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Was uns das Management von Amgen mitteilen möchte

Foto: The Motley Fool

2017 war bis jetzt ein gutes Jahr für die Aktionäre von Amgen (WKN:867900). Die Aktie von Amgen ist fast 30 % gestiegen. Das Unternehmen kündigte auch mehrere positive Entwicklungen in der Pipeline an. Dennoch bleiben einige Fragen offen, was als Nächstes für das große Biotech kommen wird.

Amgens CEO Robert Bradway und CFO David Meline haben am Dienstag auf der Morgan Stanley Healthcare Conference einige dieser Fragen beantwortet. Hier sind drei Dinge, die die Investoren interessieren sollten.

1. Repatha bleibt eine wichtige Möglichkeit für Amgen

Man kann sagen, dass der Launch von Repatha bisher sehr enttäuschend war. Trotz der ersten Zulassung im Jahr 2015 erzielte das Cholesterinmedikament im Jahr 2016 einen Umsatz von nur 141 Millionen US-Dollar. Während Repatha in der ersten Jahreshälfte 2017 einen Umsatz von 132 Millionen US-Dollar erzielte, liegt das Medikament immer noch weit unter dem Blockbuster-Niveau, das viele erwartet haben.

Bradway sagte, dass Repatha dennoch eine bedeutende Möglichkeit für Amgen biete. Er merkte an, dass die Entscheidung der FDA  im Dezember jetzt das Wichtigste. Dabei geht es um die Risikoverminderung bei kardiovaskulären Ereignissen auf der Grundlage von Daten aus Amgens großer kardiovaskulärer Wirkungsstudie. Amgen kann für die positiven Ergebnisse nicht werben, bis das Label überarbeitet ist.

Bradway bestätigte auch, dass Amgen “jede Menge Arbeit” kurzfristig zu tun habe. Er sagte, dass man Ärzte, Patienten und Kostenträger besser über den Nutzen von Repatha aufklären müsse. Bradway freute sich, dass mehrere große medizinische Gesellschaften ihre Richtlinien aktualisiert haben, um PCSK9-Hemmer wie Repatha zu nutzen.

Hat das Preisschild für Repatha sein Marktvolumen begrenzt? Bradway sagte nur, dass „der Markt funktioniere.“ Er erklärte, dass das Medikament „zu Preisen erhältlich sei, die den Wert der Therapie widerspiegeln“. Bradway hat die Entscheidung von Amgen, eine Geld-zurück-Garantie für Repatha anzubieten, nicht kommentiert.

2. Spannende Programme in der Pipeline

Als Erstes sprach Bradway von einem Medikament gegen Migräne im Spätstadium, Erenumab. Er merkte an, dass das Medikament der erste genverwandte Calcitonin-Peptid (CGRP)-Hemmer ist, der von den Zulassungsbehörden geprüft werden solle. Die FDA wird voraussichtlich im Mai 2018 eine Zulassungsentscheidung für Erenumab treffen.

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Meline gab an, dass die Entscheidung des Unternehmens, mit Novartis (WKN:904278) bei der Vermarktung von Erenumab zusammenzuarbeiten, nach einem Blick auf den Markt kam, „um zu sehen, was für den Gewinn notwendig wäre“. Er wies darauf hin, dass Amgen bereits eine internationale Kooperation mit Novartis habe und meinte, dass die beste Strategie für den Erfolg sei, diese Partnerschaft auf die USA auszudehnen.

Die Partnerschaft mit Novartis brachte Amgen auch einen Kandidaten für die Alzheimer-Krankheit im späten Stadium, AMG520. Bradway sagte, dass die Tochtergesellschaft von Amgen mit Sitz in Island, deCODE Genetics, eine Reihe von Erkenntnissen „geliefert habe”, die dem Unternehmen bei seinem Alzheimer-Krankheitsprogramm helfen würden. Er räumte ein, dass „viele unserer Konkurrenten die Neurowissenschaft aufgegeben haben“ und fügte hinzu, dass es für sie „in Ordnung“ sei, dies zu tun. Aber er sagte, dass „die nächsten ein oder zwei Jahrzehnte für Amgen in den Neurowissenschaften sehr aufregend sein werden.“

Während sich die viele Diskussionen auf der Morgan Stanley-Konferenz hauptsächlich auf Amgens neurowissenschaftliche Pipeline konzentrierten, erwähnte Bradway auch einige andere vielversprechende Programme. Er hob das experimentelle Asthma-Medikament Tezepelumab, die Amgen in einer Partnerschaft mit AstraZeneca (WKN:886455) voranbringe. Er sagte auch, dass sich Amgen über seine Arbeit in der Onkologie, besonders über die Kombinationsstudien freute.

Meline erwähnte auch, dass Amgen “mit seinem Fortschritt im Bereich von Biosimilars“ zufrieden war. Er merkte an, dass eine Entscheidung über ein Biosimilar zu Avastin von der FDA diese Woche erwartet würde.

3. Der riesige Bargeldbestand und Cashflow

Die Investoren fragen sich: Was wird Amgen mit mehr als 40 Milliarden US-Dollar in Barmitteln tun? Bradways erste Reaktion war, dass Amgen Übernahmen suche, die einen Mehrwert für unsere Aktionäre schaffen” und nicht nur für die Aktionäre anderer Unternehmen. Er sagte: „Die Bewertungen sind zu hoch.“ Auf die Frage, wo Amgen seine Übernahmebemühungen fokussieren würde, sagte Bradway, dass sich die Firma aktuell sechs therapeutische Bereiche ansehe und in den gleichen Bereichen nach Übernahmen suchen werde.

Meline fügte hinzu, dass Amgen weiterhin einen „soliden und stabilen Cashflow“ von rund 9 Milliarden US-Dollar pro Jahr erwirtschafte. Er gab an, dass etwa die Hälfte dieses Betrags außerhalb der USA erwirtschaftet wird. Meline zeigte Interesse an den Aussichten für eine Unternehmenssteuerreform in den USA, die eine Rückführung zu einem ermäßigten Steuersatz ermöglichen könnte.

Unabhängig davon, was mit der Steuerreform geschieht, sagte Meline, dass Amgen dabei wäre, 60 % des gesamten Cashflow an die Aktionäre in Form von Rückkäufen und Dividenden zurückzugeben. Er gab auch an, dass Amgen “jede Menge Kapazitäten” habe, Übernahmen zu finden.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Keith Speights auf Englisch verfasst und am 12.09.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.



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