3 Gründe, warum wir die Carnival-Aktie jetzt für unterbewertet halten

Eine rote Einkaufstüte und weitere Papierschnipsel weisen auf Sale und starke Rabatte im Handel hin
Foto: Max Fischer via Pexels

Carnival (WKN: 120100) ist einer der weltweit größten Kreuzfahrtanbieter und profitiert langfristig von der steigenden Reiselust und wachsender Nachfrage nach Urlaubserlebnissen. Für langfristig orientierte Anleger ist die Carnival-Aktie spannend, weil das Unternehmen aktuell operativ deutlich stärker wird, Schulden abbaut und wieder beginnt, Kapital an Aktionäre zurückzugeben.

Trotz dieser positiven Entwicklung ist die Aktie seit Jahresbeginn um rund 13 % gefallen, auch wenn sie sich auf Jahressicht insgesamt gut erholt hat. Angesichts der klaren operativen Fortschritte und der verbesserten finanziellen Lage wirkt diese Entwicklung nicht wirklich nachvollziehbar.

Warum wir die Carnival-Aktie jetzt für unterbewertet halten

Ein wichtiger Punkt ist die Rückkehr zu Kapitalrückführungen. Carnival hat ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 2,5 Mrd. US-Dollar angekündigt, ohne feste Laufzeit. Zusätzlich sollen in diesem Jahr Dividenden von über 800 Mio. US-Dollar an die Investoren der Carnival-Aktie ausgeschüttet werden. Das zeigt, dass das Management wieder Vertrauen in die eigene finanzielle Stärke hat.

Ein Blick auf die Zahlen zum ersten Quartal 2026 unterstreicht diese Entwicklung. Der Umsatz lag bei 6,2 Mrd. US-Dollar und war damit ein Rekordwert für ein erstes Quartal. Der Nettogewinn betrug 258 Mio. US-Dollar. Der verwässerte Gewinn je Carnival-Aktie stieg um 50 % auf 0,19 US-Dollar.


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Auch die Nachfrage ist sehr stark. Die Buchungslage für 2026 liegt zweistellig im Plus. Die Auslastung ist mit rund 85 % bereits hoch und das bei historisch hohen Preisen. Zudem reicht die starke Nachfrage aktuell bis ins Jahr 2028 hinein. Der operative Cashflow lag bei 1,26 Mrd. US-Dollar und der freie Cashflow bei 697 Mio. US-Dollar.

Der Ausblick für die Carnival-Aktie

Das Management hat zusätzlich ein langfristiges Programm namens „PROPEL“ vorgestellt. Dahinter steckt eine klare Strategie, um bis 2029 sowohl Gewinne als auch den Shareholder Value weiter zu steigern. Im Kern geht es darum, die hohe Nachfrage noch besser zu monetarisieren, die Profitabilität zu steigern und gleichzeitig die Bilanz weiter zu stärken.

Die konkreten Ziele sind ambitioniert. Bis 2029 soll ein Return on Investment von mindestens 16 % erreicht werden. Der bereinigte Gewinn je Carnival-Aktie soll ab 2025 um mindestens 50 % wachsen. Außerdem plant das Unternehmen, mindestens 40 % des operativen Cashflows an die Aktionäre zurückzugeben. Das entspricht rund 14 Mrd. US-Dollar bis 2029.

Ein möglicher Grund für den Kursrückgang könnten Sorgen über steigende Kerosinpreise sein, etwa im Zusammenhang mit geopolitischen Spannungen wie dem Iran-Konflikt. Allerdings hat das Management durch besser als erwartete Ergebnisse bereits einen gewissen Puffer aufgebaut.

Unser Aktiensegler-Fazit

Unterm Strich zeigt sich ein klares Bild: Operativ läuft es bei Carnival aktuell sehr gut, die Nachfrage ist hoch und die finanzielle Situation verbessert sich weiter. Auf dem aktuellen Kursniveau wirkt die Bewertung der Carnival-Aktie im Verhältnis zu den Perspektiven weiterhin attraktiv für langfristige Anleger.

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