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US-Medien-Aktien: was 2017 wichtig wird

Bildquelle: Netflix.

Die amerikanische Fernseh-Industrie ist 100 Milliarden US-Dollar schwer und befindet sich kurz davor, aus den Angeln gehoben zu werden. Neue Online-Streaming-Optionen geben den Kunden einfach mehr Auswahl und die traditionellen Kabelkanäle verlieren immer mehr Kunden. Die Medien-Riesen von früher werden gerade dazu gezwungen, sich an diese neuen Gegebenheiten anzupassen. Sonst laufen ihnen die Kunden davon. Eine Welle der Konsolidierung hat begonnen und eine weitere Welle massiver Multi-Milliarden-Dollar-Fusionen haben in den letzten Jahren die Medienlandschaft komplett verändert. In den kommenden Jahren wird diesbezüglich wahrscheinlich auch noch mehr passieren.

In diesem dynamischen und extrem wettbewerbsorientierten Klima stellt sich die Frage, worauf man 2017 achten sollte.

Werden noch mehr Leute dem konventionellen Fernsehen den Rücken kehren?

Aufgrund der hohen Preise, dem schlechten Kundendienst und vielen Programmen, die die Kunden gar nicht wollen, entscheiden sich immer mehr Kabel-Abonnenten dazu, ihre Abos zu kündigen und auf günstigere Streaming-Optionen online umzusteigen.

25 % der amerikanischen Haushalte haben, laut einem Bericht des Marktforschungsunternehmens GfK, keinen Kabel- oder Satelliten-Dienst mehr. Etwa 17 % dieser Haushalte verlassen sich nur auf das normale Antennensignal. Das stellt, verglichen mit dem Jahr 2015, einen Anstieg von 15 % dar. 6 % benutzen nur Online-Streaming-Dienste wie Netflix (WKN:552484). Vor einem Jahr waren es noch 4 %.

Wenn man sich die Zahlen bei den jüngeren Zuschauern ansieht, dann kann das dem Chef eines Kabelkanals schon einmal Angst machen, denn fast 40 % der Haushalte – im Alter von 18 bis 34 Jahren – verlassen sich nur auf Antenne oder die Internet-Alternative.


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Bildquelle: Getty Images.

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„Die Tatsache, dass ein statistisch bedeutender Anstieg bei der Antenne in nur einem Jahr vonstattenging, ist ein weiterer Beweis, dass immer weniger Leute Kabel- und Satelliten-Fernsehen schauen“, sagte der Senior Vice President von GfK David Tice.

Wenn er recht hat und dieses Phänomen sich noch vergrößert, dann wird das weitreichende Auswirkungen auf die Medienlandschaft haben, nicht nur auf Kabel- und Satelliten-Anbieter, sondern auch auf die Kabelkanäle, Content Provider und die Werbetreibenden. Das ist ein Trend, den man 2017 und darüber hinaus im Auge behalten sollte.

Wird es noch mehr Konsolidierung geben?

Als Antwort auf diese Bedrohung haben sich mehrere große Medienunternehmen dazu entschieden, mit den Rivalen zu fusionieren, um von der Größe profitieren zu können und um mehr Einfluss bei den Verhandlungen mit den Content-Produzenten zu haben.

Im Juli 2015 übernahm AT&T (WKN:A0HL9Z) den Satelliten-Fernseh-Lieferanten DirecTv für etwa 67 Millionen US-Dollar inklusive Schulden und wurde dabei zum größten Pay-TV-Anbieter in den Vereinigten Staaten. Im Mai 2016 konnte Charter Communications (WKN:A0YF1T) eine Fusion im Wert von 79 Milliarden US-Dollar mit Time Warner Cable und die Übernahme für 10 Milliarden US-Dollar von Bright House Networks vervollständigen. Damit wurde Charter zum zweitgrößten Kabelanbieter in den USA hinter Comcast (WKN:157484) und die Nummer drei hinter AT&T und Comcast beim Pay-TV.

Vor kurzem hat sich AT&T dazu bereit erklärt, Time Warner (WKN:A0RGAY) zu kaufen, das ich im Jahr 2009 von Time Warner Cable in einem riesigen 85-Milliarden-Dollar-Deal getrennt hatte. Wenn das von den Regulierungsbehörden abgesegnet wird, dann könnte diese Fusion einen neuen Titanen im Bereich Medien hervorbringen. Das neu geschaffene Unternehmen würde das Portfolio von Time Warner kontrollieren, darunter HBO, TNT, CNN und Warner Bros. zusammen mit den großen Drahtlos -, Satellit – und Online-Vertriebssystemen von AT&T. Solch ein Unternehmen würde ohne Zweifel große Auswirkungen auf die Zukunft der Medienindustrie als Ganzes haben. Ob AT&T und Time Warner grünes Licht von den Behörden bekommen, wird ein wichtiger Punkt, auf den Mann 2017 achten sollte.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Netflix. The Motley Fool empfiehlt Time Warner.

Dieser Artikel wurde von Joe Tenebruso auf Englisch verfasst und wurde am 09.02.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.



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