Warum die PayPal-Aktie gerade nur den Weg nach unten kennt

Nahaufnahme des Logos der PayPal-App auf einem Smartphone
Foto: Brett Jordan via Pexels

PayPal (WKN: A14R7U) ist ein globaler Zahlungsdienstleister, der Online- und Mobile-Payments abwickelt. Für langfristig orientierte Anleger kann die PayPal-Aktie interessant sein, weil das Unternehmen eine enorme Nutzerbasis hat, viel Cash generiert und eine wichtige Rolle im digitalen Zahlungsverkehr spielt.

Nach den Zahlen zum ersten Quartal 2026 ist die PayPal-Aktie zeitweise um rund 8 % gefallen. In den sozialen Medien wurde wieder viel gespottet und der Begriff „PainPal“ machte abermals die Runde. Wenn man sich die Situation aber nüchtern anschaut, wirkt die Reaktion des Marktes etwas überzogen.

PayPal-Aktie: Die nüchterne Fundamentalanalyse

Man darf nicht vergessen: Erst vor Kurzem gab es einen Wechsel an der Unternehmensspitze. Enrique Lores hat übernommen, nachdem zuvor ein Interims-CEO im Amt war. Dass sich nach weniger als einem effektiven Quartal keine großen Veränderungen zeigen, ist wenig überraschend. Das Management hat zudem klar kommuniziert, dass 2026 ein Übergangsjahr wird. Vor allem bei den Margen soll es vorerst etwas Druck geben.

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Schaut man auf die Zahlen, sieht man ein gemischtes Bild. Das Zahlungsvolumen ist um 11 % auf 464 Mrd. US-Dollar gestiegen. Der Umsatz legte um 7 % auf 8,4 Mrd. US-Dollar zu. Gleichzeitig ging das operative Ergebnis um 3 % auf 1,5 Mrd. US-Dollar zurück. Der Gewinn je PayPal-Aktie sank um 6 % auf 1,21 US-Dollar.

Die Anzahl der aktiven Accounts liegt mit 439 Mio. ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres. Das Wachstum kommt also aktuell eher aus einer intensiveren Nutzung der Plattform als aus neuen Nutzern.

Positiv ist auch der bereinigte freie Cashflow, der um 25 % auf 1,7 Mrd. US-Dollar gestiegen ist. Dabei werden die Effekte aus dem BNPL-Geschäft ausgeklammert, was ein klareres Bild der operativen Stärke gibt.

Was wir für die Zukunft erwarten können

Die schwächeren Margen sind vor allem auf höhere Ausgaben zurückzuführen. Das Unternehmen investiert stärker in Vertrieb, Marketing sowie in Forschung und Entwicklung. Genau das wurde aber im Vorfeld angekündigt. Es ist also kein überraschender Trend, sondern Teil der Strategie.

Der Ausblick passt ebenfalls dazu. Für das zweite Quartal 2026 erwartet das Management ein mittleres einstelliges Minus beim Gewinn je PayPal-Aktie. Für das Gesamtjahr wird ebenfalls ein Rückgang in dieser Größenordnung in Aussicht gestellt.

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