschäftsmodell ist grundsätzlich weiter skalierbar, solange es Mittelzuflüsse und Investitionsmöglichkeiten gibt. Aber: Die Investitionsmöglichkeiten werden knapper.
Allein, dass Berkshire Hathaway 382 Mrd. US-Dollar in Cash hält, zeigt, wie groß die Gesellschaft geworden ist. Damit könnte das Konglomerat (gemessen an der Marktkapitalisierung) rund 480 der 500 Unternehmen des S&P 500 kaufen. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass rund die Hälfte des S&P 500 eigentlich nicht mehr für Investitionen infrage kommt. Hier liegt die Marktkapitalisierung bei 15 Mrd. US-Dollar oder darunter. Selbst wenn das Konglomerat die Hälfte oder die Konzerne voll kaufen würde, hätten sie bei einem Börsenwert von über einer Billion US-Dollar kaum Gewicht an dem gesamten Erfolg.
Im Endeffekt wird es entscheidend für den zukünftigen Erfolg von Berkshire Hathaway sein, dass das Management geeignete Investitionen findet, die ein ansprechendes Volumen besitzen. Aber außerdem die DNA der bisherigen Warren-Buffett-Investitionen beibehalten. Wenn es dem neuen Management gelingt, das vorhandene Geld zu guten Renditen zu investieren, kann das den Zinseszinseffekt weiter ankurbeln. Dann würde die Aktie wohl auch in Zukunft weiter steigen.
Berkshire Hathaway: Weiterhin ein Millionärs-Macher?!
Die Aktie von Berkshire Hathaway ist daher unter gewissen Umständen ein Millionärs-Macher. Eine Einschränkung ist jedoch, dass du heute wohl eher einen sechsstelligen Betrag investieren müsstest. Oder einen höheren fünfstelligen Betrag mit eher sehr viel Zeit. Der Zinseszinseffekt wirkt jedoch weiterhin. Das Portfolio, das Warren Buffett aufgebaut hat, bleibt in der Tendenz eher zeitlos und Cash-orientiert. Zudem gibt es bei sehr vielen Beteiligungen und Unternehmen starke Wettbewerbsvorteile.
Dein Plan sollte es jedoch eher sein, über zwei bis drei Jahrzehnte dieses Ziel zu erreichen. Denn die Größe hemmt Berkshire Hathaway mittlerweile. Millionär zu werden, ist hingegen kein einfaches Vorhaben. Aber auch in einem diversifizierten Portfolio kann dir diese Aktie einen guten Vermögensaufbau ermöglichen. Wobei die Aktie einen qualitativen Ruhepol darstellt.
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Vincent besitzt Aktien von American Express, Berkshire Hathaway und Coca-Cola. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von American Express und Berkshire Hathaway.
