25 % unter Allzeithoch: Diese Zinseszinsmaschinen-Aktie ist gerade attraktiv bewertet

Eine Margerite bricht durch den Asphalt einer alten Straße
Bild: geralt via Pixabay

Die Moody’s Corporation (WKN: 915246) ist eine Zinseszinsmaschine. Die Grundlage für die starke Leistung in der Vergangenheit sind der gute Ruf und die großen Mengen an eigenen Daten. Das Unternehmen konnte dies in stetige Steigerungen des Gewinns und des freien Cashflows je Moody’s-Aktie ummünzen. Doch wie wird es in Zukunft weitergehen?

Moody’s-Aktie: Das Jahr 2025 im Rückblick

Moody’s kann auch auf ein außergewöhnlich starkes Jahr 2025 zurückblicken. Mit einem Gesamtumsatz von 7,7 Mrd. US-Dollar (+9 % gegenüber dem Vorjahr) erzielte das Unternehmen den höchsten Jahresumsatz seiner über 125-jährigen Geschichte. Im vierten Quartal stieg der Umsatz sogar um 13 %. Die Gewinnentwicklung war dabei noch dynamischer: Der bereinigte, verwässerte Gewinn pro Aktie stieg im Geschäftsjahr um 20 % auf 14,94 US-Dollar und im letzten Quartal sogar um 39 %. Ohne Bereinigung stieg der Gewinn je Moody’s-Aktie im Gesamtjahr 2025 um 21,4 % auf 13,67 US-Dollar.

Diese Performance wurde durch eine signifikante Ausweitung der bereinigten operativen Marge um 300 Basispunkte auf 51,1 % erzielt, was die hohe Skalierbarkeit des Geschäftsmodells unterstreicht. Die operativen Kosten für Analyse, Verwaltung und Vertrieb stiegen alle unterproportional und legten maximal 3,9 % zu.

So schnitten die Segmente ab

Im Jahr 2025 erzielten beide Hauptsegmente Rekordwerte, angetrieben durch unterschiedliche, aber komplementäre Faktoren: Das Rating-Segment Moody’s Investors Service steigerte seinen Umsatz um 9 % auf über 4,1 Mrd. US-Dollar. Dabei bewertete Moody’s ein Rekordvolumen an Wertpapieren in Höhe von 6,6 Billionen US-Dollar. Besonders bemerkenswert ist, dass das transaktionale Umsatzwachstum (plus 22 Prozent im vierten Quartal) das Wachstum des Emissionsvolumens deutlich übertraf. Dies liegt unter anderem an der starken Positionierung bei komplexen Themen wie Private Credit (70 % Wachstum bei MIS-bezogenen Deals) sowie der hohen Nachfrage nach Refinanzierungen. Die bereinigte operative Marge von MIS kletterte auf beeindruckende 63,6 %.

Das Analytics-Segment erzielte ein Umsatzplus von 9 %, wobei die jährlich wiederkehrenden Umsätze (ARR) auf 3,5 Milliarden US-Dollar (+8 %) stiegen. Dieses Wachstum wird vor allem durch die Bereiche KYC (Know Your Customer, +19 %) und Decision Solutions (+12 %) getrieben. Moody’s profitiert hierbei von der zunehmenden Komplexität regulatorischer Anforderungen und dem Bedarf an integrierten Risikomanagement-Lösungen. Die Marge im MA-Segment verbesserte sich um 240 Basispunkte auf 33,1 %.

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Moody’s positioniert sich strategisch als „vertrauenswürdiger Motor für KI-gestützte Entscheidungsfindung“. Das Unternehmen nutzt generative KI (GenAI), um seine umfangreichen Datenbestände direkt in die Arbeitsabläufe seiner Kunden zu integrieren. Die Auswirkungen sind bereits messbar. So weisen Kunden, die Standalone-GenAI-Produkte nutzen, eine doppelt so hohe ARR-Wachstumsrate auf wie der Rest. Die Bindungsrate dieser KI-affinen Kunden liegt bei 97 %. Tools wie der „Research Assistant“ ermöglichen es Nutzern, bis zu 60 % mehr Daten zu sichten und gleichzeitig die Bearbeitungszeit um 30 % zu reduzieren.

Der Blick auf die wichtigsten Finanzkennzahlen

Moody’s bleibt eine „Cashflow-Maschine“. Im Jahr 2025 wurde ein freier Cashflow von 2,6 Mrd. US-Dollar generiert. Die für 2026 vorgesehene Kapitalallokationsstrategie sieht vor, etwa 2,0 Mrd. US-Dollar für Aktienrückkäufe aufzuwenden (vorbehaltlich der Marktbedingungen), was knapp 2,5 % der aktuellen Marktbewertung entspricht. Zudem plant das Unternehmen Investitionen in Höhe von etwa 450 Mio. US-Dollar, wovon ein Teil in die Modernisierung der globalen Hauptsitze in New York und London fließen soll.

Moody’s erwartet für 2026 ein weiteres Jahr mit zweistelligem Gewinnwachstum. Der bereinigte Gewinn je Moody’s-Aktie soll in der Zielspanne von 16,40 bis 17,00 US-Dollar liegen. Dies entspräche einem KGV von höchstens 27. Da das Geschäftsmodell von Moody’s sehr skalierbar ist, reicht dazu ein Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich aus.

Langfristig stützt sich Moody’s auf tiefe strukturelle Trends wie die „Refunding Walls“ – anstehende Fälligkeiten von Unternehmensanleihen, die um 6 % gestiegen sind –, das massive Wachstum der Rechenzentrumsinfrastruktur und die globale Energiewende. All diese Trends lösen hohen Rating- und Analysebedarf aus. Durch die konsequente Einbettung von KI in das Geschäftsmodell sichert Moody’s seine Wettbewerbsvorteile und schafft die Basis für dauerhaft profitables Wachstum.

Mit einem unbereinigten KGV von 32 für das letzte Geschäftsjahr und einem KGV von 27 für das kommende Jahr ist Moody’s weiterhin fair bewertet. Laut der Wachstumformel von Ben Graham wird ein Gewinnwachstum von knapp 9 % p. a. erwartet, das Moody’s bisher übertreffen konnte. Investiren der Moody’s-Aktie können sich wahrscheinlich auf weitere positive Überraschungen einstellen.

Unser Fazit zur Moody’s-Aktie

Moody’s operiert in zwei Segmenten:

  • Moody’s Analytics (MA) ist ein globaler Softwareanbieter von Daten und Informationen, Forschungsergebnissen und Erkenntnissen sowie Entscheidungslösungen, die Kunden bei der Bewältigung zunehmend komplexer Risiken unterstützen. 95% der Einnahmen stammen aus Abonnements, und dieses Segment trägt insgesamt 36% zum operativen Geschäft bei.
  • Moody’s Investors Service (MIS) veröffentlicht Kreditratings und bietet Bewertungsdienstleistungen an. Das Geschäft ist zyklisch und wird vom Emissionsvolumen beeinflusst.  Das Segment erwirtschaftet 64% des Betriebsergebnisses.

Moody’s profitiert davon, dass die Regulierung zunimmt und die Entscheidungsträger immer bessere Entscheidungsgrundlagen benötigen. Steigendes Risikobewusstsein führt zu steigender Nachfrage.

Das größte Risiko für die Moody’s-Aktie besteht darin, dass es zu einer echten Krise im Bankensektor kommt. Das Image würde leiden, wenn es aufgrund falscher Ratings zum Ausfall von Schuldnern käme.

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