Procter & Gamble: Zahlen deuten auf einen höheren Marktanteil hin

Procter & Gamble (WKN:852062) veröffentlichte vergangene Woche seinen ersten Quartalsbericht, seitdem die Aktionäre einen Misstrauensantrag gegen das Managementteam gestellt hatten. Die Ergebnisse zeigten trotz der schwierigen Branchenbedingungen einen stetigen Fortschritt in Richtung der Umsatz- und Ertragsziele von P&G für das Gesamtjahr.
So wurde der Druck auf das Unternehmen, große Änderungen an seiner Strategie im Anschluss an diese Revolte vorzunehmen, gelindert.
Die Ergebnisse gegenüber dem Vorjahreszeitraum haben sich wie folgt entwickelt:
| Kennzahl | Q1 2018 | Q1 2017 | Veränderung im Jahresvergleich |
| Umsatz | 16,7 Milliarden USD | 16,5 Milliarden USD | 1 % |
| Reingewinn | 2,9 Milliarden USD | 2,8 Milliarden USD | 5 % |
| Gewinn pro Aktie | 1,06 | 0,96 | 10 % |
Datenquelle: Angaben gegenüber der Börsenaufsicht.
Umsatz und Gewinn
Das organische Umsatzwachstum lag bei 1 % und markierte eine Verlangsamung gegenüber dem Anstieg von 2 % im Vorquartal. Dieses bescheidene Ergebnis wäre normalerweise eine Enttäuschung. Es stellt jedoch ein akzeptables Wachstum im heutigen Marktumfeld dar. Der Konkurrent Unilever verzeichnete kürzlich ein schwächeres organisches Wachstumstempo und Kimberly-Clark verzeichnete im Quartal rückläufige Umsätze.
Das Gesamtergebnis von P&G wurde durch das Mengenwachstum begünstigt, da die Preise stabil blieben. Die Volatilität war allerdings recht hoch. So konnte der Umsatz im Beauty-Segment dank der starken Nachfrage nach SK-II-Markenprodukten in China um beachtliche 5 % gesteigert werden. Andererseits erlebte das Unternehmen einen Rückgang von 6 % im Bereich Körperpflege, da das Management versuchte, das Gillette-Rasiergeschäft durch Preissenkungen wiederzubeleben. Die Preisänderungen führten in diesem Quartal nicht zu einem Volumenwachstum, doch es ist noch zu früh, um zu sehen, ob dieser Ansatz Früchte trägt.
Die Gewinne von P&G gingen leicht zurück, da aggressive Kostensenkungen durch mehrere negative Trends wieder ausgeglichen wurden. Es erhöhten sich Kosten im Zusammenhang mit den Hurricans, die die USA im Laufe des Quartals heimgesucht hatten. Die Betriebsgewinnmarge und die Rohertragsmarge reduzierten sich im Verhältnis zum Umsatz. Der Cashflow war jedoch stark, was dem Unternehmen geholfen hat, durch Dividenden und Aktienrückkäufe über 4 Milliarden US-Dollar an die Aktionäre zurückfließen zu lassen.
Kommentare des Managements und Ausblick
Die Führungskräfte zeigten sich mit den Planzahlen zufrieden. „Im Quartal lagen Umsatz und Gewinn im Rahmen unserer … Erwartungen und wir halten uns auf Kurs, um unsere Ziele für das Geschäftsjahr zu erreichen“, sagte CEO David Taylor in einer Pressemitteilung. Die Zahlen seien angesichts der schwachen Marktlage bei Markenartikeln eindrucksvoll, erklärten sie.
„Wir erzielten ein organisches Umsatzwachstum in einem sich abschwächenden globalen Markt“, so Taylor weiter. Insgesamt betrachtet das Management die Wachstumstendenzen als Indiz dafür, dass P&G nach dem Verlust von Marktanteilen in den letzten drei Geschäftsjahren die Trendwende vollzieht.
Taylor und sein Team bestätigten alle operativen Ziele für das Gesamtjahr. Das organische Umsatzwachstum bewegt sich weiterhin zwischen 2 % und 3 %, was eine leichte Beschleunigung gegenüber dem Vorjahreswert von 2 % bedeutet. Trotz unerwarteter Kostensteigerungen in Höhe von 100 Millionen US-Dollar, die mit der jüngsten Hurrican-Aktivität verbunden sind, dürften die Erträge zwischen 5 % und 7 % wachsen.
Die stetigen Gewinnaussichten von P&G zeigen, dass das angestrebte Markenportfolio von P&G das Wachstum liefert, das sich das Management erhofft hatte. Sicherlich verzeichnet das Unternehmen derzeit kein starkes organisches Wachstum. Aber auch die Konkurrenten kämpfen. Angesichts des schwierigen Umfelds bewegt sich P&G in die richtige Richtung.
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The Motley Fool empfiehlt Unilever.
Dieser Artikel wurde von Demetrios Kalogeropuolos auf Englisch verfasst und am 22.10.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.