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Diese Statistik zeigt, dass die Deutsche Bank keine Rettung verdient

Foto: Pixabay

Wieder steht die Deutsche Bank (WKN: 514000) in den Schlagzeilen und wieder schafft sie es, sich in neue Schwierigkeiten zu verwickeln, die weitaus größer sind als die alten.

Es gibt aber eine einfache Statistik, die zeigt, dass die Deutsche Bank keine Rettung verdient.

Geld verbrennen ist kein Kavaliersdelikt

Die aktuellen Probleme der Deutschen Bank haben ihren Ursprung vor allem darin, dass die Bank mittlerweile viel zu wenig Kapital hat, um die derzeitigen Verluste und angekündigten Strafzahlungen langfristig zu stemmen.

Dass die Bank mehr Kapital benötigt, als sie mit ihren Geschäftsaktivitäten generieren kann ist allerdings kein neues Phänomen. Im Jahr 2010 hat die Bank eine Kapitalerhöhung in Höhe von 10,2 Milliarden Euro vorgenommen. Auch ein paar Jahre später, Mitte 2014, hat sich die Bank frisches Kapital beschaffen müssen und noch einmal 8,5 Milliarden Euro eingesammelt.

Diese Summen sind besonders schmerzhaft, wenn man sie mit der aktuellen Marktkapitalisierung vergleicht, die mittlerweile deutlich niedriger ist, als die zwei Kapitalerhöhungen der letzten Jahre. Die Bank mag dabei auf das schwierige Zinsumfeld und andere strukturelle Probleme hinweisen, aber wer genauer hinsieht merkt, dass die Bank sich mit beiden Händen bei dem Kapital ihrer Anleger bedient hat und vor allem deswegen das Vertrauen des Kapitalmarkts verloren gegangen ist.


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So frech verpulvert die Deutsche Bank das Kapital ihrer Anleger

Die Deutsche Bank hat noch immer ein riesiges Investmentbanking und die entsprechenden Gehälter. Da Banken aber mittlerweile einen jährlichen Vergütungsbericht veröffentlichen müssen, kann genau nachvollzogen werden, wie in den letzten Jahren Boni und Millionengehälter das Geld der Anleger verbrannt haben.

Die Bank veröffentlicht seit vielen Jahren Zahlen zur sogenannten „variablen Vergütung“, was letztendlich ein Begriff ist, der das Wort „Boni“ vermeiden soll. Zwar verzeichnet die variable Vergütung in den letzten Jahren einen sinkenden Trend, aber es werden noch immer viel zu hohe Gehälter und Boni gezahlt angesichts dessen, dass die Bank keinen Mehrwert schafft.

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Die variable Vergütung seit 2010 beträgt unglaubliche 19,4 Milliarden Euro. Die Deutsche Bank hat es mit schockierender Genauigkeit geschafft, das eingesammelte Kapital der letzten zwei großen Kapitalerhöhungen wieder in Form von Boni für ihre Investmentbanker und andere ranghohe Angestellte zu verpulvern.

Die Bank braucht eine Kapitalerhöhung und eine radikale Änderung der Unternehmenskultur

Hätte man sich bei der Deutschen Bank in den letzten Jahren so verhalten, wie es sich für ein Unternehmen in Schwierigkeiten gehört, indem man den Gürtel enger schnallt und versucht mit guter Arbeit die Bank wieder auf Vordermann zu bringen, wären die heutigen Probleme vermeidbar gewesen.

Allein die Boni der letzten Jahre wären mehr als genug gewesen, um die aktuellen Schwierigkeiten verkraften zu können. Eine Bank, die so schlecht rechnen kann, hat kein neues Kapital verdient.

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Marlon Bonazzi besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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