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2 Gründe, warum Berkshire Hathaway bald seine eigenen Aktien zurückkaufen könnte

Nahaufnahme des weltbekannten Investors Warren Buffett
Foto: The Motley Fool

Berkshire Hathaway (WKN:A0YJQ2), das von Warren Buffett geleitete Konglomerat, greift in der Regel nicht auf die traditionellen Methoden der Kapitalrückführung — Dividenden und Aktienrückkäufe — zurück.

Obwohl Buffett auf der Aktionärsversammlung von Berkshire die Möglichkeit einer Dividende erwähnte, hat das Unternehmen seit 1967 keine Dividende mehr ausgeschüttet. Andererseits waren Rückkäufe in der Vergangenheit Teil der Strategie von Berkshire, und unter den richtigen Umständen könnte es sicherlich wieder dazu kommen. Zusammenfassend betrachtet das Management Rückkäufe als eine Möglichkeit, die Vermögenswerte des Unternehmens für einen geringeren Wert als den intrinsischen Wert zurückzukaufen.

Vor diesem Hintergrund sind hier zwei Gründe zu nennen, aus denen Berkshire in naher Zukunft Aktienrückkäufe tätigen könnte.

Berkshire hat viel zu viel Geld

Zum 30. September 2017, dem Ende des dritten Quartals, hatte Berkshire Hathaway mehr als 109 Milliarden US-Dollar in bar in der Bilanz. Warren Buffett hat gesagt, dass er es vorziehe, ungefähr 20 Milliarden US-Dollar ständig bereit zu halten. Berkshire sitzt aktuell also auf 90 Milliarden US-Dollar in liquiden Mitteln.

Das Problem ist, dass dieses Geld nicht viel für Berkshire und seine Investoren verdient, noch hilft es dem Unternehmen dabei, seine zukünftige Ertragskraft zu steigern.

Warum hat Berkshire gerade jetzt so viel Geld? Einfach gesagt sind die möglichen Übernahmen im Augenblick ziemlich teuer. Berkshire würde entweder ein großes oder eine Reihe kleinerer Unternehmen kaufen, um am Ende des Jahres einen Unterschied bei den Gewinnen zu sehen. Diese Kombination erschwert es, attraktive Investitionsmöglichkeiten zu finden.

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Um Berkshires Bargeld-Problem in Relation zu setzen — die größte Übernahme des Unternehmens aller Zeiten war Precision Castparts für 32 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen könnte eine anderes Unternehmen dieser Größe kaufen und hätte immer noch ungefähr 57 Milliarden US-Dollar in Reserve.

Berkshires Buchwert steigt weiter

Im vergangenen Jahr ist der Buchwert von Berkshire Hathaway um 8,9 % auf 187.435 US-Dollar pro Aktie der Klasse A gestiegen, was etwa 125 US-Dollar pro Aktie der Klasse B entspricht.

Berkshire möchte die eigenen Aktien erst dann zurückkaufen, wenn sie beim Kurs-Buchwert-Verhältnis ein bestimmtes Niveau erreichen. Der Vorstand möchte einen Rückkauf erst bei 120% des Buchwertes starten. Basierend auf dem aktuellen Aktienkurs bedeutet dies, dass das Unternehmen Aktien zurückkaufen würde, wenn diese auf 150 US-Dollar fallen würden.

Offensichtlich ist das nicht nahe an Berkshires aktueller Bewertung. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Textes wird Berkshire für 146 % des Buchwertes gehandelt. Das Management könnte jedoch bereit sein, die Rückkaufschwelle zu erhöhen, vor allem wenn der Bargeldbestand weiter wächst. Mit steigendem Buchwert wird sich der Abstand zwischen der aktuellen Bewertung und der Bereitschaft des Unternehmens, Aktien zurückzukaufen, weiter verringern.

Wird es passieren?

An diesem Punkt gibt es keine Möglichkeit, sicher zu sagen, was Berkshire mit seinem massiven Bargeldbestand anstellen wird. Langsam ist der Geldberg aber so groß, dass es problematisch wird. Es gehört nicht zur Strategie von Berkshire, viel Geld auf der hohen Kante liegen zu haben, das keinen Mehrwert generiert.

Ich glaube nicht, dass das Unternehmen einen großen Teil seiner liquiden Mittel für Rückkäufe aufwenden wird. Es würde mich aber auch nicht überraschen, wenn das Unternehmen die Rückkaufsschwelle anheben und ein Aktienrückkaufprogramm starten würde — zumindest bis nicht mehr so viel Geld herumliegt.

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The Motley Fool hält und empfiehlt Berkshire Hathaway (B-Aktien).

Dieser Artikel wurde von Matthew Frankel auf Englisch verfasst und am 10.11.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.



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