Mit 3,5 % Dividende: Diese Aktie stellt sich für eine goldene Zukunft auf
Als IT-Distributor und indirekter Cloudanbieter hat sich die ALSO Holding (WKN: A0JJW1) europaweit einen Namen gemacht. Als Partner von Hunderttausenden Resellern positioniert sich das Schweizer Unternehmen mit seinen Plattformen als Technologieprovider, der die großen IT-Themen unserer Zeit in die Praxis bringt.
Die Investitionsthese bei der ALSO Holding
Während die Distribution von Hardware, Peripherie und Zubehör (Segment Supply) noch immer das Brot-und-Butter-Geschäft darstellt, das für zwei Drittel der Umsätze steht, sind es die plattformbasierten Services mit dem indirekten Cloudgeschäft, wo die Zukunft spielt. Angesichts der Fusion mit Westcoast hat allerdings zunächst Supply einen großen Schub bekommen.
Die Idee ist, dass die Plattformen in Zukunft über die vergrößerte Kundenbasis – die Anzahl der eindeutig identifizierten B2B‑Kunden, die aktiv auf einer ALSO‑Plattform Transaktionen durchführen oder Services nutzen ist von 4,4 auf 5,9 Millionen gestiegen – besser skalieren werden. Aber das geht nicht von heute auf morgen. Zunächst muss die Integration sauber abgeschlossen werden.
Die aktuellen Zahlen sind eher enttäuschend
Deshalb fallen viele Kennzahlen zunächst noch schwach aus. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) wuchs beispielsweise langsamer als der Umsatz, was eine sinkende Marge zur Folge hat. Wegen erhöhten planmäßigen Abschreibungen und einem verschlechterten Finanzergebnis fiel das Vorsteuerergebnis (158 Mio. Euro) und der Nettogewinn (110 Mio. Euro) sogar etwas geringer aus als 2024.
Besonders schwach fiel die wichtige Kennzahl ROCE aus, welche den Betriebsgewinn mit dem eingesetzten Kapital ins Verhältnis setzt. Mit 16,1 % lag sie deutlich unter dem Vorjahreswert von 29,6 %. Der Hauptgrund dafür ist, dass der Nenner durch die Fusion aufgebläht wurde, während im Zähler der Gewinnbeitrag von Westcoast nur ab dem Zeitpunkt der Fusion eingeht. Korrigiert man diesen Effekt, dann kommt bereits ein Wert von 24 % heraus. Außerdem wurden die Lagerbestände selektriv ausgebaut, was weiter 1,2 % ausmacht.
Wie es für ALSO Holding jetzt weitergeht
Mit der Entfaltung der Synergien und den weiteren Fortschritten in der Strategieumsetzung sollte sich dieser Wert künftig steigern lassen. Das Management verspricht Kapitaldisziplin und prognostiziert für 2026 ein EBITDA, das auf 300 bis 340 Mio. Euro steigt. Mittelfristig – vermutlich ist im Kern das Geschäftsjahr 2029 (und folgende) gemeint – besteht weiterhin das Ziel, ein ROCE von stabil über 25 % zu erzielen. Damit alle Entscheidungsträger im Unternehmen noch zielgerichteter mitwirken, wurde auch das Anreizsystem angepasst, um persönliche Verantwortlichkeit für operative Verbesserungen und die Steigerung der Kundenzufriedenheit noch stärker zu betonen.
Obwohl manch ein Marktbeobachter enttäuscht auf die Zahlen reagierte und die ALSO Holding-Aktie deutlich fiel, gibt es keinen Anlass, an der Fortsetzung der langjährigen Erfolgsgeschichte von ALSO zu zweifeln. Ein Beleg dafür ist auch die umfangreiche Beteiligung von ALSO beim Cloud-Gaming-Angebot der Deutschen Telekom. ALSO managt dafür den Spielekatalog, stellt die B2B2C‑Abrechnungslogik bereit und arbeitet mit Marketplace-Partner Ludium Lab zusammen, dem Technologielieferanten hinter Sora Stream. Hier wird also viel orchestriert, was genau die Stärke im Cloudgeschäft von ALSO ist. Es ist absehbar, dass das 2026 Fahrt aufnehmen wird.
Dividende gibt’s noch dazu: Unser Fazit
Der solide Cashflow erlaubt es, die Dividende wie in den Vorjahren anzuheben auf nun 5,30 Franken. Kombiniert mit dem reduzieten Kurs ergibt sich damit eine Dividendenrendite von rund 3,5 % bei der ALSO Holding-Aktie.
Während die Investitionsthese primär das erwartete zurückkehrende organische Wachstum betont, welche die ALSO Holding-Aktie künftig treiben sollte, entsteht hier auch eine attraktive Dividendenwachstumsgeschichte.
Und das Management um Gustavo Möller-Hergt betont auch, dass ALSO durch seine einzigartige Positionierung für viele kleinere Mitbewerber eine strategische Lösung darstellt, um ihre Zukunftsfähigkeit zu sichern. Das bedeutet, dass wir mit weiteren attraktiven Deals rechnen dürfen, welche das Wachstum zusätzlich anfeuern und das Schwungrad im Service-Business kräftiger drehen lassen.
Was du über die ALSO Holding noch wissen musst
Das Unternehmen operiert in drei Segmenten:
- Supply: umfasst das klassische Distributionsgeschäft mit Hardware, Peripherie und Zubehör.
- Solutions: richtet sich an Systemhäuser und Integratoren, die komplexe IT‑Infrastrukturen planen und umsetzen. Hier bietet ALSO technische Expertise, Schulungen und Projektunterstützung.
- Services: ist das Herzstück der Transformation: ein wachsendes Ökosystem aus Cloud‑Abonnements, Plattformdiensten, Automatisierungstools und digitalen Marktplätzen. Dieser Bereich macht ALSO zu einem der führenden indirekten Cloudanbieter Europas und zu einem Orchestrator, der Hersteller, Reseller und Endkunden über eine zentrale Plattform verbindet.
Die größte Chance für die ALSO Holding ist aus unserer Sicht die Plattformstrategie, die ein großes Margenpotenzial mitbringt und an Gewicht gewinnt. Das größte Risiko ist die Marktdynamik. Hier muss sich ALSO immer wieder neu erfinden, um den Markt zu definieren, statt reagieren zu müssen.
Ein entscheidendes Event bleibt vorerst der Abschluss der Integrationsanstrengungen mit Westcoast 2027. Erst dann können die Plattformen ihr volles konzernweites Potenzial entfalten.
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