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Die beste Investition von Gilead Sciences 2017 (es war übrigens nicht Kite Pharmaceuticals)

Bildquelle: Flickr-User Fooleditorial

Die Aktienrückkäufe von Gilead Sciences (WKN:850823) im letzten Jahr kann man nur als furchtbar einstufen. Das Unternehmen kaufte Aktien zwischen 83,33 und 100 US-Dollar pro Aktie zurück, während der Kurs stark fiel und das Jahr bei knapp über 70 US-Dollar beendete.

Dieses Jahr hat das Management die Sache deutlich besser hinbekommen und im Durchschnitt nur 69,50 US-Dollar pro Aktie für 10 Millionen Aktien in der ersten Jahreshälfte bezahlt. Das ist eine solide Rendite von 21,6 % laut dem Kurs bei Börsenschluss am Dienstag. Es besteht keine Möglichkeit, dass Gilead diese Rendite bekommt, wenn es das Geld in der Bank liegen lässt.

Wenn Gilead die Aktien in einer Kapitalerhöhung nicht noch einmal verkauft, ist das ein nicht realisierter Gewinn für das Unternehmen. Das Geld ist weg, aber im Gegenzug hat das Unternehmen jetzt weniger Aktien im Umlauf, was den Gewinn pro Aktie erhöht. Das ist eine Kennzahl, die für die Investoren sehr wichtig ist. Investoren, die den freien Cashflow zur Bewertung von Unternehmen heranziehen, werden auch hier eine verbesserte Bewertung aufgrund von weniger ausstehenden Aktien sehen, da die Berechnung des Kurs-Cashflow-Verhältnisses beim freien Cashflow auch die Zahl der ausstehenden Aktien in Betracht zieht.

Weniger Aktien im Umlauf reduziert auch die Dividendenzahlungen von Gilead. Das Biotech bekommt also genau dieselbe Rendite bei der Dividende zurück, was aktuell 2,4 % sind. Das ist nicht die beste Rendite, die man kriegen kann, aber wahrscheinlich so gut oder sogar besser als wenn man Staatsanleihen kauft.

Natürlich gibt es Alternativen

Dieses Jahr waren die Rückkäufe kurzfristig positiv, hätte man das Geld benutzt, um neue Medikamente zu kaufen oder zu lizenzieren, dann hätte das aber größere Auswirkungen auf die langfristige Bewertung gehabt. Es sollte eine größere Priorität für Gilead sein, die fallenden Hepatitis-C-Umsätze zu ersetzen als den Gewinn pro Aktie durch Rückkäufe zu steigern.


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Der Kauf von Kite Pharma ist natürlich ein guter Anfang. Durch diese Übernahme bekommt das Unternehmen die CAR-T-Technologie und ein führendes Krebsmedikament, Axicabtagene Ciloleucel, das gerade der FDA vorliegt.

Aber der Preis von 11,9 Milliarden US-Dollar bedeutet, dass Gilead immer noch jede Menge Mittel auf der hohen Kante liegen hat, um eine oder zwei Übernahmen zu tätigen. Das Unternehmen beendete das zweite Quartal mit 36,6 Milliarden US-Dollar in liquiden Mitteln und marktgängigen Wertpapieren.

Gilead könnte ein weiteres Krebsmedikament kaufen, es wäre aber vielleicht besser, ein Medikament gegen nichtalkoholische Steatohepatitis (NASH) zu kaufen, eine Leberkrankheit, das einen immer größeren Teile der Bevölkerung betrifft und nicht viele Behandlungsoptionen bietet. Gilead hat schon ein paar Medikamente, die in diesem Bereich getestet werden, aber es scheint, als würde eine Kombination von mehreren Medikamenten besser funktionieren als eine Monotherapie. Das gleiche hat Gilead in der Vergangenheit schon mit den Behandlungen gegen HIV und Hepatitis C getan.

Beides

Bisher war es eine gute Strategie um die Aktien zu kaufen, wenn sie gerade niedrig sind. Mir gefällt gerade auch, dass Gilead jetzt weniger Aktien zurückkauft als im letzten Jahr. Wenn die Rückkäufe mit der aktuellen Schlagzahl beibehalten werden, dann wird das ein guter Schachzug sein, selbst wenn die Kurse in der ersten Jahreshälfte etwas gestiegen sind. Dazu muss im nächsten Jahr dann aber auch die Trendwende folgen.

Gilead hat aktuell noch 8,3 Milliarden US-Dollar im Aktienrückkaufprogramm, was etwa ein Drittel dessen ist, was das Unternehmen abzüglich der Kosten für die Übernahme von Kite Pharma Ende des zweiten Quartals auf der Bank hatte. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass Gilead noch einen sehr hohen Cashflow generiert – 6,2 Milliarden US-Dollar in der ersten Jahreshälfte 2017 – was benutzt werden kann, um Aktien zurückzukaufen und um die Dividende zu stützen, während gleichzeitig Geld für weitere Käufe oder Lizenzverträge beiseite geschafft wird.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Gilead Sciences.

Dieser Artikel wurde von Brian Orelli auf Englisch verfasst und wurde am 13.09.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.



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