Tops und Flops der vergangenen Börsenwoche – Was ist los bei Fresenius und Henkel?
Nach einer Berg- und Talfahrt kletterte der DAX (WKN:846900) in den letzten beiden Börsentagen der vergangenen Woche noch deutlich nach oben und konnte mit einem Plus von 1,3 % knapp über 9.500 Punkten schließen.
Top-Gewinner der vergangenen Woche war Fresenius (WKN:578560) mit einem satten Plus von 8,5 %. Am Ende der Performance-Übersicht der letzten Woche stand Henkel (WKN:604843) mit einem Minus von 4,5 %. Was war bei den beiden Unternehmen los und wie geht es weiter?
Was ist los bei Fresenius?
Am vergangenen Mittwoch hat Fresenius in einer Pressemitteilung die Ergebnisse des letzten Geschäftsjahres veröffentlicht. Und die Zahlen können sich sehen lassen: Umsatz + 9 %, Konzernergebnis + 21 %, Dividendenzahlung + 25 %.
An der anschließenden Kursentwicklung von Fresenius tritt einer der oft vergessenen Grundsätze von Aktien deutlich zu Tage: Aktien sind keine blinkenden Zahlenreihen auf Bildschirmen, sondern Beteiligungen an real existierenden Unternehmen. Ist das Unternehmen erfolgreich, dann profitieren die Aktionäre als Eigentümer des Unternehmens, sei es nun durch steigende Kurse oder durch die Ausschüttung der Gewinne über Dividendenzahlungen. Bei Fresenius in diesem Falle sogar durch beides.
Was ist los bei Henkel?
Auch der Henkel-Konzern hat in der letzten Woche seine Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr veröffentlicht. Auch Henkel meldete ein durchaus erfolgreiches Geschäftsjahr: organisches Umsatzplus 3 %, betriebliches Ergebnis + 12,9 % und Dividende + 12,2 %. Die Aktien des Unternehmens landeten dennoch am Ende der Performance-Übersicht der letzten Woche.
Hier zeigt sich einer der Grundsätze, wie Aktienkurse zustande kommen: Aktienkurse ergeben sich im Wesentlichen aus den Erwartungen für die künftige Entwicklung eines Unternehmens. Werden Investoren von den dann realisierten Ergebnissen enttäuscht, führt das in aller Regel zu deutlichen Kursrückgängen. Anscheinend haben einige der Investoren bei Henkel demnach deutlich bessere Zahlen erwartet.
Wie geht es bei den beiden Unternehmen weiter?
Sowohl Fresenius als auch Henkel blicken optimistisch in die Zukunft. Fresenius prognostiziert für das Jahr 2016 und darüber hinaus weiterhin überdurchschnittliche Steigerungen bei Umsatz und Gewinn. Auch Henkel ist durchaus optimistisch und geht davon aus, die gesetzten Wachstumsziele für das Ergebnis pro Aktie von durchschnittlich + 10 % zu erreichen.
Für Fresenius sprechen dabei vor allem die zunehmend älter werdende Gesellschaft und die sich daraus ergebenden Mehrausgaben für Gesundheit. Als Inhaber und Betreiber von Krankenhäusern und Anbieter von medizinischen Geräten, Dienstleistungen und Medikamenten dürfte Fresenius sicherlich einiges von diesem Kuchen abbekommen.
Henkel hingegen verspricht sich steigende Umsätze insbesondere durch die Erschließung neuer Märkte mit bestehenden Produkten. Durch die Optimierung und Standardisierung der Geschäftsprozesse sollen zudem die Gewinnmargen deutlich erhöht werden.
Investoren empfinden dabei die Wachstumsstory von Fresenius derzeit deutlich lukrativer. Du solltest dir aber bewusst sein, dass allzu hohe Erwartungen auch sehr schnell zu großen Enttäuschungen führen können – wie du aktuell bei Henkel beobachten konntest.
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Sven besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Fresenius.