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Warum Royal Dutch Shell 2016 um 20 % wächst

In den letzten 18 Monaten hat der Ölsektor eine so starke Wandlung durchgemacht, die nur wenige Investoren vorhersehen konnten. Mitte 2014 lag der Preis für Öl noch bei über 100 USD pro Barrel. Heute schafft er kaum noch die Hälfte. Manche Vorhersagen sahen mittelfristig Ölpreise bei über 200 USD pro Barrel. Manche Vorhersagen von heute kommen nur noch auf 10 % dieses Niveaus.

Die meisten Ölaktien wurden durch den Preissturz hart getroffen. Shell (WKN:A0D94M) ist dabei keine Ausnahme. Seine Aktien sanken im letzten Jahr um 31 % und das nicht ohne guten Grund. Der Gewinn des Unternehmens soll dieses Jahr um 40 % fallen und daher ist die Sympathie der Investoren sehr schwach.

Trotz dieser Probleme scheint Shell eine gesunde Strategie zu fahren, mit der es die gegenwärtigen Schwierigkeiten überwinden und 2016 starke Gewinne machen will. Beispielsweise kauft es BG. Dies sollte die Qualität und Diversifizierung seiner Anlagen erhöhen. Außerdem kürzt es Erkundungskosten und versucht, Anlagen abzustoßen, die nicht zum Kerngeschäft gehören und ein schlechtes Risiko/Gewinn-Verhältnis haben. Der Gewinn des Unternehmens soll im kommenden Jahr um 10 % steigen. Daher könnte sich die Stimmung der Investoren wieder verbessern, wenn sie sehen, dass Shell ein Gewinner (hinsichtlich seiner Wettbewerbsposition) des Ölpreiskollapses ist.

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Wenn sich die Stimmung der Investoren verbessert, ist viel Platz für höhere Bewertungen. Dies liegt an dem niedrigen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von nur 12,4. Angenommen, der Aktienpreis steigt um 20 %, dann läge das KGV bei 14,9. Für ein führendes Energieunternehmen, welches seine Einnahmen im kommenden Jahr um 10 % erhöhen will, erscheint das nicht übertrieben.

Shell hat gegenwärtig eine Dividendenrendite von 7,5 %. Klar, es gibt das Risiko, dass es Shell nicht schafft, die Dividende 2016 beizubehalten. Allerdings würde selbst eine Reduktion der Ausschüttung um ein Drittel noch eine beeindruckende Dividendenrendite von 5 % bedeuten. Wenn du diese Tatsache mit dem möglichen Anstieg des Aktienpreises von 20 % kombinierst, wird klar, dass sich ein Aktienkauf von Shell für 2016 und darüber hinaus als äußerst rentabel herausstellen könnte.

Das Potenzial für Shell, in Zukunft zu wachsen, ist noch größer. Dies liegt zum Teil an der starken Bilanz, die es auch erlauben würde, mehr Schulden aufzunehmen. Somit hätte Shell eine größere Kriegskasse, um einen Vorteil aus den in Not geratenen Anlagenpreisen zu ziehen. Da der Cashflow des Unternehmens recht robust ist, scheint es gut positioniert zu sein, um noch dominanter aus der gegenwärtigen Ölpreisebbe herauszugehen.

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The Motley Fool UK besitzt keine der oben erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von John Rosevear auf Englisch verfasst und am 24.11.2015 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.



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