Rotes Gold: Warum Kupfer 2026 zur knappsten Ressource der Welt wird und diese 2 Profiteure massiv unterbewertet sind

Im Januar durchbrach Kupfer an der Londoner Metallbörse erstmals in seiner Geschichte die Marke von 13.000 US-Dollar je Tonne. Damit wurde auch der Peak aus im Juli 2025 deutlich übertroffen.
Seit Anfang des Jahres drehen sich die Schlagzeilen hauptsächlich um KI-Investitionen wie Nvidia. Das Industriemetall Kupfer blieb im medialen Rummel hingegen fast unbemerkt. Meiner Einschätzung nach ist das ein Versäumnis.
Wer nämlich verstehen will, worauf der Fortschritt der nächsten Jahre fußen wird, muss begreifen, was im Untergrund von Peru und Mexiko derzeit fehlt.
Das knappste Metall der Energiewende
Kupfer ist kein Trendmetall. Es ist das Fundament der modernen Welt. Ohne dieses Erz gäbe es keine Windparks, keine Ladesäulen und – das ist der entscheidende Punkt – keinen KI-Boom. Ein Elektroauto benötigt nämlich etwa drei- bis viermal so viel Kupfer wie ein herkömmlicher Verbrenner. Gleichzeitig treibt der massive Energiebedarf der KI-Rechenzentren den Ausbau von Stromnetzen und Transformatoren weltweit voran.
Das Problem liegt auf der Angebotsseite: Strenge Genehmigungsverfahren und lokaler Widerstand bremsen neue Minenprojekte aus. Meiner Einschätzung nach führt das dazu, dass bis Ende 2026 kaum nennenswerte Kapazitäten hinzukommen. Das Metall wird überall gebraucht, doch die Produktion hinkt hinterher.
Zwar prognostizierte die International Copper Study Group (ICSG) in ihrem neuesten Bericht überraschend einen leichten Überschuss von 96.000 Tonnen für 2026 – eine plötzliche Revision früherer Defizit-Erwartungen –, doch Branchenbeobachter werten dies lediglich als kurzes Durchatmen in einem angespannten Markt.
Die langfristigen Prognosen der Internationalen Energieagentur (IEA) zeigen nämlich, dass bis 2035 nur etwa 70 % der globalen Kupfernachfrage gedeckt werden können. Während der scheidende BHP-Chef Mike Henry eine Fortsetzung des strukturellen Bullenmarktes bis 2050 erwartet, halten Experten einen Preis von 15.000 US-Dollar je Tonne bereits mittelfristig für realistisch.
Wer ein Thema mit jahrzehntelangem Nachfragedruck sucht, kommt an Kupfer nicht vorbei. Bleibt die entscheidende Frage: Welche Kupfer-Aktien haben derzeit das beste Profil für langfristig orientierte Investoren?
Freeport-McMoRan: Der reinste Hebel auf den Kupferpreis
Freeport-McMoRan (WKN: 896476) ist kein Bergbaukonglomerat, das nebenbei auch ein bisschen Kupfer fördert. Das Unternehmen ist der weltgrößte börsennotierte Kupferproduzent und damit der direkteste Weg, um an steigenden Kupferpreisen zu partizipieren. Steigt der Preis, ziehen die Margen fast unmittelbar an.
Für das Geschäftsjahr 2025 meldete der Konzern eine Kupferproduktion von 3,4 Mrd. Pfund und ein bereinigtes EBITDA von 9,9 Mrd. US-Dollar. Die Nettoverschuldung lag zum Jahreswechsel bei 2,3 Mrd. US-Dollar. Meiner Meinung nach ist die Prognose für 2028 mit einem angestrebten Absatz von 4,1 Mrd. Pfund realistisch, auch wenn das Unternehmen sein Ziel für 2026 aufgrund technischer Engpässe jüngst auf 3,1 Mrd. Pfund korrigieren musste.
Was die brandaktuellen Quartalszahlen zeigen: Der durchschnittlich realisierte Kupferpreis kletterte im ersten Quartal 2026 auf 5,78 US-Dollar pro Pfund – ein Resultat der globalen Angebotsknappheit. Das ist kein kurzes Durchatmen, sondern ein struktureller Aufwärtstrend, der nun die Bilanz flutet. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte im ersten Quartal 0,57 US-Dollar und übertraf damit die Konsensschätzung von 0,46 US-Dollar um knapp 24 %.
Natürlich bleibt das Geschäft nicht frei von Rückschlägen. Der tragische „mud rush“ in der indonesischen Grasberg-Mine im September 2025, bei dem sieben Arbeiter ums Leben kamen, sorgt durch geotechnische Flaschenhälse noch bis Mitte 2027 für eine gedrosselte Förderung. Auch politische Volatilität in den Förderländern bleibt eine relevante Größe.
Wer sich unter den Kupfer-Aktien für Freeport-McMoRan entscheidet, macht den Kupferpreis zu einer entscheidenden Variable im Depot. Steigt dieser, gewinnt das Portfolio.
Southern Copper: Die niedrigsten Kosten, die längste Geschichte
Southern Copper (WKN: A0HG1Y) ist zwar weniger bekannt als der Branchenriese Freeport, wird unter Rohstoffinvestoren unter den Kupfer-Aktien jedoch aus einem triftigen Grund hoch geschätzt: Der Konzern operiert als einer der kosteneffizientesten Kupferproduzenten weltweit. Dank extrem niedriger Förderkosten pro Tonne bleibt die Gewinnmarge selbst dann robust, wenn die Weltmarktpreise unter Druck geraten.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 erzielte Southern Copper einen Rekordumsatz von 13,42 Mrd. US-Dollar, was einem Wachstum von 17,4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Jahresüberschuss kletterte parallel dazu um 28,4 % auf 4,33 Mrd. US-Dollar. Die Eigenkapitalquote liegt bei stabilen 52 %. Als einer der weltweit größten integrierten Produzenten mit massiven Reserven in Peru und Mexiko kontrolliert das Unternehmen die gesamte Wertschöpfungskette – von der Exploration über die Aufbereitung bis zur fertigen Kupferkathode. Da Southern Copper die Produktion vollständig im eigenen Haus behält, wirken sich Kostensteigerungen bei Vorprodukten am freien Markt deutlich schwächer auf die eigene Bilanz aus als bei der Konkurrenz.
Besonders für Dividendeninvestoren bietet das Unternehmen ein attraktives Profil: In den letzten zehn Jahren stieg die Ausschüttung im Schnitt um beachtliche 25,2 % pro Jahr. Da der Konzern seine Gewinne größtenteils direkt ausschüttet, kann man als Investor durch ein passives Einkommen unmittelbar von den steigenden Kupferpreisen profitieren.
Natürlich gibt es spezifische Risiken. Lateinamerika bleibt ein politisch anspruchsvolles Pflaster, auf dem Steuererhöhungen oder neue Regulierungen für Minenbetreiber jederzeit möglich sind. Da die Dividende zudem eng an die Gewinnentwicklung gekoppelt ist, müssen Anleger in zyklischen Abschwungphasen mit volatilen Zahlungen rechnen.
Kupfer-Aktien: Wenn das Fundament knapp wird
Kupfer ist weit mehr als ein Spekulationsobjekt. Es ist das materielle Fundament unserer modernen Welt – unverzichtbar für Stromnetze, Elektroautos, KI-Rechenzentren und Windparks.
Das Metall wird zusehends knapper, da neue Minen nicht in dem Tempo erschlossen werden, in dem der globale Strombedarf steigt. Freeport-McMoRan und Southern Copper bieten als Kupfer-Aktien zwei unterschiedliche Wege, um auf diesen Trend zu setzen: Während Freeport als direkter Preishebel agiert, überzeugt Southern Copper als kosteneffizienter Qualitätsproduzent mit attraktiver Dividendenkomponente.
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Caio Reimertshofer besitzt keine der erwähnten Aktien. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.
